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Kulmbach

Kluge Strategen am CVG

Die Kulmbacher Gymnasiasten behaupten sich erneut im Wettbewerb "Play the Market". Zwei Teams sind eine Runde weiter.



Voller Zuversicht gehen (von rechts) Paul Philipp, Eva Leithner, Sebastian Klenk und Markus Bär ins Halbfinale des Planspiel-Wettbewerbs "Play the Market." Mit auf dem Bild Lehrer Erhard Körber. Foto: Rainer Unger
Voller Zuversicht gehen (von rechts) Paul Philipp, Eva Leithner, Sebastian Klenk und Markus Bär ins Halbfinale des Planspiel-Wettbewerbs "Play the Market." Mit auf dem Bild Lehrer Erhard Körber. Foto: Rainer Unger  

Kulmbach - "Wir wollen nach New York!" Voller Selbstbewusstsein gehen die Schüler des Caspar-Vischer-Gymnasiums, die sich bei Bayerns größtem virtuellem Unternehmensplanspiel "Play the Market" in der Vorrunde mit zwei Teams durchsetzten, ihre nächste Aufgabe im Halbfinale an. Das findet vom 17. bis 19. Mai auf Burg Schwaneck in Pullach im Isartal statt.

In einer Pressekonferenz bei Intersport Leithner erzählten Eva Leithner, Markus Bär, Paul Philipp und Sebastian Klenk, dass der betriebswirtschaftliche Planspiel-Wettbewerb "Play the Market" heuer bereits zum 27. Mal stattfindet. Vom 23. Januar bis 12. März fand die Vorrunde statt. An der beteiligten sich mehr als 2000 Schüler aus ganz Bayern in rund 670 Teams, die aus je zwei bis drei Jugendlichen bestanden. Jedes Team repräsentierte die Geschäftsführer eines mittelständischen Familienbetriebs. Anfangs wurden alle Firmen mit einem Guthaben von 1 250 000 Euro "gleich ausgestattet" und produzierten und verkauften das gleiche Produkt. Die Teams waren auf 30 Märkte aufgeteilt worden, aus denen sich jeweils nur das Gewinnerteam für die nächste Runde qualifizierte. Zum einen ging es bei der Bewertung darum, einen möglichst hohen Jahresüberschuss zu erwirtschaften, zum anderen darum, ein möglichst positives Image durch sozial und ökologisch verantwortungsbewusstes Handeln zu erreichen. Der Internetwettbewerb war dabei in sechs Spielperioden, die je einem Geschäftsjahr entsprachen, aufgeteilt gewesen.

Dieses Jahr war die Herausforderung, das Produkt, einen Smoothie-Shot, an die Marktspitze zu bringen. Das Produkt verkörpert sowohl den Wunsch nach gesunder Ernährung als auch nach Bequemlichkeit.

In den vergangenen vier Jahren schafften es insgesamt fünf Teams des CVG bis ins Finale. Auch heuer ist es eine beachtliche Leistung, dass die Schüler des CVG zwei der besten 30 Teams stellen: Mehr war dieses Mal nicht möglich, denn jeweils zwei Teams des Kulmbacher Gymnasiums waren in den gleichen Markt gelost worden. Eva Leithner und Markus Bär haben es zusammen mit Jannick Ott mit ihrem virtuellen Betrieb "blank canvas" ebenso ins Halbfinale geschafft wie Paul Philipp, Sebastian Klenk und Maximilian Sieber mit der Firma "syndex." Lara Weigel, Lukas Bodenschatz und Marius Michel sind mit "SimpleComplX" ebenso in der Vorrunde ausgeschieden wie Kilian Stapf, Lara Richter und Vanessa Schulz mit "Economic Vision."

Im Halbfinale treten jeweils zehn Teams in drei Märkten an, wobei sich die je drei besten jedes Marktes fürs Finale qualifizieren. Es gibt wieder sechs Spielperioden, allerdings mit einem höheren Schwierigkeitsgrad. Zu vermarkten sind dieses Mal Sneaker, also Sportschuhe. Die Kulmbacher Schüler sind sich einig: Für sie soll das Halbfinale nur eine Zwischenstation sein auf dem Weg zum Finale vom 3. bis 5. Juli in München, bei dem es als ersten Preis eine Sprachreise nach New York zu gewinnen gibt.

Die beiden in der Vorrunde siegreichen Teams gaben bei der Pressekonferenz einen Einblick in ihre unterschiedlichen Strategien. Punktete das Unternehmen "syndex" von Beginn an durch sein stets gutes Image, holte sich der Betrieb "blank canvas" vor allem durch seine immer hohen Absatzmengen den Sieg in seiner Gruppe. Weil sie sich mit ihrem Smoothie-Shot vom Markt abheben wollten, setzten sie auf eine Kombination aus exotischen und heimischen Früchten, die es bis dato so noch nicht gab. Die vier Jugendlichen waren sich einig, dass ihnen die gemachten Erfahrungen, das Durchdenken und die Neuentwicklung von Strategien, viel gebracht haben. Es galt, sowohl auf das Risiko als auch auf die Qualität und das Image zu achten. Dazu zählt auch, Geld für die Mitarbeiter zu investieren.

Lehrer Erhard Körber, der das Planspiel seit vielen Jahren betreut, war begeistert, mit welchem Engagement alle teilnehmenden Jungen und Mädchen zur Sache gingen und wie viel Freizeit sie dafür opferten. Er hatte im Spätherbst Schüler, von denen er meinte, sie würden sich dafür interessieren, angesprochen. In verschiedenen Übungen hatte er sie im Dezember auf den Wettbewerb vorbereitet. Diese Pressekonferenz hilft übrigens, das Finale zu erreichen, denn dadurch erhalten die Teams einen Bonus von 20 Prozent auf das Ergebnis im Halbfinale.

Autor

Rainer Unger
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Veröffentlicht am:
03. 05. 2019
15:40 Uhr

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Rainer Unger

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03. 05. 2019
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