Lade Login-Box.
Topthemen: KinderfilmfestAutonomes Fahren in OberfrankenBilder vom WochenendeBlitzerwarner

Kulmbach

In Stadtsteinach entsteht ein Seniorenzentrum

Auf dem Gelände rund um das Altenheim plant die Caritas eine komplexe Wohnanlage für die ältere Generation. Die jetzige Sozialstation wird abgerissen.



Ein Seniorenzentrum soll in den nächsten drei Jahren zwischen Franken- und Friedhofstraße in Stadtsteinach entstehen.
Ein Seniorenzentrum soll in den nächsten drei Jahren zwischen Franken- und Friedhofstraße in Stadtsteinach entstehen.  

Stadtsteinach - Bereits in der Mitgliederversammlung des Caritas-Kreisverbandes wurde bekannt gegeben, dass das Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Marien in Stadtsteinach erweitern will. Geplant sind weitere 18 Plätze und ein Verwaltungstrakt; die beiden flachen Gebäude an der Frankenstraße, in denen jetzt die Sozialstation untergebracht ist, werden abgerissen.

Tatsächlich soll aber eine komplexe Wohnanlage für Senioren entstehen, die Caritasdirektor Helmar Fexer und Bauunternehmerin Gisela Raab dem Stadtrat in seiner Sitzung am Montagabend bereits mehr oder minder konkret vorstellten. Weitere Gebäude sollen auf der Wiese hinter dem Altenheim bis zur Friedhofstraße entstehen, die etwa zur Hälfte bereits der Caritas, zur anderen Hälfte der Stadt gehört. Am Betrieb des neuen Wohn- und Versorgungskomplexes soll auch die Stadt beteiligt werden.

Die bisherige stationäre Pflegeeinrichtung der Caritas bleibt erhalten und wird mit einem Erweiterungsbau um 18 Plätze aufgestockt. Im Anschluss, an der Friedhofstraße, wird die Firma Raab-Bau zudem Eigentumswohnungen errichten. Die werden barrierefrei und seniorengerecht gestaltet. Deren Bewohner - ob Eigentümer oder Mieter - können im Bedarfsfall auf Haushalts- und Pflegehilfen der Caritas zurückgreifen aber weiterhin in ihren Wohnungen bleiben. Die Baukosten dürften nach bisherigen Erfahrungen bei 3500 Euro pro Quadratmeter liegen.

"In der Heimat wohnen" ist das Prinzip des geplanten Seniorenzentrums; "Zu Hause leben - aber jederzeit versorgt - in einer lebendigen Nachbarschaft - in der alle Akteure vernetzt sind" sind die viel Säulen, auf die sich das Gesamtkonzept stützt. Vergleichbare Projekte hat die Raab-Bau GmbH, Ebensfeld, unter anderem in Bad Staffelstein und Altenkunstadt bereits umgesetzt, die Gisela Raab und Constance Köpke dem Stadtrat vorstellten.

Im neuesten Projekt in Altenkunstadt werden Wohnungen zwischen 41 und 88 Quadratmetern angeboten, die man für den Eigenbedarf oder auch zur Kapitalanlage erwerben und dann vermieten kann. Der gesamte Komplex soll durch einen "Quartiermanager" organisiert werden, einen "Kümmerer" wie ihn Helmar Fexer bezeichnete, der ständiger Ansprechpartner für alle Belange sein soll. Einen solchen wird die Caritas "in einer Anschubfinanzierung" zunächst stellen. Den soll anschließend aber die Kommune anstellen; als Halb- bis Zweidritteltags-Stelle, so dass eine mögliche Vollzeitkraft neben der Organisation des Seniorenzentrums auch noch mit anderen Wohn- und Lehrstands-Aufgaben in der Stadt betraut werden könnte.

Die genaue Ausrichtung des Seniorenkomplexes wird zurzeit eruiert, ebenso der Bedarf an reinem Wohnraum und an benötigter Hilfe und Pflege. Dabei werde man sich aber am speziellen Bedarf aus der Stadt Stadtsteinach orientieren. "Seniorentourismus" von weither sei damit nicht zu erwarten, betonte Fexer auf Nachfrage von Stadtrat Lars Leutheußer. Man orientiere sich am Interesse von Ortsansässigen. Zudem werde an die Wohnungen keine Betreuungspauschale geknüpft wie sonst im Betreuten Wohnen. Betreuungskosten entstünden nur bei wirklicher Inanspruchnahme dieses Angebotes.

Den Zeitrahmen für die Umsetzung des Gesamtprojektes steckten Raab und Fexer mit etwa drei Jahren ab: ein Jahr für Plan- und Genehmigungsverfahren und bis zwei Jahre bis zur endgültigen Fertigstellung.

Autor
Klaus Kaschka

Klaus Klaschka

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
19. 11. 2019
17:24 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Caritas Einrichtungen im Pflegebereich Pflegeheime Senioren Seniorenheime Seniorenzentren Stadt Stadtsteinach Wohnbereiche Wohnen Wohnungen seniorengerecht
95346 Stadtsteinach
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Das Stadtsteinacher Seniorenheim St. Marien ist seit Anfang Oktober in eine von der Caritas getragenen gemeinnützigen GmbH eingegliedert worden. Das Haus soll von 74 auf 80 Plätze erweitert werden. Dafür soll ein Trakt abgerissen und größer neu aufgebaut werden. Foto: Archiv

31.10.2019

St. Marien auf neuen Wegen

Das Stadtsteinacher Seniorenheim ist in die Gemeinnützige Caritas- Gesellschaft St. Heinrich und Kunigunde eingegliedert. In dem Haus sollen weitere Plätze entstehen. » mehr

Er will weitermachen: Roland Wolfrum strebt eine dritte Amtszeit als Stadtsteinacher Bürgermeister an. Bei der Nominierungsversammlung konnte er die Stimmer aller wahlberechtigten anwesenden Mitglieder auf sich vereinigen. Unser Bild zeigt Wolfrum (vorne, Mitte) zusammen mit seiner Frau Iris (links daneben) sowie mit den Stadträten Marga Schramm (vorne rechts) und (hinten von links) Karin Witzgall, Knud Espig und Wolfgang Hoderlein. Rechts Wahlleiter Ingo Lehmann. Fotos: Klaus Rössner

17.11.2019

Roland Wolfrum will weitermachen

Der Stadtsteinacher Bürgermeister strebt eine dritte Amtszeit an. Die SPD nominierte ihn einstimmig . Doch reibungslos lief die Aufstellung im "Ratskeller" dennoch nicht. » mehr

Voll besetzt war die Steinachtalhalle zur Seniorenweihnachtsfeier der Stadt Stadtsteinach.	Fotos: Klaus Klaschka

17.12.2019

Stadtsteinach wird seniorengerechter

Roland Wolfrum und Marga Schramm berichten von positiven Veränderungen. Unter anderem sollen spezielle Wohnungen geschaffen werden. » mehr

Verschiedenste Stationen müssen junge Menschen, die sich für eine Ausbildung in der Pflege entscheiden, jetzt schon durchlaufen. Vom kommenden Jahr an lernen die angehenden Pflegefachkräfte den Klinikbetrieb ebenso kennen wie die Altenpflege und können sich später für eine Spezialisierung entscheiden. Foto: Klinikum Kulmbach

10.12.2019

Pflegeschulen suchen die Gemeinsamkeit

Die generalistische Ausbildung macht eine enge Kooperation zwischen den Schulen für Kranken- und Altenpflege im Kreis nötig. Eine Vereinbarung steht kurz vor dem Abschluss. » mehr

Um die mittel- bis langfristige Schaffung von Wohnraum in Stadtsteinach ging es beim jüngsten "Treffen an der Feuertonne" des SPD-Ortsvereins am "Rodelhang". Rechts im Bild SPD-Ortsvereinsvorsitzender und Bürgermeister Roland Wolfrum.	Foto: Klaus Klaschka

27.08.2019

Lieber klein, aber fein

Wie sieht Wohnen in der Zukunft in Stadtsteinach aus? Die SPD macht sich dazu Gedanken und bringt auch Mehrgenerationenhäuser ins Spiel. Große Wohngebiete sollen es aber eher nicht sein. » mehr

Am Steilhang des sogenannten Schulwalds haben sich mittlerweile Tannen selbst ausgesät, die so gut wie nicht verbissen werden, unter anderem weil das Wild auf speziell angelegte Äsungsflächen abgelenkt wird.

19.01.2020

Den Wildverbiss gut im Griff

Im Bereich Stadtsteinach arbeiten Waldbesitzer und Jäger hervorragend zusammen. Das ist in Zeiten des Klimawandels wichtiger denn je zuvor. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Auftaktveranstaltung zum Klimaschutz

Klimaschutz-Auftakt | 22.01.2020 Hof
» 36 Bilder ansehen

Faschingsgilde Marktredwitz-Dörflas Marktredwitz

Gala-Abend Faschingsgilde in Marktredwitz | 18.01.2020 Marktredwitz
» 37 Bilder ansehen

Cheerleading-Championship

Cheerleading-Championship Süd-Ost | 23.01.2020 Hof
» 200 Bilder ansehen

Autor
Klaus Kaschka

Klaus Klaschka

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
19. 11. 2019
17:24 Uhr



^