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Kulmbach

Schlaganfall: Neues Projekt bietet Hilfe

Die Diakonie Kulmbach hat mit zahlreichen Partnern ein neues Angebot ins Leben gerufen. Damit soll die ambulante Versorgung verbessert werden.



Das Schlaganfall-Helfer-Projekt geht in den nächsten Wochen an den Start, spätestens Ende Mai 2019, wenn die letzten Schulungs- und Informationseinheiten absolviert sind. Es steht unter der Schirmherrschaft von MdB Emmi Zeulner (sitzend, zweite von rechts) und wird von der Geschäftsführerin der Firma Saum & Viebahn, Susanne Schicker-Westhoff (stehend, vierte von rechts) finanziell unterstützt. Foto: Werner Reißaus
Das Schlaganfall-Helfer-Projekt geht in den nächsten Wochen an den Start, spätestens Ende Mai 2019, wenn die letzten Schulungs- und Informationseinheiten absolviert sind. Es steht unter der Schirmherrschaft von MdB Emmi Zeulner (sitzend, zweite von rechts) und wird von der Geschäftsführerin der Firma Saum & Viebahn, Susanne Schicker-Westhoff (stehend, vierte von rechts) finanziell unterstützt. Foto: Werner Reißaus  

Kulmbach - Mit dem Ehrenamtsprojekt "Schlaganfall-Helfer", das unter der Schirmherrschaft der Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner (CSU) steht, hat die Diakonie Kulmbach in Kooperation mit dem Kulmbacher Unternehmen Saum & Viebahn, dem Klinikum Kulmbach und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ein Angebot für Schlaganfall-Betroffene und deren Angehörige ins Leben gerufen. Mit dem Projekt soll die ambulante Versorgung in der Region Kulmbach gestärkt werden.

Bei dem Projekt geht es um die gezielte Ausbildung von Schlaganfall-Helfern, die pflegende Angehörige entlasten sollen. Bei der Vorstellung des Projektes wurde deutlich, dass ein Schlaganfall Betroffener und deren Angehörige aus heiterem Himmel trifft. Und wenn die medizinische Versorgung abgeschlossen ist und der Alltag bevorsteht, stehen die Betroffenen häufig vor vielen Fragen und Herausforderungen. Die ehrenamtlich Mitarbeitenden bieten hier Hilfestellung und tragen zur Entlastung der Angehörigen bei. Sie stehen beratend zur Seite und geben Hilfestellung bei Themen wie Therapiemöglichkeiten oder Sozialleistungen und unterstützen bei Anträgen und Kommunikation mit Externen.

Susanne Schicker-Westhoff von der Geschäftsführung der Firma Saum & Viebahn, die das Schlaganfall-Helfer-Projekt mit einem Betrag von 15 000 Euro finanziell unterstützte, eröffnete die Vorstellung des Projektes mit einen Blick in die nunmehr 109 Jahre alte Firmengeschichte. Das Unternehmen, das nach dem Krieg von Berlin nach Kulmbach verlagert wurde, zählt heute 122 Mitarbeiter, darunter zwischen zwölf und 14 Auszubildende.

Für die Diakonie Kulmbach hieß Dekan Thomas Kretschmar die Teilnehmer der Projektvorstellung willkommen: "Das Thema Schlaganfall taucht längst nicht so in der Öffentlichkeit auf, wie es eigentlich nötig wäre. Die Diakonie in Kulmbach hat dank der Unterstützung von Susanne Schicker-Westhoff das Thema aufgenommen - es geht nicht nur um die medizinischen Fragen, sondern es geht auch um die Frage der Betreuung und die Begleitung von Angehörigen. Das ist ja das Problem, das nicht nur eine rein körperliche Veränderung da ist, sondern auf die Dauer vor allem auch psychische Veränderungen. Deshalb ist es umso wichtiger, das wir Ehrenamtliche schulen und dass sie die Familien unterstützen können." Kretschmar würdigte den Einsatz von Geschäftsführer Karl-Heinz Kuch und der Projektleiterin Pia Schmidt.

Die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner freute sich besonders über die Anwesenheit der Ehrenamtlichen: "Sie leisten wahnsinnig viel und gehen in dieses schwierige Thema rein. Sie treten ein für das Gemeinwohl und helfen dort, wo vielleicht die Hilfe in der Familie nicht möglich ist, weil es zu schwierig oder zu herausfordernd oder gar nicht möglich ist." Gerade im allgemeinen Gesundheitsbereich gibt es nach den Worten der Schirmherrin immer wieder Beispiele, wo Versorgung und Gesundheit gut funktioniert.

Für das Klinikum Kulmbach, das zur "Schlaganfallallianz Kulmbach gehört, sprach Dr. Christian Konhäuser als Leitender Arzt und Facharzt für Neurologie ein Grußwort. Er stellte fest, dass der Schlaganfall zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen im Alter zählt. In der Bundesrepublik Deutschland gibt es pro Jahr etwa 150 000 Schlaganfallpatienten, und seiner Meinung nach werden die Schlaganfallpatienten gerade in der Region Oberfranken zunehmen.

Weitere Grußworte sprachen Landrat Kaus Peter Söllner, Dr. Udo Feldheim als Initiator des Pilotprojektes Bayern und Elmar Stegmeier von der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe. Landrat Söllner sprach auch im Namen der Kommunalpolitiker Martin Bernreuther, Alexander Wunderlich und Klaus Förster sowie für den Landtagsabgeordneten Rainer Ludwig und betonte, dass dieses Projekt eine Unterstützung verdiene.

Die aktuelle Ausbildung zum Schlaganfall-Helfer oder zur Schlaganfall-Helferin mit Schulungs- und Informationseinheiten hat im März vor wenigen Wochen begonnen. In der Ausbildung geht es um eine Einführung in die Helfertätigkeit, Grundwissen zum Thema Schlaganfall und damit verbundenen Herausforderungen, aber auch um Kommunikation und Beratung sowie Prävention, Rettungskette und Versorgung im Akutkrankenhaus. Darüber hinaus gibt es weitere Kurse zu zusätzlichen Themen. Um das Zertifikat Schlaganfall-Helfer zu erwerben, ist eine Teilnahme an allen Veranstaltungen erforderlich.

Die Unterstützung durch die Schlaganfall-Hilfe ist für die Betroffenen und deren Angehörige eine kostenfreie Leistung. Weitere Informationen zu dem Angebot gibt es im Internet unter der Adresse www.diakonie-kulmach.de. Ansprechpartner bei der Diakonie Kulmbach sind Pia Schmidt, Telefon 09221/6057773, und Jürgen Konrad, Telefon 09221/8273540.

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
23. 04. 2019
17:52 Uhr

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Werner Reißaus

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23. 04. 2019
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