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Kulmbach

Kommt der große Kreisverkehr?

Der Verkehr in Himmelkron wird zunehmend problematisch, ein neues Gewerbegebiet könnte die Situation verschärfen. Die Gemeinde sucht nach Lösungen.



Himmelkron - Auf Einladung des CSU- und JU-Ortsverbandes war kürzlich der bayerische Bauminister Hans Reichhart in Himmelkron, um sich ein Bild von der Verkehrssituation im Bereich der B 303 und der beiden Anschlussstellen an der A 9 sowie im Bereich des bestehenden Gewerbegebiet zu machen. Mit dabei war auch leitender Baudirektor Kurt Schnabel vom Staatlichen Bauamt Bayreuth und der Landtagsabgeordnete Martin Schöffel (CSU).

Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) betonte, dass in den vergangenen Jahren 50 Hektar gewerbliche Fläche erschlossen, 40 Firmen angesiedelt und 1300 Arbeitsplätze geschaffen wurden. "Eine Erfolgsgeschichte", wie der Bürgermeister sagt, "wir nehmen damit in unserem relativ strukturschwachen Landkreis Kulmbach eine gewisse Schrittmacherfunktion ein".

Schneider machte kein Hehl daraus, dass es am Verkehrsknoten Himmelkron zunehmend problematischer wird - vom morgendlichen Stau, den die Pendler haben, wenn sie nach Bayreuth wollen, bis zum Gewerbegebiet, wo die Gemeinde selbst überrannt wurde: "Das müssen wir auch zugeben. Wir haben jetzt gewisse Herausforderungen. Jetzt müssen wir den nächsten Schritt machen und dabei die Probleme der Vergangenheit mit lösen."

Mit Blick auf das umstrittene Gewerbegebiet nördlich der B303 machte Schneider deutlich, dass die Gemeinde Himmelkron diese Flächen mit einer Größenordnung von 24 Hektar im rechtskräftigen Flächennutzungsplan als Gewerbeflächen ausgewiesen hat. "Wir von der CSU und JU Himmelkron streben für unsere Gemeinde eine weitere positive wirtschaftliche Entwicklung an", sagte Schneider. Für das Gebiet liegen bereits erste Planungen eines Investors vor. Im Rahmen der Erschließung, bestehe die Möglichkeit, zwei verkehrstechnische Probleme zu lösen: Sowohl die Abzweigung von der B303 in das bestehende Gewerbegebiet sei an der Belastungsgrenze und auch die Anbindung der B303 an die A9 sei verbesserungsbedürftig. "Die aus unserer Sicht und auch eines Verkehrsgutachtens beste Erschließungsform für unser bestehendes als auch für unser geplantes Gewerbegebiet wäre ein Kreisverkehr", erklärte Schneider. Der Investor würde sich an möglichen Erschließungskosten beteiligen.

Schneider legte Hans Reichhart ein ausgearbeitetes Verkehrskonzept vor: "Wir könnten uns einen fünfadrigen Kreisel gut vorstellen, den man auch noch mit einem Bypass ausstatten kann. Zur Erschließung aller Bereiche und zur Lösung aller Verkehrsprobleme halten wir das für zielführend."

Was Bürgermeister Schneider außerdem noch wichtig war, das ist die Autobahnanschlussstelle zum Süden, die gegenwärtig wegen Arbeiten an der Lanzendorfer Talbrücke gesperrt ist: "Die Verkehrsampel verursacht hier teilweise einen Rückstau von ein bis zwei Kilometer. Wir haben dazu die Überlegung, eine neue Rechtsabbiegespur anzulegen, die wir zur Umsetzung vorschlagen wollen. Wir haben festgestellt, dass diese Verkehrsführung in Oberfranken durchaus schon praktiziert wurde, wie zum Beispiel in Ebersdorf bei Coburg."

Bürgermeister Gerhard Schneider kam abschließend zum Ergebnis: "Wir wollen Zukunft schaffen für die Menschen und die Jugend hier bei uns und dafür brauchen wir letztlich Unterstützung. Ich weiß, dass die Fachbehörden kritisch konstruktiv auf unserer Seite sind und ich vertraue darauf, dass wir das auch noch auf den Weg bringen können." Hans Reichhart versprach, den Vorschlag mit einer neuen Rechtsabbiegespur an der Autobahnanschlussstelle in Richtung München in seinem Ministerium prüfen zu lassen. Gemeinderat und JU-Vorsitzender Sebastian Herrmann dazu: "Diese Idee kam erst vor kurzem auf, weil wir das in Ebersdorf wahrgenommen haben, wo es auch gut funktioniert. Die Überlegung war, ob die Rechtsabbiegespur überhaupt reinpasst. Im nächsten Jahr wird dieser Bereich komplett saniert - und vielleicht wäre das Anlegen einer Abbiegespur im Zuge dieser Arbeiten möglich."

Wie Bürgermeister Schneider in diesem Zusammenhang erklärte, ist der Freistaat dort bereits im Besitz ausreichender Grundstücksflächen. Hans Reichhart sagte zu: "Wenn es hier zu einer Erschließung kommt, dann müssen wir auch eine Lösung finden, um den Verkehr zu steuern. Ob es dann eine Ampel ist, die mit den anderen Ampeln gleichgeschaltet wird oder ein Kreisverkehr, das muss man sich im Detail anschauen. Es gibt für beide Varianten Beispiele, die schon umgesetzt wurden."

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
25. 04. 2019
17:28 Uhr

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Werner Reißaus

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25. 04. 2019
17:28 Uhr



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