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Kulmbach

Kelterei investiert Millionen

Die Plassenburg-Kelterei in Bad Berneck baut eine neue Produktionshalle. Außerdem sucht die Firma einen neuen Geschäftsführer.



Auf Hochtouren läuft die Apfelsaftproduktion gerade bei der Kelterei Plassenburg. Aufsichtsratschef Herbert Hubmann packt mit an. Foto: Ralf Münch
Auf Hochtouren läuft die Apfelsaftproduktion gerade bei der Kelterei Plassenburg. Aufsichtsratschef Herbert Hubmann packt mit an. Foto: Ralf Münch  

Bad Berneck - Neuanfang bei der Plassenburg-Kelterei: In eine neue Produktionshalle am Standort Bad Berneck will der genossenschaftlich geführte Betrieb deutlich mehr als eine Million Euro investieren. Gleichzeitig wird ein neuer Geschäftsführer gesucht.

Schon seit zehn Jahren plane man die Investition, nun habe es endlich grünes Licht gegeben, nachdem Vorstand und Aufsichtsrat sich in diesem Jahr für den Verbleib in Bad Berneck entschieden hätten, sagt Herbert Hubmann, seit sieben Jahren Aufsichtsratsvorsitzender. Derzeit führt er auch übergangsweise die Geschäfte. Von Sven Distler, der zum Jahresanfang als Nachfolger für den ausgeschiedenen Markus Wolfrum als Geschäftsführer eingestellt worden war, habe man sich noch in der Probezeit wieder getrennt. Zu den Gründen wollte Hubmann keine Angaben machen.

Die 1951 in Kulmbach gegründete Plassenburg-Kelterei hatte Ende der fünfziger Jahre die ehemalige Fleischfabrik in Bad Berneck gekauft und produziert seitdem dort Obstsäfte. Im Betriebsjahr 2017/18 kam die Kelterei auf rund vier Millionen Liter Saft und erzielte einen Umsatz von rund 2,5 Millionen Euro, sagt Hubmann.

Das Produktionsgebäude sei allerdings längst veraltet und ermögliche keine optimalen Arbeitsabläufe. Die Abfüllung findet jetzt auf 350 Quadratmetern, verteilt auf zwei Geschosse, statt. In der neuen Halle sollen rund 600 Quadratmeter auf einer Ebene zur Verfügung stehen. Die jetzige Abfüllanlage werde zum großen Teil in die neue Produktionshalle übernommen, neue Bänder würden aber nötig sein.

Hubmann rechnet mit Kosten von 1,2 bis 1,5 Millionen Euro für den Neubau direkt neben der jetzigen Produktionsstätte. Zu 40 Prozent werde die Investition aus Eigenmitteln finanziert, außerdem werde eine 20-prozentige Förderung beantragt, der Rest werde fremdfinanziert. Der eine oder andere zusätzliche Arbeitsplatz könne neu geschaffen werden, derzeit arbeiten 18 Beschäftigte in der Kelterei.

Der Baubeginn ist im Frühjahr geplant, in einem Jahr, zum Beginn der Erntesaison 2020, soll alles fertig sein, sagt Hubmann. Nach Auskunft von Bad Bernecks Bürgermeister Jürgen Zinnert ist das Vorhaben im Bauausschuss bereits einstimmig genehmigt worden. Zinnert sieht in der Investition ein "Bekenntnis zum Standort Bad Berneck, und das freut den Bürgermeister natürlich".

Gerade läuft die Apfelanlieferung auf Hochtouren, die Kelterei verarbeitet das Obst von rund 1500 Genossenschaftsmitgliedern - vom kleinen Apfelbaumbesitzer bis zum Obstbauern mit Streuobstwiesen. Anlieferungsstellen gibt es an mehreren Orten in Oberfranken, Mittelfranken, der Oberpfalz und Südthüringen. Auch für eine Südthüringer Marke produziert die Kelterei Saft. Neben dem Apfelsaft aus regionalen Früchten verarbeitet die Kelterei auch Trauben und Orangen zu Direktsäften. Zudem werden Säfte aus zugekauften exotischen Früchten produziert.

Autor

Peter Rauscher
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Veröffentlicht am:
01. 10. 2019
16:38 Uhr

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Peter Rauscher

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Veröffentlicht am:
01. 10. 2019
16:38 Uhr



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