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Kulmbach

Pinseln statt pauken

In der Max-Hundt-Schule ist der Unterricht ausgesetzt. Bei der "Kunst-Projekt-Woche" arbeiten alle Schüler mit ihren Lehrern kreativ. Dafür wurden 33 Workshops vorbereitet.



Die Schüler der Max-Hundt-Schule haben jede Menge Spaß bei dem Kunstprojekt. Fotos: Gabriele Fölsche
Die Schüler der Max-Hundt-Schule haben jede Menge Spaß bei dem Kunstprojekt. Fotos: Gabriele Fölsche   » zu den Bildern

Kulmbach - Seit diesem Schuljahr ist die Max-Hundt-Schule Pilot-Mittelschule für Kunst in Oberfranken. Und deshalb hat die Kunst dort auch einen besonderen Stellenwert. Rektorin Anja Buchdrucker gab den Schülern am Montag mit auf den Weg: "Anders als in vielen anderen Fächern gibt es in der Kunst kein richtig oder falsch, kein besser oder schlechter, sondern nur ein anders." Und sie ermunterte die Jungen und Mädchen, sich auf das Angebot an der Schule einzulassen: "Kunst kann eine große Kraft entwickeln, wenn man sich darauf einlässt. Ihr müsst nur eines tun, damit es klappt: Den Satz ,Das kann ich nicht‘ lassen und gegen ,Ich probier’s einfach mal‘ eintauschen."

Am Montag dann, tauchten die Schüler von der ersten bis zur neunten Klasse ein in die Kreativität: Aus Zeitungen entstehen Bilderrahmen, beim Dot painting werden Steine kunstvoll bemalt, es besteht die Möglichkeit, Graffiti-Mauern zu bauen und zu gestalten. Oder es gar die einzelnen Station der Moldau nach der Komposition von Friedrich Smetana zu Papier gebracht. Die Angebote sind abwechslungsreich, verschiedenste Materialien und Techniken kommen zum Einsatz. Die Workshops sind bunt gemischt, es arbeiten Sechsjährige mit 17-Jährigen nebeneinander und miteinander.

Die elfjährige Antonia hat sich zum Dot paintig angemeldet: "Ich bin gerne kreativ. Zu Hause male ich Sonnenuntergänge mit Acryl", erzählt sie. Sie schwärmt von den ersten Tagen. "Eine Woche Kunst ist einfach cool. Es ist eine Abwechslung. Gestern habe ich am Kunstaufräumen teilgenommen und außerdem werde ich noch eine Seerosenplastik gestalten und eine Zaubermappe basteln", erzählt das Mädchen. Und der zehnjährige Tom schwärmt: "Dieses Angebot ist einfach klasse." Sein großes Bild, auf dem er die Stationen der Moldau verwirklicht hat, ist schon fast fertig. Und auch die Älteren unter den Schülern sind mit großem Engagement dabei. Omar, der die neunte Klasse besucht, bastelt Bilderrahmen aus Zeitungen. Mit Rollen und Flechten und mit wenig Leim entstehen die Rahmen, die wahlweise angestrichen werden können, aber auch in "Natur" klasse aussehen. Omar gibt zu, dass ihn in seiner Freizeit doch eher das Computerspiel anspricht. "Aber hier kann man neue Ideen sammeln, sich ausprobieren. Wahrscheinlich werde ich zu Hause auch mal basteln." Die 19-jährige Samma, pflichtet Omar bei: "Es macht Spaß und gibt Anstoß, einfach mal was anderes zu machen.

Raphaela und Vivien sind mit Pinsel und Farben an Werkeln. Sie gestalteten eine Graffiti-Mauer. Die 16-jährige Raphaela sagt: "Eigentlich müssten wir auf den Quali hin pauken. Aber das ist eine Abwechslung und lässt einen abschalten."

Schulleiterin Anja Buchdrucker hat von den Lehrerkollegen und Schülern ein positives Feedback erhalten: "Wir haben für heuer einige Ausflüge und besondere Projekte mit Künstlern und anderen Schulen oder Museumsbesuche geplant." Sie lobt Kunstlehrerin Carina Schneider: "Sie ist der Motor des Projektes." Für die Rektorin ist ein weiterer positiver Aspekt der Kunst-Projekt-Woche: "Da alle Gruppen vom Alter her gemischt sind, sehe ich eine Förderung des sozialen Miteinanders."

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Gabriele Fölsche
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Veröffentlicht am:
10. 04. 2019
18:06 Uhr

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Gabriele Fölsche

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10. 04. 2019
18:06 Uhr



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