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Kulmbach

Planung für neue Ortsmitte kommt voran

Parkflächen, ein Platz zum Feiern und eine neue Verkehrsführung: Trebgasts Ortskern soll eine Schönheitskur bekommen.



Der hintere Abschnitt des ehemaligen Raiffeisengebäudes wird zurückgebaut. Auf dem frei werdenden Raum werden Parkplätze angelegt. Foto: Dieter Hübner
Der hintere Abschnitt des ehemaligen Raiffeisengebäudes wird zurückgebaut. Auf dem frei werdenden Raum werden Parkplätze angelegt. Foto: Dieter Hübner  

Trebgast - Die Gemeinde "bastelt" im Rahmen des städtebaulichen Projekts "Sanierung Ortskern Trebgast" weiter an der Gestaltung ihrer neuen Ortsmitte. Das Planungsbüro Quaas hat dazu eine städtebauliche Studie entwickelt. In der Oktobersitzung lagen dem Gemeinderat jeweils zwei Planentwürfe darüber vor, welches Gesicht die Bahnhofstraße und der Steinhauerplatz künftig bekommen könnten. In beiden Fällen fühlten sich die Räte sowohl von Komponenten der vorgestellten Variante I, als auch von Variante II angesprochen. Das Gremium sprach sich deshalb nach kurzer Diskussion dafür aus, das Planungsbüro zu beauftragen, aus ausgewählten einzelnen Bausteinen beider Vorlagen einen dritten Entwurf zu fertigen.

Aufträge für Opelhaus vergeben

Der bisherige Mieter des Opelhauses in der Berliner Straße ist aus Altersgründen in das AWO-Seniorenzentrum im ehemaligen Bahnhof gezogen. Für Sanierungsarbeiten wurden folgende Aufträge vergeben. Zimmereiarbeiten zum Angebotspreis von 1512,97 Euro brutto an die Firma Röder, Hegnabrunn. Malerarbeiten für 9994,04 Euro brutto an die Firma Rosa, Inhaber Martina Lotter, Mainleus. Die Firma Ottmar Popp, Ködnitz, führt Schreinerarbeiten für 9210,04 Euro brutto aus. Bürgermeister Werner Diersch informiert darüber, dass der Auftrag für die Sanierung des Spielgerätes am Badesee für 19 911,68 Euro brutto an die Zimmerei Meisel, Trebgast, vergeben wurde.


Das führt in der Bahnhofstraße dazu, dass ein Teil des hinteren früheren Raiffeisengebäudes zurückgebaut wird. Dadurch könnten an dieser Stelle sieben Parkplätze entstehen. Das Gebäude selbst bekommt eine barrierefreie Rampe. Offen bleibt noch, ob auf dem Grünstreifen hinter der Gärtnerei (gegenüber dem Raiffeisengebäude) eventuell ein öffentliches WC vorgesehen werden soll. Der Buswendeplatz soll in seiner bisherigen Form beibehalten werden, wobei noch das Problem mit den Falschparkern rechts entlang der Trebgast geregelt werden muss.

Der Steinhauerplatz soll als Einbahnstraße, mit der Einfahrt von der Berliner Straße her und der Ausfahrt in die Bayreuther Straße, beibehalten werden. Gegenüber der Einfahrt wird ein Verkehrsspiegel angebracht, um den Fußgängern, vom Steinhauerplatz kommend, die Überquerung der Berliner Straße zu ermöglichen, die wegen der dortigen Straßenkrümmung etwas unübersichtlich ist. Gleich nach der Einfahrt wird auf der linken Seite ein Stellplatz für den Sparkassen- und einen Reisebus vorgesehen. Im Anschluss daran, entlang der Gleisanlage der DB, wird ein Teil der insgesamt 33 geplanten Parkplätze und eine Sitzgruppe entstehen. Eventuell wird hier auch eine Schautafel aufgestellt, auf der die Geschichte des Steinhauerhandwerks erklärt wird, die eng mit diesem Platz verbunden ist. Bis Anfang des vorigen Jahrhunderts wurde hier der Sandstein aus den zahlreichen örtlichen Steinbrüchen verarbeitet und mit der Bahn verschickt, unter anderem nach Berlin zum Bau des Reichstagsgebäudes, und sogar bis nach Wien. Noch nicht ganz klar ist die Platzierung eines Gebäudes, in dem ein Wasser- und Stromanschluss, sowie Zeltgarnituren ihren Platz finden. Am südlichen Ende des Platzes wird nach Fertigstellung künftig auch der Maibaum aufgestellt.

Noch einmal behandelt wurde die bereits im April beschlossene Erweiterung der vorhandenen Parkplätze für die Naturbühne. Der Bauherr hatte geänderte Planunterlagen vorgelegt, um eine beschränkte Erlaubnis für das Einleiten von Niederschlagswasser von befestigten Flächen in den Untergrund zu erhalten. Demnach wird der hintere westliche Bereich der Flurnummer 150 mit einer zehn Zentimeter dicken, mit Rasen bewachsenen Oberbodenschicht versehen. Zur wasserrechtlichen Genehmigung ist die Einhaltung aller Festlegungen des Wasserwirtschaftsamtes notwendig.

Für den Neubau eines Kaltwintergartens auf der Flurnummer 388/4 in der Gemarkung Trebgast ist eine Befreiung von den Festsetzungen hinsichtlich der Überschreitung der Baugrenze erforderlich. Mit der Auflage, das anfallende Niederschlagswasser gemäß dem vorliegenden Entwässerungsplan in den Mischwasserkanal einzuleiten, wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass die Löschwasserversorgung nur im Rahmen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Gemeinde Trebgast geleistet werden kann.

Bürgermeister Werner Diersch (SPD/WG) erläuterte anhand eines Lageplanes, dass es für die Flurnummer 1513 (Michelsreuth) Interessenten für die Errichtung eines Einfamilien-Wohnhauses gibt. Laut Aussage der Bauverwaltung der VG und des Landratsamtes wäre es möglich, das Baurecht durch eine Einbeziehungssatzung zu erwägen. Dazu sollen die notwendigen Schritte eingeleitet werden.

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Dieter Hübner
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Veröffentlicht am:
18. 10. 2019
16:58 Uhr

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Dieter Hübner

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Veröffentlicht am:
18. 10. 2019
16:58 Uhr



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