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Kulmbach

Hoher Besuch in Thurnau

Auf dem Weg zur Eröffnung der Festspiele in Bayreuth, machte Kultusminister Piazolo Station in Thurnau. Dort trug er sich ins Goldene Buch ein.



Der Eintrag in das Goldene Buch des Marktes Thurnau mit (vorne, von links) Bürgermeister Martin Bernreuther, Staatsminister Prof. Dr. Michael Piazolo und Landrat Klaus Peter Söllner. Fotos: Werner Reißaus
Der Eintrag in das Goldene Buch des Marktes Thurnau mit (vorne, von links) Bürgermeister Martin Bernreuther, Staatsminister Prof. Dr. Michael Piazolo und Landrat Klaus Peter Söllner. Fotos: Werner Reißaus   » zu den Bildern

Thurnau - Hohen Besuch hatte die Marktgemeinde Thurnau am Donnerstagnachmittag, als sich Bayerns Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo (FW) auf dem Weg zur Eröffnung der Wagner-Festspiele im Schloss in das Goldene Buch der Marktgemeinde Thurnau eintrug. Zuvor besuchte er das Bildungswerk der Freien Wähler im Hause Förster. Kreis- und Gemeinderat Klaus Förster war es auch, der den Besuch des Ministers in Absprache mit Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) einleitete. Der Minister nahm sich auch Zeit, um sich die Anliegen der Thurnauer Schulleitung anzuhören.

Bernreuther freute sich, dass sich Piazolo die Zeit nahm, sich in das Goldene Buch des Marktes einzutragen. Neben Landrat Klaus Peter Söllner (FW) waren auch eine Reihe von Marktgemeinderäten und die künftige Rektorin der Grundschule Thurnau, Monika Baumgarten, gekommen, die sich mit zwei schulischen Anliegen persönlich an den Minister wandte. Mit Blick auf die Schlossanlage erwähnte Bernreuther, dass gerade in den vergangenen Jahren viel mit Fördergeldern des Freistaates Bayern saniert wurde.

Söllner machte deutlich, dass Kulmbach ein exponierter Schulstandort ist. Vor allem das Berufliche Schulzentrum ist eines der größten in Oberfranken: "Wir haben da eine wirklich glänzende Perspektive", betonte er, obwohl man gerade in Nord-Ost-Oberfranken mit dem demografischen Wandel zu kämpfen habe. Bei vielen Berufsbildern habe die Schule einen unglaublichen Zulauf. Schwerpunkte bilden hier die Lebensmittelbranche und der Beruf der Brauer sowie neue Sprengel, die bayernweit agieren. Der Landrat gab dem Minister mit auf den Weg, dass an der Stadtsteinacher Altenpflege-Schule dringend bauliche Veränderungen vorgenommen werden müssen - auch mit Unterstützung des Freistaates. "Da müssen wir schauen, dass wir vorwärts kommen. Das ist für die Zukunft eine ganz wichtige Entscheidung", sagte Söllner.

Ein großes Lob hatte der Landrat für den Bürgermeister und den Marktgemeinderat parat: "Hier ist in den letzten Jahren sehr viel geschaffen worden. Was die Schlossanlage angeht, sind die Stiftung und der Marktgemeinderat aufeinander angewiesen, weil wir viele Projekte über die Städtebauförderung abwickeln müssen." Hier verwies der Landrat auf die Leerstände im Innenbereich von Thurnau: "Da wurde einiges bewegt. Thurnau ist ein wunderschöner Ort, und ich bin sehr stolz auf die Entwicklung, die er genommen hat."

Michael Piazolo dankte für den Empfang und betonte, dass er gerne nach Thurnau gekommen ist. Der Minister nahm auch den Vorschlag von Klaus Förster auf, im Schlosshotel von Thurnau zu übernachten, und bezeichnete Thurnau als künstlerisches Eldorado Oberfrankens.

Monika Baumgarten, die Nachfolgerin von Rektorin Anne Greim, sprach das Problem an, wenn in den kleinen Schulen die Klassen weniger werden, dass auch die Stunden der Verwaltung weniger werden, aber deren Arbeit nicht abnimmt und somit immer mehr Arbeit auf Schultern verteilt werden muss, die eigentlich dafür nicht ausgebildet sind. Monika Baumgarten: "Deswegen wäre es gut, wenn in den kleinen Schulen ein Sekretärinnen-Bonus ausgegeben werden könnte." Ein weiteres Problem sind die Schüler aus der Klinik von Hutschdorf, die in der Regel ein Vierteljahr an der Grundschule Thurnau bleiben. Dazu stellte die künftige Schulleiterin fest: "Das ist ja eine Suchtklinik, und die Kinder haben eine Vita hinter sich, die nicht einfach ist. Für das kommende Schuljahr kommen 14 bis 15 Kinder - und vielleicht wäre es möglich, dass wir da eine Schulbegleitung bekommen würden, um diesen Problemen begegnen zu können."

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
26. 07. 2019
16:16 Uhr

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Werner Reißaus

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Veröffentlicht am:
26. 07. 2019
16:16 Uhr



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