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Kulmbach

Kulmbacher Tafel besteht seit 15 Jahren

Mit einem Gottesdienst feierte die Einrichtung Jubiläum. Dabei blickten die Helfer auf ihre erfolgreiche Arbeit und freuten sich über eine Spende.



Gemeinsam nahmen Dekan Thomas Kretschmar und Pfarrer Hans Roppelt die Segnung des neuen Fahrzeuges vor. Links die Vertreter des Rotaryclubs. Foto: Werner Reißaus
Gemeinsam nahmen Dekan Thomas Kretschmar und Pfarrer Hans Roppelt die Segnung des neuen Fahrzeuges vor. Links die Vertreter des Rotaryclubs. Foto: Werner Reißaus  

Kulmbach - Es war kein Tag des Feierns, sondern ein Tag des Dankes, dass es die Kulmbacher Tafel seit nunmehr 15 Jahren gibt. Deshalb wurde auch das kleine Jubiläum mit einem Dankgottesdienst in der Katholischen Kirche St. Hedwig eröffnet, den Pfarrer Hans Roppelt und Dekan Thomas Kretschmar gemeinsam gestalteten. Die Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Tafel Kulmbach, Elfriede Höhn, konnte im Anschluss die Autoschlüssel für einen nagelneuen Toyata-Kühlwagen aus der Hand von Horst Hohenner vom Rotaryclub Kulmbach in Empfang nehmen. Der Vorsitzende von der "Tafel Bayerns", Peter Zilles, würdigte die großartige und aufopferungsvolle Arbeit von Elfriede Höhe und ihrem Helferteam und überreichte eine Urkunde.

Dekan Thomas Kretschmar verwies auf den Beginn des Monats Oktober, der mit dankbaren Tagen, wie dem Erntedankfest und dem Tag der Deutschen Einheit beginnt. Auch 15 Jahre Kulmbacher Tafel sind ein Tag der Dankbarkeit für eine ehrenamtliche Arbeit vieler Frauen und Männer: "Wir müssen dankbar sein für die Menschen, die sich damals entschieden haben, die Tafel einzurichten." Das erste Info-Treffen fand im März 2004 statt, wie Vorsitzende Elfriede Höhn berichtete, und zwar auf Initiative von Diakonie und Caritas. Alle waren sich einig, dass die Tafeln eine - leider - notwendige Einrichtung sind. Bereits am 24. Mai 2004 wurde der Verein "Kulmbacher Tafel" gegründet. Vorsitzende Elfriede Höhn erinnerte: "Ahnung von Lebensmitteln hatten wir alle nicht, keiner wusste, wo die Reise hingeht. Aber wir wussten, die überschüssigen Lebensmittel mussten an Menschen verteilt, statt entsorgt werden."

Zur offiziellen Inbetriebnahme der "Kulmbacher Tafel" am 4. Oktober 2004 begrüßten die Kulmbacher die damalige Familienministerin Renate Schmidt. Sie war auf Initiative von Beate Laugsch gekommen. Nach 15 Jahren sind immer noch Helfer der ersten Stunde dabei, und es kommen zum Glück auch immer wieder neue und jüngere Helfer dazu, was Elfriede Höhn besonders freute.

Schon nach kurzer Zeit wurde der Raum in der Blaicher Straße aber zu klein und es mussten weitere zwei Räume dazu gemietet werden und hier dankte Elfriede Höhn dem Hauseigentümer Reinhardt Baumgartner ganz besonders. Die Vorsitzende erinnerte an verschiedene Aktionen wie die "Schultüten-Aktion" und mit der LIDL-Pfandspende konnten eine begehbare Kühlzelle und ein Kühlfahrzeug erworben werden: "Für das Einfahren der Lebensmittel war das sehr wichtig."

Mit Blick auf den Personenkreis, der die Tafel regelmäßig besucht, stellte Elfriede Höhe fest: "Ob Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose, Rentner oder Geringverdiener oder Flüchtlinge aus der Heimat: Bei uns ist die Tür für alle Menschen offen! Die Tafel-Arbeit einzustellen, auch wenn wir an unsere Grenzen stoßen, das würde niemanden helfen. Am wenigsten unseren Kunden." Dank sagte Vorsitzende Elfriede Höhn neben den ehrenamtlichen Helfern allen Sponsoren und Spendern, den Service-Clubs und besonders dem Rotaryclub Kulmbach für die Finanzierung des neuen Kühlfahrzeuges.

Die Grüße und den Dank der Stadt Kulmbach überbrachte Bürgermeister Dr. Ralf Hartnack: "Wir dürfen dankbar sein, was die Tafel für ein ehrenamtliches Engagement an den Tag legt und dass der Stärkere für den Schwächeren da ist." Dr. Hartnack übergab eine Geldspende der Stadt Kulmbach und stellvertretender Landrat Dieter Schaar für den Landkreis Kulmbach. Schaar stellte besonders die Kultur des Helfens im Landkreis Kulmbach heraus und dazu gehöre auch die Tafel. Weitere Grußworte sprachen MdL Rainer Ludwig und Horst Hohenner für den Rotaryclub Kulmbach, der die Finanzierung des Kühlwagens gerne finanziell unterstützt habe.

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
04. 10. 2019
17:26 Uhr

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Autor

Werner Reißaus

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Veröffentlicht am:
04. 10. 2019
17:26 Uhr



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