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Kulmbach

Kunst trifft Campus

Am 8. September öffnet das Uni-Büro in der Hornschuch-Villa seine Türen für die Öffentlichkeit. Zu sehen sein werden verschiedene Werke afrikanischer Künstler.



Mathias Kauage (Kunstwerke im Hintergrund) gilt als bedeutendster Künstler Papua-Neugineas, sagt Campus-Geschäftsführer Matthias Kaiser.	Foto: G.Fölsche
Mathias Kauage (Kunstwerke im Hintergrund) gilt als bedeutendster Künstler Papua-Neugineas, sagt Campus-Geschäftsführer Matthias Kaiser. Foto: G.Fölsche   » zu den Bildern

Kulmbach - Campus-Geschäftsführer Dr. Matthias J. Kaiser freut sich: "Die Außenstelle Kulmbach der Universität Bayreuth wächst und gedeiht." Nun wurde ein Stück der Uni Bayreuth nach Kulmbach gebracht: eigens ausgesuchte Gemälde und eine Skulptur afrikanischer Künstler sowie Bilder des Künstlers Mathias Kauage aus Papua-Neuguinea, die zuvor im Iwalewahaus in Bayreuth zu sehen waren. "In Kulmbach entsteht nun etwas Neues. Wir wollen mit den Kunstwerken an Bayreuth anknüpfen, an die Vergangenheit der Spinnerei erinnern und ebenso auf die Zukunft, also das Entstehen des Campus Kulmbach hinweisen", sagt Kaiser. So sind in jeden Raum der Uni, in der Fritz-Hornschuch-Straße 13, zum einen Gemälde von afrikanischen Künstlern, etwas von der Kulmbacher Spinnerei, aber auch Luftbilder des zukünftigen Campus-Komplexes und dem dazugehörigen Industrieviertel zu sehen. "Wichtig ist uns ein gesunder und wertiger Mix. Das scheint gelungen", sagt Kaiser.

Die ausgewählten Objekte für Kulmbach geben einen Einblick in das breite Spektrum der Kunstsammlung des Iwalewahauses in Bayreuth. "Es wurde 1981 zur Unterstützung des Afrikaschwerpunktes der Universität Bayreuth eröffnet. Das Ziel war von Beginn an, einem breiten Publikum außereuropäische Kunst und Kultur vorzustellen", erklärt der Campus-Geschäftsführer. Und auch, dass die von Gründungsdirektor Ulli Beier begonnene Sammlung zunächst nicht auf Afrika beschränkt, sondern auch Werke der sogenannten Outsider-Kunst unter anderem aus Indien, Papua-Neuguinea und Australien umfasste.

Zwei der großflächigen, farbigen Acrylbilder des Künstlers Mathias Kauage, "Women with Snake and Birds" sowie "Love Affair" zieren den Seminarraum im Obergeschoss der Hornschuch-Villa. "Kauage gilt als der bedeutendste und erfolgreichste moderne Künstler aus Papua-Neuguinea und war in den 1990er-Jahren sogar dreimal in Bayreuth", erklärt Dr. Matthias J. Kaiser. Des Weiteren ist auch Rufus Ogundele vertreten, dessen in Bayreuth entstandenes Ölgemälde im Büro des Geschäftsführers als wunderbarer Farbtupfer hängt.

Neben einer Sitzgruppe befindet sich eine Skulptur von Buraimoh Gbadamosi. Ebenso wie das Gemälde hat die Steinfigur keinen Titel. Bestechend ist ein Rundgemälde von George Lilange. Seine Arbeit schöpft aus der Kultur und Mythologie der Makonde-Ethnie. Aus dieser Mythologie sind die fantastischen Shetani-Kreaturen entlehnt, welche in nahezu allen Gemälden und Skulpturen von Lilanga in lebendigen Farben abgebildet sind. "Peoples Republik" heißt das große Ölgemälde von Sane Wadu, das nun den Sitzungssaal schmückt.

Der Campus Kulmbach lädt am Tag des offenen Denkmals, 8. September, zum Tag der offenen Tür ein. Zwischen 11 und 17 Uhr sind nicht nur die Gemälde zu sehen, sondern auch Gespräche mit dem Team des Campus Kulmbach möglich. Martin Pöhner, Historiker der Kulmbacher Spinnerei, wird ebenfalls zugegen sein.

Autor

Gabriele Fölsche
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Veröffentlicht am:
12. 08. 2019
17:48 Uhr

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Gabriele Fölsche

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Veröffentlicht am:
12. 08. 2019
17:48 Uhr



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