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Kulmbach

Günter Reif erhält die Goldene Rose

Der Vorsitzende des Kulmbacher Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege wurde vom Landesverband geehrt. Reif habe sich seit Jahrzehnten verdient gemacht.



Mit der höchsten Auszeichnung des Landesverbandes, der "Goldenen Rose", wurde Kulmbachs Kreisvorsitzender Günter Reif bei der Landesverbandstagung des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege geehrt. Im Bild (von links) Präsident Wolfram Vaitl, Günter Reif und Landrat Klaus Peter Söllner. Fotos: Werner Reißaus
Mit der höchsten Auszeichnung des Landesverbandes, der "Goldenen Rose", wurde Kulmbachs Kreisvorsitzender Günter Reif bei der Landesverbandstagung des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege geehrt. Im Bild (von links) Präsident Wolfram Vaitl, Günter Reif und Landrat Klaus Peter Söllner. Fotos: Werner Reißaus   » zu den Bildern

Kulmbach - Zur Landesverbandstagung hatte der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege in die Kulmbacher Stadthalle eingeladen. Die Tagung wurde durch Präsident Wolfram Vaitl eröffnet, den Festvortrag hielt Landschaftsökologe Dieter Pasch, Direktor der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege. Pasch gab wichtige Impulse zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000 unter dem Titel "Was kann ich in meinem Garten?".

Ein Höhepunkt war die Verleihung der "Goldenen Rose" an Kulmbachs Kreisvorsitzenden Günter Reif. Präsident Wolfram Vaitl würdigte damit Reifs Verdienste: "Er engagiert sich seit Jahrzehnten für unseren Verband, seit Jahren als Kreisvorsitzender in Kulmbach und von 2011 bis zu diesem Jahr fungierte er zudem als stellvertretender Bezirksvorsitzender. Mit Begeisterung arbeitete er als Mitglied der Satzungskommission an der Neuentwicklung der Satzung des Landesverbandes mit."

Zuvor war Günter Reif als Bundeswehrbediensteter berufsbedingt in mehreren Regierungsbezirken Bayerns im Führungsgremium der jeweiligen Kreisverbände aktiv. Besonders durch seine Fachvortragsangebote ist er über die Region Kulmbach hinaus im Landesverband geschätzter Ansprechpartner. Reif ist Träger der Bundesverdienstmedaille.

Die "Goldene Rose" ist die höchste Auszeichnung des Landesverbandes, mit der Persönlichkeiten geehrt werden, die sich um die Organisation der Obst- und Gartenbauvereine in Bayern außergewöhnliche Verdienste erworben haben.

Wie Präsident Wolfram Vaitl feststellte, steht die Wertschätzung für eine intakte Natur und artenreiche Landschaften bei den Bürgerinnen und Bürgern in Bayern höher denn je im Kurs. Das zeige nicht nur die hohe Beteiligung beim Volksbegehren ‚Artenvielfalt‘, sondern auch die aktuelle Naturbewusstseinsstudie des Bundesumweltministeriums. Das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 trage hierzu entscheidend bei: Es umfasse europaweit 27 000 Gebiete mit einer Fläche von mehr als einer Million Quadratkilometer. In Bayern seien es 745 Gebiete mit 800 000 Hektar Fläche. Präsident Wolfram Vaitl: "Natura 2000 ist somit ein unverzichtbarer und erfolgreicher Pfeiler zum Schutz der Natur- und Kulturlandschaften in Europa und Bayern. Das Ziel für Natura 2000 in Bayern ist die Schaffung und Erhaltung der Gebiete, Lebensraumtypen und Arten."

Landrat Klaus Peter Söllner (FW) überbrachte die Grüße des Oberbürgermeisters und Bezirkstagspräsidenten Henry Schramm (CSU). "Wir empfinden es als Ehre, dass sie bei uns in Kulmbach zu Gast sind. Die Gartenbauvereine in ganz Bayern leisten hervorragende Arbeit. Seit vielen Jahrzehnten stehen sie für einen naturnahen Garten. Die Gartenfreunde pflegen auch das Grün im Dorf - und man sieht einem Dorf an, ob es einen lebendigen Gartenbauverein gibt." Das sei eine großartige Leistung und man wisse das sehr zu schätzen, wenngleich es oft als Selbstverständlichkeit wahrgenommen werde. Und das vor allem in einem Landkreis, wie Landrat Söllner betonte, der mit Paul Späth einen der Protagonisten des legendären Wettbewerbes "Unser Dorf soll schöner werden" hervorgebracht hat.

In seinem Vortrag erläuterte Pasch anschließend die wesentlichen Inhalte von Natura 2000: Die Grundlage bilde die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union zusammen mit der Vogelschutz-Richtlinie. Natura 2000 leiste den wesentlichen Beitrag für das Ziel, einen günstigen Erhaltungszustand der in beiden Richtlinien genannten Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensraumtypen zu bewahren oder wiederherzustellen.

Darauf aufbauend zeigte der Leiter der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege, wie auch Obst- und Gartenbauvereine und alle Gartenbesitzer ihren Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in unserem Lebensumfeld besteuern können. Pasch betonte, dass Bayern die meisten Natura-2000-Gebiete in Deutschland stellt: "Vielfältige Landschaften wie die Seen und Moore des Voralpenlandes, markante Bereiche der Alpenkette, Kalkfelsen des Jura oder weitläufige Mittelgebirge stehen stellvertretend für ganz Bayern. Nur eine intakte Natur stellt die notwendigen Lebensgrundlagen für den Menschen zur Verfügung."

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
30. 09. 2019
16:34 Uhr

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Werner Reißaus

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Veröffentlicht am:
30. 09. 2019
16:34 Uhr



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