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Kulmbach

Jahrelang im Einsatz für andere Menschen

Der Landkreis Kulmbach zeichnet Reinhard Holhut, Volker Täuber, Ella Glenk, Michael Weich, Günther Bär und Michael Schramm für ihre Verdienste im Ehrenamt aus.



Die neuen Träger der Ehrennadel des Landkreises Kulmbach für besondere Verdienste im Ehrenamt mit den Laudatoren, den Bürgermeistern ihrer Heimatgemeinde und Landrat Klaus Peter Söllner. Foto: Werner Reißaus
Die neuen Träger der Ehrennadel des Landkreises Kulmbach für besondere Verdienste im Ehrenamt mit den Laudatoren, den Bürgermeistern ihrer Heimatgemeinde und Landrat Klaus Peter Söllner. Foto: Werner Reißaus  

Kulmbach - Die Übergabe der Ehrennadel des Landkreises Kulmbach für besondere Verdienste im ehrenamtlichen Bereich hat in der Vorweihnachtszeit schon Tradition und nicht von ungefähr wählte Landrat Klaus Peter Söllner den "Internationaler Tag des Ehrenamtes" für die Veranstaltung. Der Mittwochabend stand deshalb ganz im Zeichen des Dankes und der Würdigung herausragender Leistungen im Ehrenamt: Die Ehrennadel nahmen Reinhard Holhut (Kupferberg), Volker Täuber (Kasendorf), Ella Glenk und Michael Weich (beide Kulmbach), Günther Bär (Ludwigschorgast) und Michael Schramm (Marktleugast) entgegen. Das Duo "Thomka" mit Katharina Hargens (Gitarre) und Thomas Eschenbacher (Saxofon) umrahmte die Feier musikalisch..

Landrat Söllner betonte, dass ihn der Gedenktag mit großer Dankbarkeit und mit großem Respekt vor der enormen Leistung so vieler Bürger erfüllt, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement das Zusammenleben in den Städten und Gemeinden des Landkreises eindrucksvoll prägen: "Sie schenken ihren Mitmenschen unglaublich viel ihrer Lebenszeit - das wertvollste Geschenk überhaupt - und das an 365 Tagen im Jahr, ganz selbstverständlich, ohne die geringste Gegenleistung zu erwarten." Die neuen Träger der Ehrennadel bezeichnete der Landrat als den "Schlüssel zum Miteinander" in den Gemeinden.

Die Ehrennadel des Landkreises Kulmbach für besondere Verdienste im ehrenamtlichen Bereich gehe in diesem Jahr an sechs verdiente Bürgerinnen und Bürger, die sich für andere Menschen, für eine bestimmte Sache oder für eine tolle Idee einsetzen. Seit 2006 wurde die Ehrennadel an 98 Personen verliehen. Söllner sagte: "Sie haben sich weit über das als normal gültige Maß hinaus für das Gemeinwohl engagiert. Sie setzen Ihre persönlichen Fähigkeiten zum Wohl der Gesellschaft ein. Im Kleinen leisten sie wertvolle Dienste für die unmittelbaren Nächsten, im Großen leisten sie unverzichtbare Dienste für unsere Demokratie."

Laudator Horst Degelmann, der die Verdienste von Reinhard Holhut im Bereich Kultur, Musik und Gesang würdigte, bezeichnete es als beeindruckend, welch vielfältiges ehrenamtliches Wirken Holhut vereint: "Er gibt bei den Bürgermeistern unseres Landkreises den Ton an, er gilt als Wegbereiter des mittlerweile sehr beliebten Wirtshaussingens und er ist ein profunder Kenner der Bergbaugeschichte in der Region." Die Musik und besonders der Gesang nehmen dabei einen großen Raum ein. "Großes musikalisches Talent wurde Reinhard Holhut schon in die Wiege gelegt. Als Lehrer wusste er dieses Talent pädagogisch wertvoll einzusetzen, im Musikunterricht oder als Leiter des Schulchors," sagte Degelmann. Zum veritablen Chorleiter ist Holhut beim Bürgermeisterchor avanciert und er setzt sich für die kulturelle Vielfalt in seiner Heimatstadt ein. "Er ist eine Instanz in Kupferberg, was die Kenntnisse der Ortsgeschichte anbelangt. Sowohl die erste als auch die zweite Auflage einer umfangreichen Ortschronik stammt aus seiner Feder." Große Verdienste hat sich Holhut auch um den Aufbau und Erhalt des Bergbau-Museums erworben.

Laudator für den Bereich Sport war Lothar Seyfferth. Er betonte, dass sich der SSV Kasendorf glücklich schätzen kann, einen Mann wie Volker Täuber mit Managerqualitäten an der Spitze des Vereins zu wissen. Beim SSV engagiert sich Täuber schon seit 1986. Seyfferth sagte: "Die Jugendarbeit war seinerzeit das Einstiegstor und als A- und C-Jugendtrainer oder Betreuer kümmerte er sich etliche Jahre um die Ausbildung des Fußballnachwuchses. Zahlreiche sportliche Erfolge waren das Ergebnis seiner kontinuierlichen Trainingsarbeit." Täuber sehe die Jugendarbeit im Sport als lohnende Zukunftsinvestition, denn dort werden wichtige Kompetenzen gefördert, die die gesamte Persönlichkeitsentwicklung beeinflussen. "Er schafft es, dass alle Abteilungen im Verein an einem Strang ziehen. Volker Täuber ist ein Macher und Gestalter, der sich um den Sport große Verdienste erworben hat. Er ist ein Vorbild im Ehrenamt und Leistungsträger im Sport, der sich unermüdlich für die Allgemeinheit einsetzt."

Jürgen Dippold würdigte die Verdienste von Ella Glenk und Michael Weich im Bereich Rettungsorganisationen. Er machte deutlich, dass eine Organisation wie das Bayerische Rote Kreuz viele Bürger kennt, die sich selbstverständlich und fast ein ganzes Leben lang als "Dauerläufer im Ehrenamt" einbringen. Solch ein wertvoller Mensch ist Ella Glenk: "Sie hat ein halbes Jahrhundert lang das BRK Kulmbach geprägt. Mit bewundernswerter Kraft und Hingabe stellte sie sich mit ihrem Engagement BRK-Sozialdienst für das Gemeinwohl zur Verfügung. Unvorstellbar die Anzahl der Blutspender, denen Ella Glenk in diesem langen Zeitraum begegnet ist, wie viele Menschen sie ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat." Ella Glenk war fünf Jahrzehnte lang die "gute Seele" des BRK-Sozialdienstes. Ihre großartige ehrenamtliche Lebensleistung verdient Hochachtung und Respekt. Von 1977 bis 2001 trug sie als Sozialdienstleiterin Verantwortung und sie war über viele Jahre eine der treibenden Kräfte des beliebten Seniorenangebotes maßgeblich beteiligt.

Dippold bezeichnete Stadtbrandmeister Michael Weich als einen Leistungsträger bei den Rettungsorganisationen, der seit Jahren zu den Aktivposten in der Feuerwehr Kulmbach zählt: "In vorbildlicher Weise verrichtet er seinen Dienst und genießt als Führungspersönlichkeit in der Wehr höchste Anerkennung." Bereits mit 17 Jahren trat Michael Weich in die Feuerwehr ein und hat sich in 40 Jahren aktiven Dienst ein überragendes fachliches Wissen angeeignet. Dippold sagte: "Feuerwehrweggefährten schätzen an ihm seine große Hilfsbereitschaft und dass er unwahrscheinlich gut auf andere Menschen zugehen kann. Er ist eben Feuerwehrmann mit Leib und Seele und gäbe es die Freiwillige Feuerwehr nicht, würde Michael Weich sie wohl höchst persönlich erfinden." Ein großes Anliegen sei ihm die Jugendarbeit innerhalb der Feuerwehr. Michael Weich präge seit vielen Jahren das Einsatzgeschehen bei den Wehren im gesamten Landkreis Kulmbach.

Laudatorin Elisabeth Weith verwies bei der Auszeichnung von Günter Bär im Bereich Soziales darauf, dass innerhalb der Evangelischen Kirche die Ehrenamtskultur sehr stark ausgeprägt ist. Ein Mann, der diese Überzeugung innerhalb der Kirche in beeindruckender Weise lebt, ist Günther Bär. "Als evangelischer Christ hat er die Gemeindearbeit und den Gemeindeaufbau an zahlreichen Stellen bereichert, nicht allein in Untersteinach. Er zählt auf Dekanatsebene zu den prägenden Persönlichkeiten und bringt sich beeindruckender Weise in den verschiedensten kirchlichen Gremien ein." In der Kirchengemeinde Untersteinach wurde Günther Bär erstmalig 1988 in den Kirchenvorstand berufen und während der letzten sechs Jahre erfüllte er mit großem Engagement das Amt des Vertrauensmannes. In vielen Kirchengemeinden im gesamten Dekanat übernehme Günther Bär als Lektor oder Prädikant regelmäßig Gottesdienste und erfüllt damit eine sehr wichtige ehrenamtliche Aufgabe.

Im Bereich Jugendarbeit würdigte Sabine Knobloch die Arbeit von Michael Schramm . Er engagiere sich seit über 20 Jahren für die offene Jugendarbeit in Marktleugast und ist Initiator der "Schmiede". Knobloch sagte: "Michael Schramm setzt sich mit großem Engagement für die Belange der Jugend in Marktleugast und Umgebung ein. So war es für ihn nur logische Konsequenz, sich auch kommunalpolitisch zu engagieren. Und dies mit großer Intensität: Von 2005 bis 2012 trug er für die Kreisgruppe Kulmbach der Jungen Freien Wähler als Vorsitzender Verantwortung. Vier Jahre war er stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Freien Wähler Bayern. In diese Zeit fiel auch die Herausgabe des Schulwegweisers im Landkreis Kulmbach, an dem er maßgeblich mitgewirkt hat. Mittlerweile gibt es acht Ausgaben dieses Nachschlagewerks." Die Bandbreite seines Engagements reiche noch weiter, denn als heimatverbunden, bodenständiger Mensch ist ihm auch die Brauchtumspflege ein Anliegen. Sabine Knobloch: "An der vorbildlichen Jugendarbeit in den Gemeinden Marktleugast und Grafengehaig hat Michael Schramm zweifelsohne maßgeblichen Anteil."

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
06. 12. 2018
17:58 Uhr

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Werner Reißaus

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06. 12. 2018
17:58 Uhr



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