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Kulmbach

Mainleus füllt die Kasse auf

Die Marktgemeinde braucht kurzfristige Kredite, um die vielen Projekte zu stemmen. Der Umbau der Schule wird mehr als fünf Millionen Euro teurer als geplant.



In der Mainleuser Schule steht die Generalsanierung bevor. Nebenan wird die neue Kita gebaut. Weil viele Bauprojekte parallel laufen, muss die Gemeinde tief in die Kasse greifen. Foto: Stefan Linß
In der Mainleuser Schule steht die Generalsanierung bevor. Nebenan wird die neue Kita gebaut. Weil viele Bauprojekte parallel laufen, muss die Gemeinde tief in die Kasse greifen. Foto: Stefan Linß  

Mainleus - Allmählich wird das Geld knapp. Der Kassenbestand ist stark rückläufig, klagt die Mainleuser Kämmerei. Die finanziellen Rücklagen sind im aktuellen Haushaltsjahr bereits um 3,9 Millionen Euro gewaltig geschmolzen. Denn die Marktgemeinde investiert kräftig in ihre Zukunft. Die vielen Bauprojekte gehen auf Kosten der Liquidität. Um die Rechnungen zahlen zu können und die Zeit zu überbrücken, bis alle Zuschüsse und Fördermittel auf dem Konto ankommen, will Mainleus so schnell wie möglich wieder flüssig werden. Denn die nächsten Ausgaben warten schon.

Gemeinde bleibt zahlungsfähig: In einem Grundsatzbeschluss hat der Marktgemeinderat in seiner Sitzung am Montag Bürgermeister Robert Bosch (CSU) ermächtigt, kurzfristig Kassenkredite bis zum Höchstbetrag von einer Million Euro aufnehmen zu dürfen. Damit sichert Mainleus seine Zahlungsfähigkeit.

Die Sanierung des Spinnstubenareals schreitet voran, die alte Spinnerei wird revitalisiert, in der Pölzer Straße neben Rathaus und Schule entsteht derzeit die neue Kita für Kindergarten- und Krippenkinder. Die Gemeinde investiert zudem in neue Wohnungen. An vielen Ecken wird gebaut.

Schülerzahl und Platzbedarf steigen: Eine Generalsanierung steht in der Grund- und Mittelschule an. 8,5 Millionen Euro waren dafür ursprünglich geplant. Nach einer neuen Schätzung der Architekten werden die Kosten auf 13,56 Millionen Euro steigen. Auch der Verwaltung habe es zunächst die Sprache verschlagen, versicherte Hauptamtsleiter Ronny Thater den Marktgemeinderäten. Die Mehrausgaben von über fünf Millionen Euro haben mehrere Gründe. Eine Hauptursache sind die steigenden Schülerzahlen und der wachsende Platzbedarf.

Im kommenden Schuljahr startet in Mainleus das Projekt "9 plus 2". Dabei erhalten Hauptschulabsolventen die Möglichkeit, im Anschluss an ihren Quali die Mittlere Reife zu erreichen. Nach der neunten Klasse haben sie zwei Jahre Zeit. "Dafür braucht es neue Klassenzimmer", sagte Bürgermeister Bosch. Auch in der Grundschule steigen die Schülerzahlen. In den beiden ersten Klassen starten jeweils rund 30 Abc-Schützen ins neue Schuljahr. Es sei gut möglich, dass es in Zukunft eine zusätzliche erste Klasse geben wird.

Zweigeschossiger Mensa-Anbau: Viel Platz für ihr Angebot benötigt darüber hinaus die offene Ganztagsschule. Um die Schüler zu verpflegen, ist für die Mensa ein neuer zweigeschossiger Anbau nötig. Die Schülerzahl wird von aktuell knapp 330 auf schätzungsweise bis zu 400 steigen. "Die Schülerzahlen gehen weiter nach oben. Diese Entwicklung freut uns", betonte Robert Bosch. Stellvertretender Bürgermeister Günther Stenglein (Freie Wähler) bezeichnete den Zuwachs als grandios und sprach sich dafür aus, den Weg weiterzugehen.

Wann der Umbau des Schulgebäudes beginnen kann, ist weiterhin unklar. Die Gemeindeverwaltung wird die Pläne als nächstes dem Elternbeirat vorstellen und mit der Regierung von Oberfranken über die Fördermöglichkeiten sprechen.

Spielplatz für die Rothwinder Sonnenkinder: Auch die Kindertagesstätte Sonnenkinder in Rothwind ist voll belegt. Der Spielplatz ist zu klein und die Geräte sind in die Jahre gekommen. Deshalb lässt die Gemeinde den Außenbereich umbauen und die Spielgeräte erneuern. Die Kosten liegen bei 220 000 Euro. Abzüglich der Förderung muss der Markt einen Eigenanteil von rund 94 600 Euro tragen.

Neues Löschfahrzeug für die Feuerwehr: Und auch für die Feuerwehr Mainleus plant die Marktgemeinde weitere Investitionen. Ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug soll im kommenden Haushaltsjahr angeschafft werden. Kommandant Christoph Zimmermann und seine Kameraden haben ein ganze Reihe von Autos gesichtet, getestet und verglichen und ihre Vorstellungen dem Gemeinderat mitgeteilt.

Ein Ingenieurbüro wird nun für die rechtliche Beratung herangezogen, ehe die Gemeinde den Auftrag für ein neues Feuerwehrauto ausschreiben wird.

Autor

Stefan Linß
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Veröffentlicht am:
03. 09. 2019
17:52 Uhr

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Autor

Stefan Linß

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Veröffentlicht am:
03. 09. 2019
17:52 Uhr



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