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Kulmbach

Mit vereinten Kräften für die Natur

Um dem Volksbegehren "Rettet die Bienen!" zum Erfolg zu verhelfen, hat sich ein Aktionsbündnis gegründet. Es spricht von einer historischen Chance.



Um das Volksbegehren "Rettet die Bienen!" zu forcieren, konstituierte sich ein lokales Aktionsbündnis mit (von links) dem Lichtenfelser BN-Kreisvorsitzenden Anton Reinhardt, Kreisrat Mathias Söllner von Bündnis 90/Die Grünen, dem Kulmbacher Imkervereinsvorsitzenden Peter Griesbach, Arno Pfaffenberger von der Partei "mut", Dagmar Keis-Lechner und Christian Ohnemüller von Bündnis 90/Die Grünen Kulmbach, dem Bezirksvorsitzenden der ödp, Thomas Müller, dem Naturschutzbeauftragten des Bayerischen Jagdverbands, Fritz Stehl, dem Lichtenfelser SPD-Kreisvorsitzendem Sebastian Müller, Ralph Pfeiffer vom LBV Kulmbach, Berufsimker Henrik Arndt und LBV-Kreisvorsitzender Marion Damm.
Um das Volksbegehren "Rettet die Bienen!" zu forcieren, konstituierte sich ein lokales Aktionsbündnis mit (von links) dem Lichtenfelser BN-Kreisvorsitzenden Anton Reinhardt, Kreisrat Mathias Söllner von Bündnis 90/Die Grünen, dem Kulmbacher Imkervereinsvorsitzenden Peter Griesbach, Arno Pfaffenberger von der Partei "mut", Dagmar Keis-Lechner und Christian Ohnemüller von Bündnis 90/Die Grünen Kulmbach, dem Bezirksvorsitzenden der ödp, Thomas Müller, dem Naturschutzbeauftragten des Bayerischen Jagdverbands, Fritz Stehl, dem Lichtenfelser SPD-Kreisvorsitzendem Sebastian Müller, Ralph Pfeiffer vom LBV Kulmbach, Berufsimker Henrik Arndt und LBV-Kreisvorsitzender Marion Damm.  

Burgkunstadt/Kulmbach - Auf großen Zuspruch stieß die Versammlung zur Gründung eines landkreisübergreifenden Aktionsbündnisses zu einem besseren Schutz der Artenvielfalt in Bayern. Thomas Müller, der Bezirksvorsitzende der ödp (Ökologisch Demokratische Partei), hob in seinen Begrüßungsworten hervor: "Es ist eine historisch einmalige Chance, und wir sind nur noch einen Schritt ins Rathaus davon entfernt, diese Chance zu nutzen." Ziel ist es, dass das Volksbegehren "Rettet die Bienen!" erfolgreich verläuft. Dabei geht es vor allem darum, in ganz Bayern einen Biotopnetzverbund zu schaffen und das Ausbringen von Pestiziden einzudämmen. "Nicht nur, um Bienen, Schmetterlingen und Vögeln bessere Überlebenschancen zu verschaffen, sondern um dem gesamten Artenreichtum in unserem Land auf die Sprünge zu helfen."

Das Volksbegehren

Vom 31. Januar bis zum 13. Februar 2019 hat das Innenministerium die 14-tägige Eintragungsfrist festgesetzt, während der sich zehn Prozent der bayerischen Wahlberechtigten in den Rathäusern eintragen müssen. Erst wenn auch diese Hürde übersprungen ist, kommt es zum eigentlichen Volksentscheid.


Ein dramatisches Artensterben in den letzten Jahrzehnten sei wissenschaftlich belegt. Thomas Müller mahnte: "54 Prozent aller Bienen sind bedroht oder bereits ausgestorben. 73 Prozent aller Tagfalter sind verschwunden. Über 75 Prozent aller Fluginsekten sind nicht mehr da. In Bayern leben nur noch halb so viele Vögel wie vor 30 Jahren." Diese Entwicklung müsse gestoppt werden. Beispielsweise dadurch, dass an den Gewässern Uferrandstreifen verpflichtend vor Pestizid- und Düngeausbringungen geschützt werden sollen. In mehreren Artikeln solle das Bayerische Naturschutzgesetz direktdemokratisch so verbessert werden, dass unsere Lebensgrundlagen stärker gesichert werden und gefährdeten Arten geholfen wird. In der landwirtschaftlichen und forstlichen Ausbildung sollen die Gründe und Abhilfemaßnahmen des dramatischen Artenschwunds der letzten Jahrzehnte zum Lehrinhalt gemacht werden. Auch für den Ausbau der biologischen Landwirtschaft solle es gesetzlich festgelegte Ziele geben. "Das wirksamste Naturschutzgesetz in Europa ist mit dem Volksbegehren in greifbare Nähe gerückt", meinte Thomas Müller.

Von den 42 Anwesenden meldeten sich bei der kurzen Vorstellungsrunde einige Bündnispartner mit kurzen Redebeiträgen zu Wort. Der Lichtenfelser BN-Kreisvorsitzende Anton Reinhardt machte den grassierenden Flächenverbrauch mit dafür verantwortlich, dass die Biodiversität stark abgenommen habe und forderte: "Wir brauchen dringend Bereiche, wo Natur noch Natur sein darf!" Er stellte, um Missverständnissen vorzubeugen, klar: "Das Volksbegehren ist keine Initiative gegen die Landwirtschaft. Die bäuerlich arbeitenden Familienbetriebe sind vielmehr genauso Leidtragende einer verfehlten Agrarpolitik, die zu einem gigantischen Höfesterben geführt hat. Wir wollen die bäuerliche, kleinräumig arbeitende Landwirtschaft mit dem Gesetz stärken und ihr eine neue Perspektive geben."

Berufsimker Henrik Arndt sorgt sich um seine 100 Bienenvölker. Ihm ist das Volksbegehren ein besonderes Anliegen und er erklärte sich deshalb bereit, beim nächsten Treffen des Aktionsbündnisses am 23. Januar im Gasthof "Drei Kronen" in Burgkunstadt einen Vortrag zur Bedeutung der Honigbiene zu halten. Neben den ödp-Mitgliedern zeigten sich auch Sebastian Müller, der Lichtenfelser Kreisvorsitzende der SPD, Kreishandwerksmeister Mathias Söllner und aus Kulmbach Dagmar Keis-Lechner von Bündnis 90/Die Grünen sowie Arno Pfaffenberger von der Partei "mut" bereit, bei der Werbung für das Volksbegehren mitzuhelfen.

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Veröffentlicht am:
10. 01. 2019
17:58 Uhr

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10. 01. 2019
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