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Kulmbach

Kulmbacher Brunnen mit reicher Geschichte

Kulmbach - Wie viele Brunnen es im Kulmbacher Stadtgebiet genau gibt, lässt sich schwer bestimmen. Sicher ist aber: Es sind viele. Und nicht nur die schiere Zahl ist beeindruckend. Die Brunnen sind allemal einen Blick wert.



Auch im Oberhacken kann man sich mit frischem Brunnenwasser kühlen.
Auch im Oberhacken kann man sich mit frischem Brunnenwasser kühlen.   » zu den Bildern

Kulmbach - Wie viele Brunnen es im Kulmbacher Stadtgebiet genau gibt, lässt sich schwer bestimmen. Sicher ist aber: Es sind viele. Und nicht nur die schiere Zahl ist beeindruckend. Die Brunnen sind allemal einen Blick wert. Manche haben eine große Geschichte, manche sind von Kulmbacher Künstlern der neueren Zeit gestaltet, manche sind eher für die ganz praktische Nutzung ausgerichtet und erinnern an Zeiten, in denen die Brunnen noch die Aufgabe hatten, die Menschen und die Tiere mit Trinkwasser zu versorgen. Unser Tipp für einen Sonntagsausflug: Ein Spaziergang zu den Kulmbacher Brunnen lohnt sich allemal, und wer sich dafür den Sommer aussucht, hat gleich auch noch immer wieder Gelegenheit, sich abzukühlen.

Kulmbachs bekannteste Brunnen sind der Luitpoldbrunnen auf dem Marktplatz und der Zinsfelder Brunnen auf dem Holzmarkt. Der prächtige Luitpoldbrunnen, erbaut 1898 nach einem Entwurf des Architekten Martin Dülfer und mit Skulpturen des Bildhauers Eduard Beyrer, wurde während der Nazizeit vom Marktplatz entfernt. Viele Jahre später kehrte der im Bauhof eingelagerte Brunnen auf Wunsch Kulmbacher Bürger an seinen ursprünglichen Platz zurück und ist heute als zentraler Blickfang nicht mehr vom Marktplatz wegzudenken. Auch der Zinsfelder Brunnen, der heute auf dem Holzmarkt steht und dessen markant kostümierte Figur auf der Spitze der Säule wohl zu den meist fotografierten Kulmbachern zählen dürfte, hat bereits Reisen hinter sich. 358 Jahre alt ist dieser Brunnen, dessen achteckiges Becken eine Säule mit reicher Verzierung schmückt. 200 Jahre lang stand dieser Brunnen vor dem Rathaus. Dann, nach dem Bau der Wasserleitung, meinte man in Kulmbach, den Brunnen nicht mehr zu brauchen. Der Brauer Christian Pertsch wurde Eigentümer und stellte ihn auf seiner Reuth auf. 1935 schenkte Pertschs Schwiegersohn den Brunnen an die Stadt zurück. Auf dem Holzmarkt hat der Zinsfelder nun seinen Platz gefunden.

Die prächtigen großen Brunnen an den zentralen Plätzen ziehen natürlich die größte Aufmerksamkeit auf sich. Doch versprochen: Auch die anderen Brunnen im Stadtgebiet haben Aufmerksamkeit verdient. Im Kulmbacher Stadtpark gibt es den Rupperts-Brunnen und den Davids-Brunnen zu bestaunen. Nur ein paar Meter weiter, vor der Milchbar in der Fritz-Hornschuch-Straße findet sich der Waafn-Brunnen, ein Werk der verstorbenen Kulmbacher Künstlerin Ursel Wolf. Wer seinen Weg in die Innenstadt fortsetzt, stößt in der Fußgängerzone unter anderem auf den Gewürzbrunnen.

Im Oberhacken erinnern zwei Brunnentröge daran, welche Aufgabe die Brunnen in früheren Zeiten hatten. Sie lassen Erinnerungen wach werden, als Handwerker und Bürger, Bauern und Fuhrleute zwingend auf diese Wasserstellen angewiesen waren. In der Oberen Stadt stößt man auf den Löwenbrunnen. Nicht weit entfernt, auf dem Platz der Petrikirche, findet sich ein ganz ungewöhnliches Brunnenbauwerk. Wenige Meter weiter in der Oberen Stadt findet sich der Löwenbrunnen und am Röhrenplatz stößt man wieder auf einen Wasserspender, der ganz auf die praktische Nutzung ausgerichtet ist. Auf der Plassenburg war einst der Brunnen lebenswichtig für die Bewohner. Noch heute gibt es die Brunnen im Kasernenhof und im Schönen Hof. Sie bieten buchstäblich tiefe Einblicke.

Es gibt noch viel mehr Brunnen zu entdecken in Kulmbach. Sie zu finden lohnt sich. Versprochen.

Autor

Melitta Burger
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
18. 06. 2019
18:08 Uhr

Aktualisiert am:
18. 06. 2019
18:08 Uhr

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Melitta Burger

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18. 06. 2019
18:08 Uhr

Aktualisiert am:
18. 06. 2019
18:08 Uhr



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