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Kulmbach

Im Luftkurort wird kräftig gebaut

Reges Interesse am örtlichen Geschehen zeigen die Wirsberger. Zur Bürgerversammlung waren an die 60 Männer und Frauen gekommen.



Großes Interesse an der Lokalpolitik zeigten die Wirsberger Bürger. Am Rednerpult Bürgermeister Hermann Anselstetter. Foto: Klaus-Peter Wulf
Großes Interesse an der Lokalpolitik zeigten die Wirsberger Bürger. Am Rednerpult Bürgermeister Hermann Anselstetter. Foto: Klaus-Peter Wulf  

Wirsberg - In Wirsberg tut sich einiges. Das war dem Bericht von Bürgermeister Hermann Anselstetter bei der Bürgerversammlung am Montag im Hotel Gasthof Hereth zu entnehmen.

Mit dem künftigen Bürgerzentrum am Marktplatz und der Erweiterung der AWO-Kindertagesstätte prägen derzeit zwei Großprojekte die Bautätigkeit im Ortskern. Mit saniert wird die historische Bauernscheune oberhalb der Kirche. Geschaffen wird zudem ein barrierefreier Aufgang zur Johanniskirche.

"Das gesamte Bauprojekt wird 4,55 Millionen Euro kosten und soll mit Außenanlagen bis zum Frühjahr 2021 fertig sein", sagte Anselstetter. Mit Schaffung des Veranstaltungssaales eröffnen sich neue Chancen für Tagungen, Ausstellungen und Events." Er schlug als offizielle Bezeichnung "Bürgerzentrum des Marktes Wirsberg mit Frankensaal und Frankenstube" vor.

In Sachen Kindertagesstätte sagte Anselstetter, dass man sich auf ein Raumkonzept für einen Neubau verständigt habe, um neben weiteren Kita-, Krippen- und Hortgruppen auch Funktionsräume und einen Personenaufzug zu schaffen. Das 2,2- Millionen-Euro-Projekt solle Ende Juli 2020 bezugsfertig sein.

"Das Millionenprojekt Norma-Einkaufsmarkt biegt in diesen Tagen auf die Zielgerade ein", fuhr Ansel-stetter. Die Neueröffnung soll im Jahr 2020 sein. Zudem werde das neue Sparkassen-Beratungscenter an der B 303-Kreuzung entstehen.

Nach Dorferneuerungsmaßnahmen in Weißenbach und Neufang habe der Markt Wirsberg nun kleine Dorferneuerungen für Osserich und Sessenreuth angemeldet. Für Cottenau laufe derzeit noch die Vorprüfung. "Mit diesen Projekten wird die Lebenskraft unserer Dörfer gestärkt", betonte der Bürgermeister.

Beim Bayerischen Wirtschaftsministerium habe Wirsberg eine 75-prozentige Förderquote für einen behinderten- und seniorengerechten Kurweg im Schorgasttal erreicht, der allen Generationen diene. Hier seien Kosten von 320 000 Euro eingeplant. Nach erfolgreichen Gesprächen sei es der Marktgemeinde auch geglückt ein 1550 Quadratmeter großes Grundstück gegenüber der Kita mit zwei Immobilien aus Privathand zu erwerben. Dieser Kauf eröffne der Gemeinde neue Perspektiven für die städtebauliche Entwicklung.

Dank dreier vorbildlicher Grundstücksbesitzer stehe Wirsberg nun auch vor dem Baubeginn von 24 Wohneinheiten der Diakonie Neuendettelsau. In diese Wohnanlage werden Menschen mit Behinderung der Himmelkroner Heime einziehen, die in den Behindertenwerkstätten arbeiten. Der Freistaat Bayern und der Bezirk Oberfranken hätten die nötigen Fördermittel für den Bau im Jahre 2020 genehmigt. Baubeginn auf dem 3523 Quadratmeter großen Areal werde im nächsten Frühjahr sein.

Weiter betonte Bürgermeister Anselstetter, dass die Verkehrsberuhigung in dem staatlich anerkannten Luftkurort Wirsberg mit seinen engen Tälern höchste Priorität habe. Er sah es als erfreulich an, dass heuer auf den stark befahrenen Kreisstraßen KU 1 und KU 20 große Fortschritte erzielt werden konnten. Die Anordnung von Tempo-30-Zonen an der Kita und der Klinik Adlerhütte habe der Landkreis Kulmbach genehmigt, ebenso den Eilantrag eines Fußgängerüberweges für Kita-Kinder in der Herbert-Kneitz-Straße.

Das Gemeindeoberhaupt stellte aber fest, dass all die Maßnahmen, bei Staus auf der A 9 vorsätzlich missachtet werden. Dann herrschten chaotische Zustände. Wirsberg ersticke dann im überregionalen Verkehrsfluss. Gegen diese "Wild-West-Umleitungen" müsse vorgegangen werden. In der Verantwortung stünden der Landkreis und die Verkehrspolizei.

Vor gewaltigen Herausforderungen stünden aufgrund der Witterungsprobleme auch die Forstbeamten. Hitze und Trockenheit seien verantwortlich für eine gefährliche Vitalitätsschwäche aller Baumarten.

"Der Ausbau unserer Infrastruktur läuft auf vollen Touren. Parallel arbeiten wir an weiteren Themen und Projekten wie ILE-Kooperation, Abwasserzweckverband, Digitales Klassenzimmer, Soziales Wohnungsbauprojekt, Straßensanierungen, Tourismus, Glasfaserausbau, ÖPNV, Erweiterungsplanung Jugendtagungshaus und vieles mehr", sagte das Gemeindeoberhaupt zum Schluss. Anselstetters Dank vor allem den Ehrenamtlichen in Vereinen, Verbänden, in der Bürgerschaft und in der Kirche. Sie seien es, die den sozialen Zusammenhalt fördern, Freizeitangebote machen, freiwillige Dienste leisten und für Sicherheit sorgen.

Besonderen Dank zollte Hermann Anselstetter seinen Ratskolleginnen und -kollegen sowie den Mitarbeitern in Bauhof und Verwaltung. Man sei sich einig, mit dem Erhalt und Ausbau der lebendigen Infrastruktur die Zukunftsfähigkeit der Marktgemeinde Wirsberg zu sichern sowie neue Einwohner und Gäste anzuziehen. Es bestehe Nachfrage nach Wohnungen. Der Bürgermeister bat darum, freigewordene oder freie Wohnungen zu melden.

In der Aussprache forderte Dr. Martina Karl Lärmschutz an der B 303 ein, denn der Krach sei fast nicht mehr zum Aushalten. Christopher Karl meinte : "Die Politik schaut weg." Bürgermeister Ansel stetter sagte: "Die Gemeinde tut seit Jahrzehnten, was nur geht. Jetzt sind die Landtagsabgeordneten gefragt."

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Klaus-Peter Wulf

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08. 10. 2019
17:12 Uhr

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08. 10. 2019
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