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Kulmbach

Klangkörper der Spitzenklasse

Das Sinfonische Orchester Marktleugast begeistert bei einem Konzert auf der Naturbühne Trebgast die Besucher vollends: zwei Stunden Blasmusik vom Allerfeinsten.



Mit konzertanten Werken aus der Klassik, Highlights der Filmmusik und anspruchsvollen solistischen Darbietungen überzeugte das Sinfonische Blasorchester des Musikvereins Marktleugast die Besucher der Naturbühne Trebgast. Fotos: Werner Reißaus
Mit konzertanten Werken aus der Klassik, Highlights der Filmmusik und anspruchsvollen solistischen Darbietungen überzeugte das Sinfonische Blasorchester des Musikvereins Marktleugast die Besucher der Naturbühne Trebgast. Fotos: Werner Reißaus   » zu den Bildern

Trebgast - Der Musikverein Marktleugast hatte nicht zu viel versprochen, als er für Sonntagabend mit seinem Sinfonischen Blasorchester zu einem abwechslungsreichen Konzert in die traumhafte Kulisse einlud, wo sonst die Schauspieler der Trebgaster Naturbühne zu Hause sind. Es war ein exzellentes Konzert, das Dirigent Peter Weiß mit seinen knapp 50 Musikerinnen und Musikern bot. Die Besucher waren am Ende vollauf begeistert.

Nicht wenige Musikkenner sprachen von einer nahezu professionellen Leistung des Orchesters, und einer davon war Klaus Müller aus Marktschorgast, der den herrlichen Abend auf den Punkt brachte: "Der Musikverein Marktleugast hat sich unheimlich gut entwickelt. Ich bin begeistert von der Exaktheit und von der Präzession. Der Klangkörper ist wunderbar. Die Musiker haben uns Besuchern ein fantastisches Konzert geboten."

Das hohe Leistungsniveau des Musikvereins Marktleugast hat auch einen Namen, nämlich Peter Weiß. Der erst 28-jährige Dirigent, der frisch von den Flitterwochen aus Marrakesch eingetroffen war, hatte sein Orchester wie immer voll im Griff. Die Begeisterung, die Peter Weiß am Dirigentenpult zeigt, überträgt er auch auf seine Musikerinnen und Musiker. Das gilt in gleicher Weise auch für seinen Stellvertreter und Trompeter Benjamin Schuberth.

Die Moderation des gut zweistündigen Programms übernahm Sebastian Gick mit Witz und Charme. "Wir haben vom Kulmbacher Oberland hier herunter gefunden und wollten eben auch mal ein Gastspiel in dieser wunderbaren Kulisse geben. Da die Kunst ja nicht nur aus dem Theaterspielen besteht, versuchen wir vom Musikverein Marktleugast Ihnen die musikalische Seite, mit Musik verschiedener Genres der moderneren Blasmusik näherzubringen und Ihnen damit einen schönen Abend zu bereiten."

Mit dem Konzertmarsch "Hoch-Heidecksburg" begrüßten die "Leuchätzer" ihre Besucher schmissig und sehr temperamentvoll. Der Marsch wurde 1912 vom thüringischen Militärmusiker Rudolf Herzer komponiert. Danach folgte "Moments for Morricone" von Ennio Morricone, einem der bekanntesten Filmkomponisten unserer Zeit. Mit seinen fast 90 Jahren ist er immer noch als Filmkomponist und als Dirigent seines Orchesters weltweit aktiv. Besonders bekannt sind seine Melodien "Spiel mir das Lied vom Tod", "The Good, the Bad and the Ugly", "Für eine Hand voll Dollar" aus den berühmten Italo-Western Filmen.

Bei dem Stück "Die Post im Wald" übernahm Roland Jonak die Moderation, denn Sebastian Gick spielte als Erster Trompeter das weltweit bekannte Trompetensolo, das er hoch über der Bühne aus dem Wald ertönen ließ. Roland Jonak zum Komponisten Hans Schäfer: "Bevor er das Konzertsolo schrieb, war er bestimmt zu Besuch in Trebgast auf der Naturbühne, denn das Stück passt einfach wunderbar zu dieser Kulisse." Danach zauberte Peter Weiß mit seinen Musikern die Sonne Italiens und das italienischen Flair mit "Bella Italia" auf die Naturbühne. Ja, und dann wuchs Roland Jonak am Xylophon beim ungarischen "Csardas" über sich hinaus. Sebastian Gick stellte dazu fest: "Dass es aber ursprünglich als Virtuosenstück für Geige geschrieben wurde, ist unserem Roland eigentlich ziemlich egal. Hauptsache schnell ist es!" Vor der Pause hatte man mit "Last Call", also der "Letzte Aufruf" auch das passende Stück dabei. Der Schwerpunkt lag in diesem Arrangement auf den Blechinstrumenten. Und Solist Niko Brüger sorgte mit dem Stück "Against all odds" von Phil Collins noch für ein echtes Highlight, als er sein Saxofon geradezu brillant ertönen ließ.

Mit der Fanfare "The Benefication from Sky and Mother Earth" ging es nach der Pause weiter. Sebastian Gick zu dem Stück: "Übersetzt man diesen eher etwas ungewöhnlichen Titel, so soll dieses Musikstück des japanischen Komponisten Satoshi Yagisawa eine Art Lobpreisung an die Gaben des Himmels und der Mutter Erde sein."

Aus dem 2. Satz von "Tirol 1809" wurde der Tiroler Volksaufstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit dem "Kampf am Berg Isel" dargeboten. Mit der Filmmusik "Fluch der Karibik", Guiseppe Verdis "Aida", der "Begegnung" mit den Solisten Marco Seuss, Stefan Kießling junior, Heinrich Rauh und Michael Schuberth sowie "Abba Gold" setzte das Sinfonische Blasorchester noch weitere Highlights. Viele der Besucher schwelgten bei den bekannten Hits der erfolgreichsten Musikgruppe der Musikgeschichte in wunderbaren Erinnerungen. Mit dem Marsch "Jubelklänge" und "One Moment in Time" von Whitney Houston verabschiedete sich der Musikverein Marktleugast mit zwei Zugaben von einem begeistert mitgehenden Publikum.

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
04. 06. 2018
17:06 Uhr

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04. 06. 2018
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