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Kulmbach

Im April rücken die Bagger an

In Stadtsteinach entsteht ein neues Zuhause für das Rote Kreuz. Die Kosten für die Rettungswache belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro.



Die neue Rettungswache des BRK-Kreisverbandes Kulmbach wird im Stadtsteinacher Gewerbegebiet unweit des Feuerwehr-Gerätehauses (im Hintergrund) entstehen. Darüber freuen sich (von links) Stadtsteinachs Bürgermeister Roland Wolfrum, Dimitros Lekkas vom Bauträger Residenz-Immobilien GmbH, Architekt Andre Weber, Thorsten Bär (QM-Beautrager "Rettungsdienst" des BRK), Michael Martin (Leiter BRK-Rettungsdienst), Notärztin Susanne Luber, BRK-Kreisvorsitzender Klaus Peter Söllner, BRK-Kreisgeschäftsführer Jürgen Dippold, Projektleiter Jörg Eberlein und Rettungswagenfahrer Christoph Kessler.
Die neue Rettungswache des BRK-Kreisverbandes Kulmbach wird im Stadtsteinacher Gewerbegebiet unweit des Feuerwehr-Gerätehauses (im Hintergrund) entstehen. Darüber freuen sich (von links) Stadtsteinachs Bürgermeister Roland Wolfrum, Dimitros Lekkas vom Bauträger Residenz-Immobilien GmbH, Architekt Andre Weber, Thorsten Bär (QM-Beautrager "Rettungsdienst" des BRK), Michael Martin (Leiter BRK-Rettungsdienst), Notärztin Susanne Luber, BRK-Kreisvorsitzender Klaus Peter Söllner, BRK-Kreisgeschäftsführer Jürgen Dippold, Projektleiter Jörg Eberlein und Rettungswagenfahrer Christoph Kessler.   » zu den Bildern

Stadtsteinach - Der Bau der Ortsumgehung Stadtsteinach zeitigt schon vor seiner Fertigstellung positive Auswirkungen: Im erweiterten Gewerbegebiet an der Straße nach Triebenreuth entstehen neue Gebäude, für die der Anschluss an die künftige Trasse besondere Vorteile bringt. Den Anfang macht ein Zweckbau, der vom BRK-Kreisverband Kulmbach genutzt werden wird. In dem 450 Quadratmeter großen Objekt soll die örtliche Rettungswache untergebracht werden. Jetzt stellten Vertreter des Bayerischen Roten Kreuzes, des Bauträgers und der Stadt das Millionenprojekt vor.

Schon im April sollen die Maschinen anrücken, um innerhalb eines Jahres die neue Rettungswache zu errichten. Freilich braucht es zuvor die Einwilligung der Baubehörde am Landratsamt Kulmbach und des Stadtsteinacher Stadtrats, der sich am 17. Februar mit dem Vorhaben beschäftigt.

Konkret ist geplant, zwischen dem Lagerplatz der Hartsteinwerke Schicker und dem Gerätehaus der Stadtsteinacher Wehr ein eingeschossiges Gebäude zu errichten. 200 Quadratmeter sind eingeplant für eine Waschhalle und die Garagen, in denen ein Rettungstransportwagen und ein Krankentransportwagen Platz finden sollen. Hinzu kommen noch Stellplätze, unter anderem für den Notarzt-Wagen. 250 Quadratmeter sind vorgesehen für die 13 hauptamtlichen und fünf ehrenamtlichen Mitarbeiter der Rettungswache.

Die Eckdaten für das 1,7 Millionen Euro teure Vorhaben stellten die Mitarbeiter des Bauträgers vor. Dabei handelt es sich um Dimitros Lekkas von der Residenz-Immobilien GmbH, die sich auf die Errichtung von Objekten besonderen Zuschnitts versteht. Projektleiter ist der Stadtsteinacher Jörg Eberlein, die Pläne steuert Andre Weber vom gleichnamigen Ingenieurbüro (IBW) bei. Der Bauträger hat das Grundstück erworben und errichtet die Immobilie, die an den BRK-Kreisverband vermietet wird. Schon im kommenden Jahr soll der Umzug von der bisherigen Rettungswache in die neue Heimstatt erfolgen. Was mit der bisher genutzten Liegenschaft am Rot-Kreuz-Platz geschieht, ist bislang unklar. Einen Verkauf schließt Landrat und BRK-Kreisvorsitzender Klaus Peter Söllner auf Nachfrage unserer Zeitung aus. Damit entbehren anderslautende Gerüchte jeder Grundlage.

Söllner sprach beim Ortstermin von einer "revolutionären Neuheit" für die ehemalige Kreisstadt. Die Aussiedelung sorge für optimale Bedingungen im Rettungswesen und sichere den Bestand des Standorts Stadtsteinach auf Dauer. Von hier aus würden Einsätze gefahren bis in die Räume Wirsberg, Marktleugast, Presseck und Seibelsdorf. Im Bedarfsfall aber starten die Rettungswagen auch in weit entlegene Zielgebiete.

"Wir waren auch schon in Rothenkirchen im Landkreis Kronach im Einsatz", erläuterte Michael Martin von der Stadtsteinacher Rettungswache. Die hat eine lange Geschichte und ist hervorgegangen aus den Bemühungen der damaligen BRK-Kolonne Stadtsteinach, in der die Mutter des heutigen Landrats eine tragende Rolle hatte. Der BRK-Kreisvorsitzende würdigte das Projekt als einen Schritt in die richtige Richtung. Zusammen mit dem Feuerwehrgerätehaus entstehe ein Rettungszentrum.

Der Redner ließ keinen Zweifel am Fortbestand des Standorts, der für ihn, Söllner, unantastbar sei. Er verdeutlichte jedoch, dass der Rettungsdienst stark unter die Lupe genommen werde: "An der Fränkischen Linie herrschen keine optimalen Verhältnisse." Der neue Standort an der mittleren Auffahrt der künftigen Umgehung aber sorge für optimale Einsatzbedingungen, so Söllners Fazit. Mit dem Bau der Umgehungen in Stadtsteinach und Untersteinach-Ködnitz veränderten sich die Hilfsfristen.

Söllner dankte der Stadt Stadtsteinach für die Hilfe beim Erwerb des Baulandes. Deren Bürgermeister Roland Wolfrum zeigte sich "froh und stolz", dass der BRK-Standort Stadtsteinach gesichert ist. Mit diesem Projekt erfolge der Startschuss zur Nutzung des neuen Gewerbegebietes.

BRK-Kreisgeschäftsführer Jürgen Dippold verdeutlichte, dass die 54 Mitarbeiter im Rettungsdienst des Kreisverbands pro Jahr 15.000 Einsätze absolvieren. Hieraus ergebe sich ein Umsatz von 3,5 Millionen Euro. Insgesamt zählt der Kreisverband 400 Mitarbeiter und kommt auf 20 Millionen Umsatz jährlich. Von Stadtsteinach aus werden 5000 Einsätze im Jahr gefahren. Die drei Fahrzeuge kommen auf eine Jahresleistung von 150 000 Kilometer. Von dem Beginn der Stadtsteinacher Kolonne an im Jahr 1970 war die Rettungswache immer weiter gewachsen. Der Bau der neuen Niederlassung im Osten der Stadt vermittle Stadtsteinach einen deutlichen Schub, progonstizierte Dippold. red

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Klaus Rössner
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Veröffentlicht am:
10. 02. 2020
00:00 Uhr

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Autor

Klaus Rössner

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Veröffentlicht am:
10. 02. 2020
00:00 Uhr



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