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Kulmbach

Im Zentrum der Luchstaubenzucht

Neudrossenfeld präsentiert die 55. Hauptsonderschau dieser ganz besonderen Rasse. Zu sehen waren insgesamt 1177 Tiere.



Vorsitzender Wolfgang Dubrau (Mitte, mit Taube) erklärt den Ehrengästen, darunter Bürgermeister Harald Hübner (links) und Landrat Klaus Peter Söllner (Vierter von rechts) die Vorzüge der Luchstaube.	Foto: Horst Wunner
Vorsitzender Wolfgang Dubrau (Mitte, mit Taube) erklärt den Ehrengästen, darunter Bürgermeister Harald Hübner (links) und Landrat Klaus Peter Söllner (Vierter von rechts) die Vorzüge der Luchstaube. Foto: Horst Wunner  

Neudrossenfeld - Sie gucken einen ruhig und interessiert an, sind imposante Geschöpfe in ihrer imponierenden Schuppung. In den Grundfarben Blau, Schwarz, Rot und Gelb, machen sie auf sich aufmerksam, können bis zu einem Kilo wiegen. Die Luchstauben standen für ein Wochenende in der Halle am Weinberg in Neudrossenfeld ganz im Fokus der 55. Hauptsonderschau, zu der 113 Aussteller aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland wie Tschechien, Dänemark und Frankreich gekommen waren. Sie präsentierten insgesamt 1177 Tiere.

Von dieser Schau waren die Ehrengäste mit Schirmherrn Landrat Klaus Peter Söllner und Bürgermeister Harald Hübner sehr beeindruckt. Sie bezeichneten die Schau als Beweis dafür, welch hohen Stellenwert die Kleintierzucht in Neudrossenfeld und im Landkreis Kulmbach genießt. Dass auch junge Züchter dabei sind, hoben sie besonders hervor. Und Jürgen Beck und Stefan Idling von der Ausstellungsleitung bezeichneten das Ereignis sogar als den "nationalen Höhepunkt" für diese Rasse. Ein extra Gedenken galt dem verstorbenen Kurt Dünkel aus Bindlach, der die Ausstellung fast ein halbes Jahrhundert maßgeblich mit begleitet hat.

Echte Luchstauben-Fans sind die zwei Fichtelberger Rudi Spanger und Stephan Müllinger. Sie züchten schon seit Jahrzehnten diesen Typus, der 80-jährige Spanger kann sich seine Freizeit ohne diese Formentauben gar nicht mehr vorstellen. "Sie gefallen mir, weil sie schön aussehen, einen ausgeglichenen Charakter haben, und weil sie auch gut schmecken", sagte er mit einem Schmunzeln. Er habe 30 Stück in der Voliere an der Scheune. "Sie bleiben bis zu meinem Lebensende mein Hobby." Müllinger kann gar 50 Luchstauben sein Eigen nennen, er kennt sich gut in der Genetik aus, was eine kleine Wissenschaft sei, sagt er. "Man hat es selbst in der Hand, wie sie gezüchtet werden, ich passe besonders beim Futter auf, da gibt’s keine Medikamente zusätzlich." Er, der 24 Jahre lang Vorsitzender des Geflügel-und Kaninchenzuchtvereins Fichtelberg war, lobte die Rasse: "Eine Taube fürs Auge und für die Küche".

Über Nachwuchs darf sich der Sonderverein der Luchstaubenzüchter ebenso freuen. Die siebenjährige Lena aus Unterschwarzach bei Creußen hatte auch eine Taube mitgebracht. Zu Hause hat sie elf Pärchen, die sie mit ihrem Vater betreut. "Ich helfe beim Füttern, es sind meine Freunde, besonders die ganz Jungen habe ich ins Herz geschlossen", sprudelt es aus ihr heraus und man spürt ihre Freude an ihren Tieren. Wenn andere auf den Spielplatz gehen, sei sie bei ihren Tauben.

Die Crème de la Crème der Luchstaubenzucht, die sich in Neudrossenfeld traf, hatte neben der Quantität eine Menge an Qualität vorzuweisen. Die 16 Preisrichter bestätigten der Schau hohes Niveau und vergaben 29 Mal die Höchstbenotung "Vorzüglich". Diese Auszeichnung für ihre Tiere erhielten: Kai Schütte aus Borne, Lars Poschizki aus Letschin, Marko Militzer aus Sonnewalde, Josef Windorfer aus Waldkirchen, Rudolf Plendl aus Eichendorf, Manfred Hauser aus Teisendorf, Michael Ott aus Schnaittenbach, Stefan Weiß aus Mitterteich, Hermann Wegener aus Altfalter, Christian Dutschmann aus Kubschütz, Jochen Wenner aus Neukieritsch, Mario Guth aus Reichelsheim, Jens Jacob aus Weischnitz, Hartmut Westerwarp aus Wietzen, Stefan Idling aus Bocholt, Willi Weidmann aus Theres, Klaus Beckmeier aus Horn-Marienberg, Norbert Demleitner aus Pfreimd, Roland Hamann aus Schönburg, Herbert Schlosser aus Schnaittenbach und Ludwig Schedl aus Wurz.

Mit guten Noten wurden aus der Region die Luchstauben der beiden Fichtelberger Rudi Spranger und Stephan Müllinger sowie von Christian Braun aus Creußen bewertet.

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Horst Wunner
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Veröffentlicht am:
09. 01. 2020
17:54 Uhr

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Horst Wunner

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Veröffentlicht am:
09. 01. 2020
17:54 Uhr



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