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Kulmbach

In Kulmbach lebt die Kunst

Vor zehn Jahren wurde der Kulmbacher Kunstverein gegründet, der inzwischen über 200 Mitglieder hat. Der Geburtstag wurde mit der Verschmelzung von Kunst und Genuss gefeiert.



Bildende Kunst trifft Kochkunst: Mit Peter Lauterbach hatten Mitglieder des Kunstvereins Bilder in Essbares umgesetzt, das von Models des CVG im Outfit von Edina Thern präsentiert wurde. Fotos: Klaus Klaschka
Bildende Kunst trifft Kochkunst: Mit Peter Lauterbach hatten Mitglieder des Kunstvereins Bilder in Essbares umgesetzt, das von Models des CVG im Outfit von Edina Thern präsentiert wurde. Fotos: Klaus Klaschka   » zu den Bildern

Kulmbach - Zehn Jahre seien zwar "noch kein richtiges Jubiläum", merkte Vorsitzender Karl-Heinz Greim an, dennoch ein Grund zu feiern. Und das tat der Kunstverein Kulmbach am Montagabend auf vielfältige Weise: "Ästhetik trifft Essthetik" - unter diesem Begriff fasste der Verein das zusammen, was landläufig als Kunst bezeichnet wird, auch wenn es nicht unter einen hehren Begriff von Kunst fällt - Brau-Kunst, Koch-Kunst, Verwandlungs-Kunst und darstellende Kunst. Und hierfür war auch der passende Ort in der Genussregion gefunden: Das MUPÄZ im Kulmbacher Mönchshof, in dem auch die Wiege des Kunstvereins stand.

Dass die seinerzeitige Baustelle für ein museumspädagogisches Zentrum in den sanierungsbedürftigen Hallen der Brauerei nicht auf ewig eine Heimstatt für einen Kunstverein sein könnte, war vor zehn Jahren klar - gegen die Vorstellung des Vorsitzenden Karl-Heinz Greim, wie Landrat Klaus Peter Söllner erinnerte. Die rohen, optisch morbiden Wände der Brauerei erwiesen sich nämlich als idealer Hintergrund, um zeitgenössische Kunst aus der Region zu präsentieren. Daran erinnerte sich auch Sigrid Daum, die damals mit der Konzeption des jetzigen Museumskomplexes befasst war. Von Cornelia Morsch, die damals die Vereinsgründung antrieb, habe sie sich anstecken lassen und "die Bilder für die erste Ausstellung waren gut ausgewählt - sie mussten Kraft haben, um in der eigenwilligen Umgebung genügend präsent zu sein. Die Ausstellung hat viele Menschen begeistert. Auch mich."

In einem Abriss aus der Geschichte der Stadt Kulmbach aus den Anfängen im Kunsthandwerk - mit einem Bogen über in der Stadt durchaus namhafte künstlerisch Tätige - erinnerte der Historiker Dr. Ulrich Wirz an die Anfänge des Kunstvereins. Nach der Jahrtausendwende sei die Frage, warum es in der Stadt Kulmbach, im Gegensatz zu anderen Städten in der Region, keinen Kunstverein gebe, damit beantwortet worden, dass eine "kulturell vielfältig aufgestellte Stadt in dieser Größenordnung einen solchen Verein bräuchte, nur angepackt habe es bisher niemand". Die Idee sei in der Kulmbacher Künstlerszene immer wieder diskutiert worden, "bis schließlich Anfang 2009 Cornelia Morsch die Initiative ergriff".

Fast symbolisch an die Gründungszeit erinnerte die Ausstellung von ausgesuchten Bildern von Gerhard Popp, Cornelia Patschorke, Hye Jeong Chung-Lang, Andreas Schobert, Cornelia Morsch, Günther Wolfrum und einer Abbildung von Nicki Langs "Am unteren Kirchplatz". Sie dokumentierten die Vielfalt des Kunstschaffens im Verein. Darüber hinaus hatten Mitglieder des Vereins bereits am Vormittag die Brücke von der rein ästhetischen zur kulinarischen Kunst geschlagen und unter Anleitung von Maître de Cuisine Peter Lauterbach vom Landgasthof Gräfenthal die Bilder in verzehrbare Speisen verwandelt. Die wiederum präsentierten Models aus dem CVG in extraordinärem Outfit von Edina Thern - von schlanken Blätterteigstangen nach einer peniblen Zeichnung von Cornelia Morsch bis hin zur bleischweren glänzend überzogenen Gewürztorte analog zu einem Gemälde von Gerhard Popp. Darüber hinaus hatten Kunstschüler des CVG - im Sinne von angewandter Kunst - Flaschenetiketten extra für die Jubiläumsfeier gestaltet. Und Schüler von Andreas Schobert hatten die Fassade des MUPÄZ mit einer Lichtinstallation illuminiert. Die ästhetischen Sinnesreize für Augen und Gaumen ergänzten schließlich Event-Percussion & Razzamajazz mit Trommeleien und jazzigen Klängen.

Wiederum symbolisch an seine Anfänge in rohen Industriegemäuern erinnert der Kunstverein am 16. November mit einer weiteren Ausstellung während einer Baupause im Turbinenhaus der ehemaligen Spinnerei.

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Klaus Kaschka

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Veröffentlicht am:
01. 10. 2019
17:04 Uhr

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01. 10. 2019
17:04 Uhr



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