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Kulmbach

Impulse für den Wirtschaftsstandort

Der Landkreis Kulmbach präsentiert sich bundesweit als Gründerregion für neue Unternehmen. Praxisbeispiele motivieren auf dem Weg hin zur Selbstständigkeit.



Der Wirtschaftsstandort Kulmbach ist geprägt von einem vielseitigen Branchenmix. Im Landkreis sollen sich junge Unternehmen genauso wohlfühlen wie die bestehenden. Das Landratsamt kooperiert mit dem Bundeswirtschaftsministerium und plant unter anderem Imagefilme aus der Gründerszene. Foto: Stefan Linß
Der Wirtschaftsstandort Kulmbach ist geprägt von einem vielseitigen Branchenmix. Im Landkreis sollen sich junge Unternehmen genauso wohlfühlen wie die bestehenden. Das Landratsamt kooperiert mit dem Bundeswirtschaftsministerium und plant unter anderem Imagefilme aus der Gründerszene. Foto: Stefan Linß  

Kulmbach - Gute Ideen gibt es viele. Nicht jede schafft es auf Anhieb bis zur Verwirklichung. In Kulmbach ist vor einigen Wochen der Versuch misslungen, den ersten Unverpackt-Laden ins Leben zu rufen. Das Projekt "Glasvoll" wollte den Kunden Lebensmittel ohne Verpackung anbieten. Doch die Neugründung scheiterte bislang am nötigen Startkapital. Es braucht Motivation, um dranzubleiben und nicht aufzugeben. Der Landkreis Kulmbach will dafür Impulse bieten und zusammen mit dem Bundeswirtschaftsministerium für den Weg in die Selbstständigkeit werben. Die zahlreichen positiven Beispiele erfolgreicher Unternehmensideen in der oberfränkischen Gründerregion stehen dabei Pate.

Beratungstage der Gründeragentur

Zur Unterstützung heimischer Existenzgründer und Jungunternehmer bietet die Gründeragentur Kulmbach Beratungstage an. Nächster Termin ist Donnerstag, 18. Juli.

Die Beratungstage finden regelmäßig im Landratsamt Kulmbach statt und werden initiiert von der Wirtschaftsoffensive Kreis Kulmbach zusammen mit den Aktivsenioren Bayern sowie den Existenzgründerberatern der IHK.

Angehende Selbständige und junge Unternehmer können in vertraulichen Einzelgesprächen Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Gründung der eigenen Firma erhalten. Die Beratung reicht von Fragen zur Rechtsform des Unternehmens über Hinweise zur sozialen Absicherung, von Finanzierungsmöglichkeiten der Existenzgründung bis hin zur Prüfung des Unternehmenskonzepts. Auch Probleme, die in der Anfangsphase eines bereits gegründeten Unternehmens auftauchen, können bei dem Termin erörtert werden.

Die Beratung ist kostenlos und vertraulich, weshalb eine vorherige Anmeldung erforderlich ist. Interessenten werden gebeten, einen Termin bei Klemens Angermann unter der Telefonnummer 09221/707-160 oder bei Michael Beck unter 09221/707-124 zu vereinbaren. Dort gibt es auch Informationsmaterial zum Thema Selbstständigkeit.


Erfinderinnen landen Verkaufsschlager: Bundesweite Aufmerksamkeit haben zuletzt Carolin Schubert und Marcella Müller erhalten. Die beiden Kulmbacherinnen sind die Erfinderinnen der Waschies. Die weichen Abschmink- und Waschpads bestehen aus Mikrofasern und reinigen die Haut allein mit Wasser. Die Waschies sind saugfähig und wiederverwendbar und haben sich als Verkaufsschlager erwiesen. Initialzündung war der Auftritt in der TV-Sendung "Die Höhle der Löwen" im September vergangenen Jahres, die Frankenpost berichtete. Seitdem sind die Kulmbacher Waschies im Online-Handel und in zahlreichen Warenhaus-Ketten zu haben.

Kooperation mit dem Bundeswirtschaftsministerium: Die Geschichten von erfolgreichen Unternehmensgründerinnen wie Carolin Schubert und Marcella Müller können Motivation sein, ebenfalls den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Die Wirtschaftsförderung im Landkreis Kulmbach möchte eine Auswahl der vielen verwirklichten Gründerideen darstellen und setzt dabei auf das Bundeswirtschaftsministerium.

Das Bundesministerium für Wirtschaft verfolgt das Ziel, den Gründer- und Unternehmergeist in Deutschland zu stärken. Zu diesem Zweck läuft eine Gründungsoffensive, in deren Rahmen eine neue Videoreihe entstehen soll. Die Filme werden einem breiten Publikum einen Einblick geben, welche Herausforderungen und Erfolge einen Existenzgründung bringen kann. Der Titel der Videoreihe lautet "Gründen in Deiner Region - Gut für Dich. Gut für Deutschland".

Das Ministerium will die Gründungsregionen in Deutschland, deren Umfeld und die einzelnen Gründer porträtieren. Sie werden später unter anderem auf der Website der Gründungsoffensive unter der Adresse www.bmwi.de zu sehen sein.

Ein positives Umfeld: Der Landkreis Kulmbach will mitmachen und dabei sein. "Wir möchten mit Berlin in Kontakt bleiben", kündigt Wirtschaftsförderer Klemens Angermann an. Der Landkreis sei höchst aktiv, wenn es darum geht, bestehenden Unternehmen wie auch den Startup-Unternehmen passende Rahmenbedingungen und ein positives Umfeld zu bieten. "Das Kulmbacher Land hat eine dynamische Gründerinnen- und Gründerkultur", sagt Angermann.

Absage für die Regionalkonferenz: Anfang dieses Jahres hatte Landrat Klaus Peter Söllner an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier geschrieben, und sich darum beworben, Ausrichter für eine von bundesweit vier Regionalkonferenzen der Gründungsoffensive zu werden. Daraus wird leider nichts, teilte Klemens Angermann mit. Aus Berlin kam eine Absage, weil zu viele Bewerbungen vorliegen.

Stattdessen ergibt sich nun mit der Teilnahme an dem bundesweiten Videoprojekt eine andere Option für den Landkreis, sagt Klemens Angermann. Das Klima sei für die Wirtschaft im Landkreis positiv und die Zahl der Unternehmensgründungen ist zuletzt gestiegen. Die Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums gebe der Gründerszene nun ein Gesicht und könne das Kulmbacher Land als Gründerregion weiter voranbringen.

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Stefan Linß
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Veröffentlicht am:
16. 07. 2019
17:08 Uhr

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Stefan Linß

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Veröffentlicht am:
16. 07. 2019
17:08 Uhr



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