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Kulmbach

Jugend bekommt eigenen Raum

Die Stadt Stadtsteinach lässt einen Anbau am Rathaus herrichten, trotz einiger Bedenken wegen bisheriger Sachbeschädigungen. Die Schule soll bald barrierefrei sein.



Über eine Rampe wird das Stadtsteinacher Schulhaus künftig von der Alten Pressecker Straße her barrierefrei zugänglich sein. Der Stadtrat sah sich die Situation dort am Samstag bereits an und vergab den Auftrag nun in seiner Sitzung am Dienstagabend. Fotos: Klaus Klaschka
Über eine Rampe wird das Stadtsteinacher Schulhaus künftig von der Alten Pressecker Straße her barrierefrei zugänglich sein. Der Stadtrat sah sich die Situation dort am Samstag bereits an und vergab den Auftrag nun in seiner Sitzung am Dienstagabend. Fotos: Klaus Klaschka   » zu den Bildern

Gut meint es der Stadtsteinacher Stadtrat nach wie vor mit der Jugend, möchte sich aber auch nicht auf der Nase herumtanzen lassen. Stadtrat Wolfgang Heiß brachte es in der Sitzung am Dienstag auf den Punkt: "Etwas für die Jugend tun ist schön und positiv. Aber - siehe Skaterplatz - so kann es eigentlich nicht sein.” Deshalb war Heiß zunächst auch skeptisch beim Ansinnen des Jugendparlaments, im kleinen Anbau hinter dem Rathaus einen eigenen Treffpunkt eingerichtet haben zu wollen. Er pflichtete dem Wunsch dann aber doch bei, nachdem ihm sein Fraktionskollege und Jugendsprecher Harald Hempfling versichert hatte, dass der neue Jugendraum kein "open house” sein werde. Der neue Jugendraum werde nur zugänglich sein, wenn ein erwachsener Betreuer”dabei sei.

Wie Hempfling sagte, sind "90 Prozent der Jugendlichen voll in Ordnung”. In fast jeder Gruppierung gebe es aber Chaoten, nach denen man die Mehrheit jedoch nicht beurteilen solle. Dem pflichtete auch die weitere Jugendsprecherin im Stadtrat, Karin Witzgall, bei; ebenso Fraktionskollege Winfried Hempfling: "Wir haben zwar schlechte Erfahrungen am Skaterplatz, aber im Grunde zeigen unsere Jugendlichen guten Willen.”

Wolfgang Heiß selbst war im vergangenen Jahr auf eigene Kosten mit Bagger und Walze am Skaterplatz angerückt, hatte den Erdhügel neben dem asphaltierten Platz für Mountainbiker befestigt und auf dem befestigten Platz weitere Hürden für Skater und Biker angelegt. Das Unterstellhäuschen dort hatten Jugendliche im Frühsommer einen ganzen Nachmittag lang selbst bemalt. Über Nacht war deren Arbeit dann aber überschmiert worden. "Und jetzt wird sogar das Wasserhäuschen neben dem Platz zerstört. Es regnet bereits durchs Dach,” merkte Heiß an.

Der Skaterplatz werde jetzt per Bewegungsmelder und Videokamera überwacht, teilte Bürgermeister Roland Wolfrum dazu mit. Bei weiteren Zerstörungen gehen die Aufzeichnungen dann zur Polizei. Mit einer weiteren Videokamera würde auch der Vorplatz des Jugend-Häuschens überwacht. Dort wolle man nämlich auch eine Toilette einbauen, die nicht nur für die Jugendlichen gedacht, sondern öffentlich sein soll. Die Toilette im Rathaus sei nur zu den Dienstzeiten öffentlich zugänglich.

In dem neuen Jugendraum, den die Jugend mit Hilfe des Bauhofs selbst herrichten soll, würde man gerne eine Küche installieren, sagte Karin Witzgall zu dem Vorhaben. Laut Schätzung von Architekt Hans Spindler, so sagte Bürgermeister Wolfrum, würde die Installation für Wasser und Abwasser etwa 5500 Euro kosten. Weitere etwa 6000 Euro würde der Einbau einer Toilette kosten. Knud Espig regte an, den Jugendraum auch mit WLAN zu versorgen. "Ohne das geht es doch heutzutage nicht mehr.” Wie das vom Verteiler zum öffentlichen WLAN an der Vorderseite des Rathaus machbar ist, werde man prüfen, sagte Bürgermeister Wolfrum zu. Dem Jugendraum inklusive Wasseranschluss und WC stimmte der Stadtrat schließlich einstimmig zu.

Weiteres Thema am Dienstag war die beabsichtigte Generalsanierung des Schulhauses. Die Kosten hierfür werden auf 7,6 Millionen Euro geschätzt. Kompliziert ist die Förderung. Nach Maßgabe der Bezirksregierung muss nun zunächst im Rahmen eines sogenannten VgV-Verfahrens ein geeignetes Planungsbüro ermittelt werden, da das Architektenhonorar über 221 000 Euro liegen wird. Zudem muss festgestellt werden, dass die Generalsanierung nicht weniger als ein Viertel eines Neubaus kosten werde. Das sind derzeit 4297 Euro pro Quadratmeter. Außerdem muss ein "Flächenraumprogramm” beantragt werden.

Diesen Maßnahmen stimmte der Stadtrat zu, ebenso der Auftragsvergabe für die Schlosserarbeiten am Eingang zur Alten Pressecker Straße im Zug der derzeitigen Sanierungsmaßnahmen am Altbau der Schule. Den Zuschlag bekam die Bamberger Firma Burkardt GmbH für 14 781 Euro. Da für das weitere Gewerk "Außenanlagen” kein Angebot eingegangen war, soll Burkhardt zudem für den Bau der Rampe zum barrierefreien Zugang ins Schulhaus angefragt werden.

Autor
Klaus Kaschka

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Veröffentlicht am:
24. 10. 2018
17:40 Uhr

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24. 10. 2018
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