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Kulmbach

Generalsanierung trotz hoher Kosten

Gestiegene Baupreise und weitere Arbeiten: Die Modernisierung der Stadtsteinacher Schule soll jetzt 7,6 Millionen Euro kosten. Der Stadtrat steht dennoch zu dem Projekt.



Die Generalsanierung des Stadtsteinacher Schulhauses kostet 300 000 Euro mehr als vor einem Jahr kalkuliert: 7,6 Millionen Euro.	Foto: Klaus Klaschka
Die Generalsanierung des Stadtsteinacher Schulhauses kostet 300 000 Euro mehr als vor einem Jahr kalkuliert: 7,6 Millionen Euro. Foto: Klaus Klaschka  

Stadtsteinach - Nach dem Bau einer neuen Turnhalle am Schulzentrum hatte der Stadtsteinacher Stadtrat eine Generalsanierung des Schulhauses ins Auge gefasst und vor fast einem Jahr auch beschlossen. Mit einer neuen Pelletsheizung, die auch die Turnhalle versorgt, ist nun ein erster Schritt getan. Zurzeit werden an der Seite zur Alten Pressecker Straße auch die Fenster ausgetauscht und die Fassade gedämmt.

Eine Sanierung des gesamten Gebäudes auch im Innern hatte das Bayreuther Architekturbüro Hauck vor einem knappen Jahr mit 7,3 Millionen Euro veranschlagt. Der Stadtrat hat wegen der zu erwartenden Kosten zwar geschluckt, war sich in allen Fraktionen jedoch einig, dass man das für Bildung und die nächsten Generationen aufwenden muss. Nach aufwändigen Untersuchungen und Expertisen von speziellen Baufachleuten in der Zwischenzeit hat das Architekturbüro die Kalkulation nun aktualisiert und dem Stadtrat am Montagabend vorgelegt. Es kommen 300 000 Euro dazu. Die Generalsanierung dürfte somit 7,6 Millionen Euro kosten.

Preistreiber Nummer eins sind laut Architekt Bruno Hauck die seit einem Jahr um vier Prozent gestiegenen Baukosten. Bei einer Befahrung der Kanäle unter der Bodenplatte wurden leichte, wenn auch nicht eklatante Schäden entdeckt, die im Zuge der Generalsanierung jedoch behoben werden sollten. Kostenschätzung: vorläufig 33 250 Euro, vorsorglich jedoch 50 000 Euro. Weitere 50 000 Euro sind für eventuell nicht entdeckte Reparaturen an der Fassade zu kalkulieren.

Bei punktuellen Untersuchungen der vorgehängten Fassadenplatten hat ein Baustatiker zwar keine Schäden gefunden. Ob das für die ganze Fassade gilt, könne man laut Statiker aber erst sehen, wenn man im Zug der Renovierung Fenster und Fensterbretter entfernt hat und dann die Verankerung der Fassade sehen kann. Für den Fall, dass dann doch korrodierte Anker entdeckt werden, sollte man vorsorglich in der Kalkulation 50 000 Euro vorhalten.

Für die Außenanlagen sind bisher 42000 Euro veranschlagt, die zusätzlich zur Gestaltung des Schulhofs im Rahmen des Abrisses der alten Turnhalle ausgegeben werden sollen. Laut Architekt Hauck sollten dafür besser 60 000 Euro veranschlagt werden.

In Anbetracht der Kosten sprach Bürgermeister Roland Wolfrum noch einmal das Thema Generalsanierung oder Neubau an. Er gab aber der Generalsanierung eindeutig den Vorrang: Das bestehende Gebäude diene neben der Schule auch dem immer mehr expandierenden Hort, der Volkshochschule, dem Musikinstitut und der Bücherei. Es stehe also der Bildung und der jungen Generation vielfältig zur Verfügung. Ein Neubau, dann für aktuell etwa 200 Schüler, wäre nur für den regulären schulischen Unterricht. Die weiteren und heute notwendigen Angebote für die Kinder blieben dabei außen vor. Abgesehen davon, dass sich die Stadt als Eigentümer dennoch um das bestehende Gebäude kümmern müsse. Dass bei etwa drei Viertel Zuschuss für die Sanierung immer noch fast zwei Millionen Euro zu Lasten der Stadt gehen, sei nun mal so.

"Was wir mit Sonderförderung bisher an Schulden abgebaut haben, ist damit weg," betonte Stadtrat Klaus Witzgall (CSU), sprach sich aber dennoch "als bewusste Entscheidung für den Erhalt der Schule" für die Generalsanierung aus. Im selben Sinn argumentierten auch die weiteren Stadträte. Einziger Trost: Die Sanierung wird sicher nicht sofort und am Stück vonstatten gehen. Über einen Zeitraum von vier Jahren zum Beispiel verteilt sollten städtische Eigenmittel von 500 000 Euro pro Haushaltsjahr möglich sein.

Autor
Klaus Kaschka

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Veröffentlicht am:
12. 09. 2018
00:00 Uhr

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