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Kulmbach

Hitzewelle: Waldstück stand plötzlich in Flammen

Ein Landwirt hat das bereits lodernde Feuer gerade noch rechtzeitig entdeckt. Drei Stunden brauchte die Feuerwehr, bis der Brand gelöscht war.



Drei Stunden waren Feuerwehrleute am Mittwochabend damit beschäftigt, einen Brand im Wald bei Putzenstein zu löschen.
Drei Stunden waren Feuerwehrleute am Mittwochabend damit beschäftigt, einen Brand im Wald bei Putzenstein zu löschen.   » zu den Bildern

Thurnau - Die Warnungen vor hoher Waldbrandgefahr kann in diesen Tagen kaum jemand übersehen. Derzeit gilt für die Region die zweithöchste Warnstufe. Für die nächsten Tage ist mit einer nochmaligen Erhöhung auf die dann höchste Warnstufe zu rechnen. Wie ernst zu nehmen diese Warnungen sind, hat sich am Mittwochabend in einem Waldstück bei Putzenstein im Thurnauer Gemeindegebiet gezeigt. Dort stand ein Waldstück bereits in hellen Flammen. Glücklicherweise hat ein Landwirt das Feuer, das nicht weit von einem Schotterweg entfernt ausgebrochen war, gerade noch rechtzeitig entdeckt und die Feuerwehr konnte den Brand löschen, bevor er sich noch weiter ausdehnen konnte.

Jörg Schneider, der Kommandant der Thurnauer Feuerwehr, spricht von einer Fläche zwischen 300 und 400 Quadratmetern, die bereits lichterloh brannte, als die Feuerwehren gegen 20 Uhr in dem Waldstück etwa 2,5 Kilometer östlich von Putzenstein eintrafen. Die Integrierte Leitstelle in Bayreuth hatte die Wehren aus Thurnau und Felkendorf alarmiert. Sie waren mit 19 beziehungsweise elf Kräften zum Brandort ausgerückt. Drei Stunden dauerte es, bis das Feuer gesichert gelöscht war.

"Mit zwei Verteilern und vier C-Schläuchen konnten wir das Feuer, das gerade in der Ausbreitungsphase war, schnell eindämmen, während unser Tanklöschfahrzeug mit 5000 Litern das Hilfeleistungsfahrzeug mit Wasser versorgte." Dankbar ist Kommandant Schneider auch Landwirten aus der Nachbarschaft. Sie waren sofort bereit, Wasser mit Schwemmfässern an den Einsatzort zu bringen und so der Feuerwehr Hilfe zu leisten. Damit auch wirklich alle Glutnester im Boden erloschen, wässerten die Wehrleute nach Abschluss der Löscharbeiten die gesamte Fläche gründlich.

Die Kulmbacher Polizei kann zur Ursache des Brands keine Aussagen treffen. Es kann sein, dass eine Zigarettenkippe das Feuer entfachte oder eine Glasscherbe. Es kann auch sein, dass das Feuer in der momentan herrschenden Hitze und Trockenheit eine "natürlich" Ursache hatte. Glücklicherweise, stellt die Kulmbacher Polizei fest, konnten de Flammen rechtzeitig eingedämmt werden, sodass ein größerer Sachschaden ausgeblieben ist.

"Wir wollen nochmals auf die aktuell sehr hohe Waldbrandgefahr hinweisen", warnt die Thurnauer Feuerwehr. Ganz besonders sei es jetzt, keine Zigarettenkippen aus dem Auto zu werfen und keine Glasflaschen in freier Natur zurückzulassen. Dass keine offenen Feuer im Wald oder in der Nähe eines Waldes geschürt werden dürfen, verstehe sich von selbst.

Um Waldbrände schnellstmöglich zu entdecken und bekämpfen zu können, schickt die Regierung von Oberfranken in den kommenden Tagen wieder die Luftbeobachter auf Rundflüge über die Region. Aus Flugzeugen sind aufsteigende Rauchwolken besonders gut zu erkennen. Nicht zum ersten Mal konnte durch diese Beobachtungsflüge ein Feuer eingedämmt werden, bevor wirklich großer Schaden entstand. Ab der zweithöchsten Warnstufe werden die Beobachtungsflüge am Wochenende beauftragt. Im Bereich der höchsten Warnstufe, die nun zu erwarten ist, steigen die Flugzeuge, wie das eine Regelung bei der Regierung von Oberfranken vorsieht, auch an Wochentagen auf.

Wer beim Spazierengehen oder aus dem Auto Rauchentwicklung in der Landschaft bemerkt, sollte umgehend die Feuerwehr alarmieren. Wald- und Flächenbrände breiten sich bei dieser Witterung sehr schnell aus. Die Leitstelle ist unter der Notrufnummer 112 zu erreichen.

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Melitta Burger
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Veröffentlicht am:
27. 06. 2019
12:20 Uhr

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Melitta Burger

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Veröffentlicht am:
27. 06. 2019
12:20 Uhr



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