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Kulmbach

Neuplanung treibt Kosten in die Höhe

Die Kita-Erweiterung Wirsberg macht Eingriffe in den bisherigen Bau notwendig. Das Projekt soll 2,2 Millionen Euro kosten. Anselstetter will eine bessere Förderung erreichen.



So sieht die aktuelle Planung für die Erweiterung der Kindertagesstätte in der Herbert-Kneitz-Straße aus. Foto: Architekturbüro Drenske
So sieht die aktuelle Planung für die Erweiterung der Kindertagesstätte in der Herbert-Kneitz-Straße aus. Foto: Architekturbüro Drenske   » zu den Bildern

Wirsberg - Die Erweiterung der Kindertagestätte um eine Krippen-, Kindergarten- und Hortgruppe, die im kommenden Jahr umgesetzt werden soll, wird die Marktgemeinde Wirsberg rund 2,2 Millionen Euro kosten. Architekt Hans-Hermann Drenske, Kulmbach, hat dazu in der Sitzung des Marktgemeinderates am Dienstagabend die aktuelle Planung und die Kostenschätzung vorgelegt. Während die Planung auf ungeteilte Zustimmung im Gremium stieß, zeigte Bürgermeister Hermann Anselstetter (SPD) kein Verständnis dafür, dass der Eingriff in den bestehenden Bau des Herbert-Kneitz-Kindergartens, der allein Kosten von 300 000 bis 400 000 Euro verursachen wird, nur relativ gering gefördert wird: "Wir sind von 80 Prozent ausgegangen. Das werden wir nicht akzeptieren!"

Anselstetter verwies darauf, dass das Projekt im Zusammenwirken mit allen Beteiligten vom Architekturbüro Drenske hervorragend vorbereitet wurde. Die fertige Planung wurde dann nochmals mit den Vertretern der Regierung von Oberfranken und dem Landratsamt abgestimmt. Dabei wurden auch positive Funktionseffekte erzielt, betonte der Bürgermeister . Die Planung wurde mit Blick auf die Anregungen ergänzt und die Kosten mit nunmehr fast 2,207 Millionen Euro aktualisiert.

Zwischenzeitlich wurde auch eine weitere, längerfristige Bedarfserhebung vorgenommen, die als Ergebnis brachte, dass die Geburtenzahlen im Gemeindebereich Wirsberg seit dem Jahr 2010 steigen und durchschnittlich bei 19 Kindern im Jahr liegen. Derzeit werde die Kindertagesstätte von 124 Kindern besucht, wobei von den 83 Krippen- und Kindergartenkindern 25 aus anderen Gemeinden die Einrichtung besuchen. Bei den 41 Hortkindern kommen dagegen nur sieben Kinder von auswärts. Die Gründe sind nach den Worten Anselstetter unterschiedlicher Natur. Ein Grund liegt auch im Projekt "Kita plus", das den Eltern erweiterte Öffnungszeiten anbietet.

Mit der aktuellen Planung werde vor allem die räumliche Zuordnung der Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze verbessert, die aber einen größeren Eingriff als ursprünglich geplant in den Altbau notwendig machen. Und gerade diese Maßnahmen, die zur Verbesserung des täglichen Ablaufes beitragen werden, sollen nunmehr nicht in dem Maße gefördert werden wie der Neubau.

Für Bürgermeister Anselstetter gab es deshalb nur eine Entscheidung: "Entweder wir gehen wieder zurück auf unsere alte Planung oder wir erhalten für die Planungsänderung die gleiche Förderung. Dass wir den Wunsch der Regierung erfüllt haben, dafür sollen wir jetzt bestraft werden. Das ist in keiner Weise verständlich. Die jetzige Lösung ist sehr abgerundet und durchdacht. Wir hoffen, dass hier die Vernunft siegt."

Architekt Hans-Hermann Drenske stellte fest, dass die Planungsänderungen Sinn machen. Für zweiten Bürgermeister Karl Heinz Opel stellt die Steigerung der Baukosten mit rund 25 Prozent keine "Kleinigkeit" dar: "Man kann von uns nicht verlangen, dass wir die Kosten für den Eingriff in den Altbau selber schultern." In der weiteren Aussprache wurde die aktuelle Planung für sinnvoll und wünschenswert angesehen, doch es müsse alles daran gesetzt werden, dass der Marktgemeinde für die Erweiterung eine höchstmögliche staatliche Förderung gewährt wird.

Unter dieser Voraussetzung stimmte der Marktgemeinderat der vorgelegten Planung und damit auch dem Raumprogramm einstimmig zu. Noch vor Weihnachten soll ein Termin bei der Regierung von Oberfranken erwirkt werden. Bürgermeister Anselstetter sagte: "Wir müssen die Regierung bitten, dass unser Zuwendungsantrag schnellstmöglich mit einer Höchstförderung genehmigt wird, denn es geht
letztlich um wahnsinnig viel Geld."

Für den Schulverband Grundschule Neuenmarkt-Wirsberg wurde aufgrund der gegenwärtigen Schülerzahl von 53 Grundschülern aus Wirsberg mit Gemeinderat Ottmar Opel (CSU) ein weiterer Verbandsrat bestellt. Sein Stellvertreter ist Udo Gebhardt (FW).

Keinen großen Handlungsbedarf sah der Marktgemeinderat zu den Anregungen aus den Bürgerversammlungen. Was die Parksituation am Marktplatz angeht, wurde inzwischen eine verkehrsrechtliche Anordnung erlassen. Anselstetter regte eine Ortsbegehung an.

Zustimmung fand die alternative Wegeführung für den Feld- und Waldweg "Hegnichweg" zwischen der "Buchleithe" und dem "Hegnichweg". Damit wird die vorhandene Wegeführung entschärft. Der Marktgemeinde entstehen dafür Kosten von rund 6000 Euro. Bürgermeister Anselstetter dankte den Grundstückseigentümern, die sich aufgeschlossen und verständnisvoll zeigten.

Die für das Haushaltsjahr 2018 eingeplante WC-Sanierung im Erdgeschoss des Rathauses wird erst im kommenden Jahr umgesetzt. Hier muss mit Kosten von rund 14 000 Euro gerechnet werden. Die Verwaltung wurde beauftragt, entsprechende Angebote einzuholen und die Arbeiten an die wenigst nehmenden Firmen zu vergeben.

Festgestellt wurde die Jahresrechnung 2017. Gemeinderat Roland Burghofer (CSU) berichtete als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, dass die örtliche Rechnungsprüfung zu keinerlei Beanstandungen führte. Großes Lob zollte Roland Burghofer Kämmerin Andrea Müller.

Dem TSV Wirsberg wird für seine Sanierungsmaßnahmen am Sportheim ein Zuschuss von 1000 Euro gewährt. Für kurzfristig durchgeführte Sanierungsmaßnahmen an fünf Kanalschächten muss der Markt Wirsberg mit Kosten von rund 4000 Euro rechnen.

Befristete Verkehrsberuhigungsmaßnahmen mit Tempo 30 sollen an der Kreisstraße im Bereich der Kindertagesstätte und der Klinik "Adlerhütte" angeordnet werden. Gemeinderätin Iris Blätterlein (SPD) bat um eine Entschärfung der Parksituation im Einmündungsbereich "Vogtsgarten"/"Kosertal".

Gemeinderätin Sabine Leuschner (Freie Wähler) erkundigte sich schließlich nach dem neuesten Stand der Ansiedlung des Norma-Marktes. Bürgermeister Anselstetter ließ wissen, dass die Norma derzeit viele Projekte in der Umsetzung habe, doch sobald der Generalunternehmer feststeht, werde mit den Arbeiten begonnen: "Geduld und Vertrauen ist da!"

Autor

Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
05. 12. 2018
18:00 Uhr

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Werner Reißaus

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05. 12. 2018
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