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Kulmbach

Aus dem Gemeinderat Ködnitz

Kita-Umbau wird zum Zankapfel

Die Erweiterung der Fölschnitzer Kindertagesstätte soll knapp zwei Millionen Euro kosten. Der Gemeinderat einigt sich erst nach langer Diskussion.



Vor allem das Dach der Kindertagesstätte in Fölschnitz wurde im Gemeinderat intensiv diskutiert. Foto: Werner Reißaus
Vor allem das Dach der Kindertagesstätte in Fölschnitz wurde im Gemeinderat intensiv diskutiert. Foto: Werner Reißaus  

Ködnitz - In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Ködnitz wurde lang und breit diskutiert: Wie soll der Umbau der Kindertagesstätte in Fölschnitz aussehen? Lange Zeit war man sich über Art, Ausmaß und Ausführung nicht einig. Über eine Stunde nahm die Beratung in Anspruch, und vorübergehend sah es so aus, als würden sich die Räte überhaupt nicht einigen können, so konträr waren die Ansichten. Schließlich gab es doch einen einstimmigen Beschluss. Und damit es flott geht, beantragte das Gremium gleichzeitig einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn - und natürlich Fördermittel. Derzeit rechnet die Gemeinde mit Kosten von rund zwei Millionen Euro. Für den Bauträger, Gesamtkirchengemeinde Kulmbach, war es wichtig, dass der Rat zu einer Entscheidung kommt, denn die Antragsfrist bei der Regierung für Oberfranken für die Mittelgewährung endet am 31. August.

Bürgermeister Stephan Heckel-Michel (CSU) verwies darauf, dass das Architekturbüro Schmidt, Kulmbach nach der letzten Sitzung des Gemeinderates und des Kirchenvorstandes Untersteinach die Pläne überarbeitet hat. Der Kirchenvorstand wird aller Voraussicht nach in seiner nächsten Sitzung grünes Licht für den Umbau geben. Die Kommune habe sich in der Planungsfindung beteiligt, das gelte auch für deren Umsetzung und die Finanzierung des Projektes. Wobei sich die Gemeinderäte vor allem die Köpfe heiß redeten, ob jetzt der erweiterte Baukörper ein neues Dach erhalten soll oder nicht. Klar ist, dass nicht nur Sanierungsmaßnahmen - vor allem energetischer Natur - notwendig werden, sondern auch eine bauliche Erweiterung, zumal die Kinderkrippe auf zwölf Plätze erweitert wurde.

Architekt Matthias Schmidt stellte die geändert Planung vor und mit ihr auch die Alternativen für die Dachgestaltung - vom Satteldach bis zum Pult- und Flachdach. Zusätzlich wurde noch ein kleiner Raum oberhalb des Treppenhauses eingeplant, um dort das Mittagessen leichter anliefern zu können. Gemeinderat Reinhold Dippold (WGK) war wichtig, dass die Planung auch mit dem Personal der Kita abgesprochen ist. Die Mehrkosten eines Satteldachs gegenüber eines Pultdachs bezifferte Schmidt auf rund 85 000 Euro.

Gemeinderat Michael Heisinger (Rangen) beschäftigte vor allem die Frage: "Was spricht dagegen, das vorhandene Dach zu belassen und es energetisch zu sanieren. Es kommt mir so vor, als ob Geld keine Rolle spielt. Warum muss das Dach runter? Wenn wir das Dach lassen, würden wir rund 400 000 Euro sparen. Am Schluss werden wir bei 2,5 Millionen Euro liegen und wir haben immer noch einen Altbau."

Schmidt erklärte, dass die Kindertagesstätte bis auf den Rohbau zurückgebaut wird und die unterschiedlichen Dachkörper den Eindruck erwecken, es würde sich um die "vereinigten Hüttenwerke" handeln. Heisinger hielt dagegen: "Wir müssen es bezahlen können!" Er befürchtet außerdem, dass die Kosten aus dem Ruder laufen. Einen Neubau unterhalb des jetzigen Baukörpers vorzunehmen, wie Gemeinderat Willi Kolb (SPD) in die Diskussion warf, mache laut Schmidt keinen Sinn. Dritter Bürgermeister Heinz Mösch (CSU) übte Kritik daran, dass sich weder die Kirche noch die Gemeinde um einen Alternativstandort bemüht hätten: "Wir haben die Planung im Juli auf den Tisch bekommen und sollen jetzt unter Zeitdruck im August entscheiden." Mösch vermisste auch die ökologischen Gesichtspunkte bei der Baumaßnahme - wie die Regenwassernutzung und die Anbringung von Heißwasserpanelen auf dem Dach.

Dies soll bei der endgültigen Planung mit einfließen, ebenso die Prüfung, ob der Erhalt des vorhandenen Dachstuhles möglich ist und welche Kosteneinsparung dadurch erzielt werden kann.

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
13. 08. 2019
18:00 Uhr

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Werner Reißaus

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Veröffentlicht am:
13. 08. 2019
18:00 Uhr



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