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Kulmbach

Mehr Fische für den Weißen Main

Mit Fischbesatz-Aktionen tritt der Bezirk Oberfranken für den Erhalt der Artenvielfalt ein. Am Donnerstag wurden 500 Bachforellen und Äschen in die Freiheit entlassen.



Bezirkstagspräsident Henry Schramm (links) packte mit an, als es galt, 500 Satzfische in den Weißen Main einzusetzen. Ihm zur Seite steht der Vorsitzende des Bezirksfischereivereins Kulmbach, Frank Podhorn. Foto: Gabriele Fölsche
Bezirkstagspräsident Henry Schramm (links) packte mit an, als es galt, 500 Satzfische in den Weißen Main einzusetzen. Ihm zur Seite steht der Vorsitzende des Bezirksfischereivereins Kulmbach, Frank Podhorn. Foto: Gabriele Fölsche  

Kulmbach - In den weißen Bottichen wuselt es nur so von Fischen. Sie haben bereits eine stattliche Größe erreicht und wollen nur raus aus ihren Gefängnissen. Bezirkstagspräsident und Oberbürgermeister Henry Schramm packte mit an, als es gilt, am Donnerstag die Tiere in den Weißen Main umzusetzen.

Schramm sagte: "Die Aktion heute ist der Abschluss einer Reihe von Maßnahmen. In den vergangenen Wochen wurden bereits 4000 Setzlinge in verschiedene Abschnitte im Stadtgebiet eingesetzt." Denn die heimischen Fischarten seien massiv bedroht: "Nur noch 66 der ursprünglich 75 natürlichen Fischarten kommen bei uns in Bayern vor. 57 Prozent finden sich auf der Roten Liste, darunter auch die Bachforelle, Äsche, Elritze, Mühlkoppe und das Bachneunauge", erzählte Schramm.

Der Fischzustandsbericht 2018 zeichne ein alarmierendes Bild. Der Wanderfischbestand ist laut Untersuchungen in 77 Prozent der Strecken mäßig bis schlecht bewertet. In einem Drittel der Probestrecken entspricht der aktuelle Bestand nicht mehr der ursprünglichen Fischregion. Zudem findet eine ausreichende Fortpflanzung lediglich in 32 Prozent der untersuchten Gebiete statt. Bei Befischung im Frühjahr im Bereich der Flutmulde am Weißen Main in Kulmbach wurde festgestellt, dass die Bestände, insbesondere bei der Bachforelle und Äsche sehr gering sind. "Wir müssen dieser Entwicklung entgegensteuern mit Renaturierungen, da auch in Oberfranken die Fische fehlen." Die Zahl der Fressfeinde habe zugenommen.

Im nördlichen Oberfranken ist der Fischotter eine Herausforderung. Im südlichen Oberfranken der Kormoran, der erhebliche Schäden verursacht. Henry Schramm wünschte sich, dass der Bestand an Fischen wieder stabil wird: "Wir wollen eine intakte Natur und die Schöpfung erhalten." Schramms Dank galt dem Leiter der Fischereifachberatung des Bezirks, Dr. Thomas Speierl ebenso wie dem örtlichen Fischereiverein mit Frank Podhorn an der Spitze. Die Satzfische sind in der Lehranstalt für Fischerei in Aufseß aufgewachsen.

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Gabriele Fölsche
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Veröffentlicht am:
18. 10. 2019
17:20 Uhr

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Gabriele Fölsche

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Veröffentlicht am:
18. 10. 2019
17:20 Uhr



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