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Kulmbach

Hoffen auf das Kabinett

Für den Hochschulstandort Kulmbach steht ein wichtiger Termin bevor. Nur wenn der Freistaat Geld bereitstellt, können die Uni-Pläne zügig weiter entwickelt werden.



Als "schönes Zuhause für die siebte Fakultät" sieht Markus Zanner, der Kanzler der Uni Bayreuth, die Hornschuch-Villa auf dem Spinnerei-Gelände. Seit einigen Tagen hat die Uni dort die ersten Büros bezogen. Die Villa wird in Zukunft die Verwaltung der Fakultät beheimaten. Foto: Melitta Burger
Als "schönes Zuhause für die siebte Fakultät" sieht Markus Zanner, der Kanzler der Uni Bayreuth, die Hornschuch-Villa auf dem Spinnerei-Gelände. Seit einigen Tagen hat die Uni dort die ersten Büros bezogen. Die Villa wird in Zukunft die Verwaltung der Fakultät beheimaten. Foto: Melitta Burger  

Kulmbach - Auf den Tag genau ein Jahr nach dem Beschluss des bayerischen Kabinetts, Kulmbach zum Hochschulstandort zu machen, zog der Stadtrat am Mittwochabend Bilanz der Entwicklung in den zurückliegenden zwölf Monaten. Oberbürgermeister Henry Schramm und der Kanzler der Universität Bayreuth, Dr. Markus Zanner, zeigten sich mit dem, was bisher geschafft wurde, sehr zufrieden. Vertreter der Stadt wie auch der Bayreuther Uni blicken jetzt mit Spannung auf die Kabinettssitzung im Juli und dann auch die Aufstellung des bayerischen Doppelhaushalts für die Jahre 2020/21. Dort werden die finanziellen Weichen gestellt. Eine Hochschule für 1000 Studierende und 400 Mitarbeiter aus dem wissenschaftlichen und nicht wissenschaftlichen Bereich zu bauen, kostet Millionen. Die muss der Freistaat bereitstellen, damit es weitergehen kann.

Die Zeichen stehen durchaus gut, haben sowohl OB Schramm als auch Kanzler Zanner durchblicken lassen. Im Nachtragshaushalt wurden bereits erste Gelder für den Start freigegeben. Ministerpräsident Markus Söder hat zugesagt, zur Eröffnung des Bierfests nach Kulmbach zu kommen. Das, meinen nicht nur Insider, könnte der Anlass sein, den Kulmbachern die gute Nachricht zu übermitteln, dass sie nicht Jahre warten müssen, bis ihr sehnlichstes Anliegen umgesetzt wird. Junge Menschen in die Stadt zu bekommen, dazu einige hundert neue Arbeitsplätze, das ist für Kulmbach wichtig, betonte OB Schramm: "Unsere einzige Chance, dem demographischen Wandel entgegenzuwirken." Deswegen sei die Stadt auch mit Zustimmung aller Stadtratsfraktionen schon mehrfach in Vorleistung gegangen, um das Vorhaben nicht unnötig in die Länge zu ziehen. Das Grundstück am Güterbahnhof wurde bereits gekauft, ebenso die alte Verwaltungsvilla der Spinnerei, in die die Hochschulverwaltung einziehen wird. Auch die Uni Bayreuth ist laut Dr. Zanner finanziell in Vorleistung gegangen. "Wir sehen das als Investition in die Zukunft", erklärte der Kanzler.

Die Freude auf die siebte Fakultät sei innerhalb der Uni Bayreuth nicht geringer als in der Stadt Kulmbach, machte Kanzler Zanner deutlich. Auch für ih selbst sei das Projekt etwas Besonderes: "Es ist eine wahnsinnig schöne Aufgabe, etwas ganz Neues zu machen. Das ist auch für mich eine große Chance in meinem beruflichen Leben."

Dank der Bereitschaft sowohl des MRI als auch der Firma Ireks sei es möglich, schon im Wintersemester 2020/21 mit den ersten Studiengängen zu starten. Beide Einrichtungen verfügen über modernste Labors und sind bereit, diese der Fakultät zum Übergang zu überlassen. Für Vorlesungen stehen ebenfalls vorübergehende Räume zur Verfügung.

Begonnen werden soll mit Masterstudiengängen. Später sollen dann die wesentlich breiter angelegten Bachelor-Studiengänge starten. Weil die Studienangebote international ausgerichtet sind, wird der Unterricht weitgehend in englischer Sprache stattfinden, informierte der Kanzler den Stadtrat.

Ein großes Lob sprach Zanner der Stadt Kulmbach aus. Deren "hochmotivierte Mannschaft" viel leiste. "Wir ziehen alle an einem Strang", machte Zanner deutlich. Das sieht auch OB Henry Schramm so: Gemeinsam werde man alles tun, um dieses "Jahrhundertprojekt" gut voranzubringen.

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Melitta Burger
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Veröffentlicht am:
20. 06. 2018
20:40 Uhr

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20. 06. 2018
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