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Kulmbach

Gedenken an einen Mann des Aufbaus

Stadtsteinachs Altlandrat Hans Köstner wäre am Samstag 100 Jahre alt geworden. Kommunalpolitiker und andere Weggefährten erinnern sich.



Gedenken zum 100. Geburtstag des Stadtsteinacher Altlandrats Hans Köstner: Im Bild (von links) Landrat Klaus Peter Söllner, Schatzmeister Friedhelm Haun vom Bezirksverband für Gartenbau und Landespflege, Dr. Barbara Köstner, stellvertretender Bezirksvorsitzender Günter Reif, Georg Köstner, Bürgermeister Roland Wolfrum, CSU-Kreisvorsitzender Henry Schramm sowie die stellvertretenden Landräte Jörg Kunstmann und Dieter Schaar. Foto: Werner Reißaus
Gedenken zum 100. Geburtstag des Stadtsteinacher Altlandrats Hans Köstner: Im Bild (von links) Landrat Klaus Peter Söllner, Schatzmeister Friedhelm Haun vom Bezirksverband für Gartenbau und Landespflege, Dr. Barbara Köstner, stellvertretender Bezirksvorsitzender Günter Reif, Georg Köstner, Bürgermeister Roland Wolfrum, CSU-Kreisvorsitzender Henry Schramm sowie die stellvertretenden Landräte Jörg Kunstmann und Dieter Schaar. Foto: Werner Reißaus  

Stadtsteinach - Aus Anlass des 100. Geburtstages, den der frühere Landrat des ehemaligen Landkreises Stadtsteinach am Samstag hätte feiern können, haben Vertreter des Landkreises Kulmbach, der Stadt Stadtsteinach, des CSU-Kreisverbandes Kulmbach und des Bezirksverbandes für Gartenbau und Landespflege Hans Köstner gedacht. Zur Erinnerung an den vor acht Jahren verstorbenen Kommunalpolitiker trafen sie sich am Gedenkstein und dem inzwischen neu gepflanzten Lindenbaum an der Steinachtalhalle. Landrat Klaus Peter Söllner: "Unser Hans Köstner hat es verdient, dass wir an seinem 100. Geburtstag zusammenkommen und an ihn denken. Er war ein Mann, der sich in der Kommunalpolitik große Verdienste erworben hat."

Für Söllner war der "große Stadtsteinacher und große Landkreisbürger", wie er selbst sagte, ein väterlicher Freund: "Bei seinen Geburtstagen versuchte ich immer, als Letzter zu kommen, weil er dann in kleiner Runde aus einem unglaublichen Fundus an alten Begebenheiten von der Kommunalpolitik im Landkreis Stadtsteinach und später auch im Landkreis Kulmbach erzählt hat. Es waren wunderbare Stunden, die wir da mit ihm erleben konnten. Da ist auch immer ein Stück Heimatgeschichte zelebriert worden, weil er die Sachen anschaulich und mit Freude sowie mit vielen Ausschmückungen erzählen konnte."

Diese Erzählungen seien immer Reflektionen auf eine gute, alte Zeit gewesen, die aber nicht immer einfach für Hans Köstner war, weil er sich unmittelbar nach dem Krieg der Verantwortung für seine Heimatstadt und den ehemaligen Landkreis Stadtsteinach gestellt und sich in der Kommunalpolitik engagiert hat. Söllner: "Die bitteren Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges hat Hans Köstner als Verpflichtung gesehen, am Wiederaufbau aktiv teilzunehmen und demokratische Strukturen zu schaffen." Bereits 1948 wurde Hans Köstner in den Stadtrat Stadtsteinach gewählt und übte als junger Mann das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters aus. Der Landrat betonte, dass Hans Köstner eine der herausragenden Persönlichkeiten der Nachkriegsära im Stadtsteinacher Land war: "Man hat früh gemerkt, dass er höhere Ämter ausfüllen könnte. Auch sein Mentor Karl Theodor zu Guttenberg. Tatsächlich übernahm Hans Köstner 1957 als Guttenbergs Nachfolger den Posten des Landrats des Landkreises Stadtsteinach." Dieses Amt übte er über 15 Jahre aus. Und er war zugleich der letzte Landrat des früheren Landkreises Stadtsteinach.

Mit der Gebietsreform wurde Hans Köstner dann weitere 12 Jahre zum stellvertretenden Landrat des Landkreises Kulmbach an der Seite von Kurt Held gewählt. Köstners Credo war, dass der Landkreis Stadtsteinach möglichst geschlossen zum Landkreis Kulmbach wechseln soll. Das gelang dann auch bis auf drei Ausnahmen. Landrat Klaus Peter bezeichnete Hans Köstner als einen Menschen mit herausragenden Charaktereigenschaften: "Gemeinschaftsgeist und Zusammenhalt waren ihm wichtig. Prägend war bei ihm der Respekt vor anderen."

Weitere ehrende Worte sprachen Stadtsteinachs Bürgermeister Roland Wolfrum, CSU-Kreisvorsitzender Henry Schramm und stellvertretender Vorsitzender Günter Reif vom Bezirksverband für Gartenbau und Landespflege, den Hans Köstner als Vorsitzender einst mit aufgebaut hatte. Sohn Georg Köstner dankte auch im Namen seiner Schwester Dr. Barbara Köstner dafür, dass der Landkreis Kulmbach zusammen mit der Stadt Stadtsteinach zum 100. Geburtstag dem Vater ein Gedenken gewidmet hatte.

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
13. 05. 2018
17:06 Uhr

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Werner Reißaus

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13. 05. 2018
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