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Kulmbach

"Ich will mehr Zeit mit meiner Frau verbringen"

Hans Tischhöfer hört nach zwölf Jahren als Bürgermeister von Marktschorgast auf. Ganz verlassen wird er die politische Bühne allerdings nicht.



Interview: mit Hans Tischhöfer, Bürgermeister von Marktschorgast
Interview: mit Hans Tischhöfer, Bürgermeister von Marktschorgast  

Herr Tischhöfer, Sie haben in Ihrer Amtszeit jedes Jahr eine Bürgerversammlung abgehalten. Das ist ungewöhnlich.

Die Bayerische Gemeindeordnung schreibt das ja so vor. Freilich: Die Vorschrift ist für viele Kommunalpolitiker ein alter Zopf, der als überholt gilt, denn die meisten Bürger suchen - wenn ein Problem anliegt - sofort den Weg in das Rathaus zum Bürgermeister oder einen anderen Ansprechpartner.

Sie belassen es bei den Bürgerversammlungen ja nicht nur mit einem trockenen Vortrag, sondern bebildern die Maßnahmen, die Sie erläutern, sogar.

Ich bin Hobbyfotograf und mache rund 20 000 Bilder im Jahr. Da fallen auch für eine Bürgerversammlung einige ab. Diesmal habe ich 260 Bilder gezeigt. Ich finde es wichtig, dass die Bürger sehen können, wenn ein Haus wie das frühere Wasserhaus für Wohnzwecke saniert wird. Das ist ein Schmuckkästchen geworden.

Wie gut tut es einem Bürgermeister, wenn er mal ein Lob aus der Bürgerschaft hört ? Sie wurden jetzt von Altbürgermeister Josef Kofer gelobt?

Es hat mich gefreut. Das bedeutet eine gewisse Genugtuung. Unser Altbürgermeister hat ja in der Gemeinde großes Ansehen und sein Wort Gewicht. Und: Nur einer der den Rucksack selber getragen hat, weiß, wie schwer der sein kann. Für mich war jetzt wichtig, zu sagen, irgendwann muss der Stress aufhören und die doppelte Arbeitsbelastung war einfach nicht mehr möglich. Ich war in einem gewissen Korsett und musste mich entscheiden. Ich will einfach etwas mehr Freizeit mit meiner Ehefrau verbringen.

Wie zu hören war treten Sie als Kandidat der Freien Wähler für das Amt des Marktgemeinderats an, oder?

Ja, ich will mich bewerben, weil ich vieles angestoßen habe. Dazu zählt zum Beispiel unser neues Gewerbegebiet. Ich will schauen, dass die Erschließung läuft, weil ich mit dem Investor über viele Jahre ein Vertrauensverhältnis aufgebaut habe. Ich werde mich aber nicht an den Ratstisch setzen und ein Besserwisser und Bedenkenträger sein. Die Arbeit muss der neue Bürgermeister machen und da bin ich auch überzeugt, dass das der Fall sein wird.

Was haben Sie sich für Ihre Arbeit im Marktgemeinderat vorgenommen?

Ich will mitwirken, dass wir unsere Marktgemeinde gemeinsam nach vorne bringen. Ein Erfahrungsschatz ist da wichtig. Und die habe ich jetzt über 24 Jahre angesammelt mit sechs Jahren als 2. Bürgermeister und zwölf als 1. Bürgermeister.

Das Gespräch führte

Werner Reißaus

Autor

Karin Reißaus
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
26. 11. 2019
17:38 Uhr

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Autor

Karin Reißaus

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Veröffentlicht am:
26. 11. 2019
17:38 Uhr



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