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Kulmbach

Mehr Leben in Limmersdorf

Der Thurnauer Ortsteil bekommt im Rahmen der Nordostbayern-Offensive eine Förderung in Höhe von 763 000 Euro. Das Geld soll in die Ortsmitte investiert werden.



Nicht nur Bürgermeister Martin Bernreuther (Mitte) strahlte, als ihm Lothar Winkler (rechts daneben) den Förderbescheid übergab. Foto: Horst Wunner
Nicht nur Bürgermeister Martin Bernreuther (Mitte) strahlte, als ihm Lothar Winkler (rechts daneben) den Förderbescheid übergab. Foto: Horst Wunner  

Limmersdorf - Es herrschte Feierlaune auf der Limmersdorfer Lindenkirchweih und diese gute Laune wurde zum Abschluss noch getoppt: Als Lothar Winkler vom Amt für ländliche Entwicklung in Bamberg einem strahlenden Bürgermeister Martin Bernreuther einen Förderbescheid in Höhe von 763 000 Euro überreichte. Ganz stilecht im Schatten des historischen Baum-Wahrzeichens.

Von der Gesamtsumme können 90 Prozent bezuschusst werden, so dass netto etwa 690 000 Euro zur Verfügung stehen. Damit sollen im Rahmen der Nordostbayern-Offensive des Freistaates Bayern innerörtliche Leerstände beseitigt werden. Und in Limmersdorf ist man da an der richtigen Stelle - denn das ehemalige Gemeindehaus, in dem ein Kindergarten beheimatet war, ist seit fast 20 Jahren verwaist und wartet darauf, saniert zu werden. Bürgermeister Martin Bernreuther: "Ortskerne zu revitalisieren ist unser Ziel, was wir ja auch schon in Thurnau und Alladorf praktizieren."

Mehr Leben in die Dorfmitte, hier neben der Kirche für die Vereine zu bringen, sei eine unverzichtbare Aufgabe der Zukunft. Das Gemeindehaus habe oberste Priorität. Als zweiter Schritt folge dann die Restaurierung des Feuerwehrhauses, "das machen wir aber erst, wenn eine Unterstellmöglichkeit für das Fahrzeug gefunden ist", so Bernreuther. Danach stehe eine neue Nutzung des Bereiches für die Schlauchtrocknung auf dem Programm, für die Lindenausstellung und ähnliche Projekte.

Sie sind nicht unverfroren die Limmersdorfer, haben aber bereits Weiteres für ihr Dorf im Visier: Die Infrastruktur zu verbessern, wie die Außenanlagen, Wege und Grünflächen aus Mitteln der Europäischen Union. "Das ist aber noch Zukunftsmusik", sagte der Bürgermeister, "wir klären erst die Förderfähigkeit, machen einen Schritt nach dem anderen".

So richtig in Fahrt zeigte sich Veit Pöhlmann vom Verein der Limmersdorfer Lindenkirchweih - er sprudelte vor Optimismus: "Dieser Bescheid ist Gold wert, da können wir viel anfangen." Ein Dankeschön richtete er an den Geldgeber und erinnerte an Zeiten, als in der Dorfmitte auch außerhalb der Kirchweih reges Leben herrschte. Nur so könne dem "Aussterben auf dem flachen Land" begegnet werden. Stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann betonte, dass das Geld gut angelegt ist. "In unserem Landkreis tut sich in dieser Beziehung viel. Eine Dorfgemeinschaft zu erhalten, bedeutet Lebensqualität."

Vertreten waren bei der Übergabe auch die Landtagsvizepräsidentin Inge Aures (SPD) und der Landtagsabgeordnete Ludwig von Lerchenfeld (CSU). Winkler erwähnte, dass das bayerische Jubiläum in diesem Jahr gut für die Dörfer sei, "weil aus diesem Anlass vermehrt Gelder fließen". Pöhlmann war kaum zu bremsen: "Erst die Kirchweih als immaterielles Erbe - und jetzt noch dieser Bescheid", sagte er freudestrahlend.

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Horst Wunner
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Veröffentlicht am:
28. 08. 2018
16:14 Uhr

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28. 08. 2018
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