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Kulmbach

Marktschorgaster Haushalt mit sattem Überschuss

Wegen der guten finanziellen Lage des Marktes unternimmt die CSU im Gemeinderat einen Vorstoß. Kinder von drei bis sechs Jahren sollen die Kita künftig gratis besuchen.



Marktschorgast - Der Jahresabschluss des Marktes Marktschorgast für das Rechnungsjahr 2018 schaut besser aus, als erwartet. Die Jahresrechnung schließt mit 5 069 045 Euro ab, dabei mit einem Sollüberschuss von 927 817 Euro. Erfreulich auch, dass vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt 823 301 Euro zugeführt werden konnten. Das bedeutet eine Mehrung von 533 990 Euro gegenüber dem Haushaltsansatz. Der Marktgemeinderat nahm am Donnerstagabend die Jahresrechnung zur Kenntnis und genehmigte auch die über- und außerplanmäßigen Ausgaben einstimmig. Jetzt ist der Rechnungsprüfungsausschuss an der Reihe, die Jahresrechnung örtlich zu prüfen. Bürgermeister Hans Tischhöfer (FW): "Wir haben ordentlich gewirtschaftet."

Bauanträge

Für zwei Bauvorhaben wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt beziehungsweise in Aussicht gestellt: Bauanfrage von Christoph Dennstädt, Neubau eines Holzunterstandes am Grundstück Kapellenberg 1 in Marktschorgast und Neubau eines Carports auf dem Grundstück von Ingrid Gergolla, Ringstraße 13, Marktschorgast.


Auf Zustimmung stieß das Kernwegnetz, das von der ILE "Fränkisches Markgrafen- und Bischofsland" für den Markt Marktschorgast eingeleitet wurde. Es geht dabei um zwei Kernwege, die zur Förderung angemeldet werden. Der eine Weg führt von Marktschorgast über Ziegenburg und Gundlitz nach Steinbach und er wurde mit der Priorität "langfristig" eingestuft. Der zweite Weg führt südlich von Marktschorgast von der Kreisstraße KU 2 zur KU 1/BT 8 entlang der Auto- und Eisenbahn mit der Priorität "mittel". Wie der Bürgermeister erklärte, sind die Kernwege Hauptwirtschaftswege und dienen der Erschließung der landwirtschaftlichen Flur. Damit sie die Anforderungen der landwirtschaftlichen Transporte erfüllen können, müssen gewisse Qualitätsanforderungen erfüllt sein. Die betrifft beispielsweise eine Fahrbahnbreite von mindestens 3,5 Meter.

Für die CSU-Gemeinderatsfraktion trug Marc Benker noch einen Antrag vor, der darauf abzielt, dass die Marktgemeinde Marktschorgast die nicht gedeckten Restkosten der Kindergartengebühren für Kinder von drei bis sechs Jahren im Haus für Kinder "St. Jakobus" übernimmt. Damit müssten Familien und Alleinerziehende keine Gebühren mehr zahlen, vorerst auf einen Zeitraum von drei Jahren. Zur Begründung führte der CSU-Fraktionssprecher an, dass seit dem 1. April 2019 in Bayern durch die Bayerische Staatsregierung für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren die Kosten für den Kindergarten in Höhe von monatlich 100 Euro bezuschusst werden. Marc Benker: "Dadurch ergibt sich für einige Kinder beziehungsweise deren Eltern bereits eine Kostenfreiheit. Nach unserer Kenntnis besuchen derzeit rund 30 Kinder das Haus des Kindes St. Jakobus in Marktschorgast. Die nach Abzug des staatlich gewährten Zuschusses ungedeckten Kosten bei den erhobenen Elternbeiträgen dürften sich insgesamt in einem Rahmen von 150 bis 200 Euro im Monat für alle Kinder zusammen bewegen."

Benker weiter: "Unsere bisherigen ungedeckten Betriebskostenzuschüsse für das Haus des Kindes belaufen sich nach unserer Haushaltsplanung aktuell auf 166 000 Euro für das aktuelle Haushaltsjahr, so dass der Mehraufwand zu leisten und tragbar wäre. Auch sehen wir die Kostenfreiheit des Kindergartens als starkes Standortargument unserer Marktgemeinde im Wettbewerb mit anderen Kommunen bei der Ansiedlung junger Menschen mit Kindern." Er regte an, die Kita-Leitung zu einem Gespräch mit dem Finanzausschuss einzuladen, um den Antrag zur Entscheidung im Gemeinderat vorzubereiten. Dies sagte der Bürgermeister zu.

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
08. 11. 2019
17:48 Uhr

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Werner Reißaus

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08. 11. 2019
17:48 Uhr



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