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Kulmbach

Schramm setzt auf Gemeinsamkeit

100 Prozent Kulmbach verspricht OB Henry Schramm für den Fall seiner Wiederwahl und legt ein umfangreiches Programm vor. CSU, WGK und FDP tragen es mit.



Das Wahlprogramm von OB Henry Schramm und der Kulmbacher CSU ist ein stattliches Werk. Wolfram Brehm (von links), Henry Schramm und Heike Vogel stellten das 24 Seiten umfassende Werk vor, in dem zahlreiche künftig angedachte Projekte aufgelistet sind. Foto: Melitta Burger
Das Wahlprogramm von OB Henry Schramm und der Kulmbacher CSU ist ein stattliches Werk. Wolfram Brehm (von links), Henry Schramm und Heike Vogel stellten das 24 Seiten umfassende Werk vor, in dem zahlreiche künftig angedachte Projekte aufgelistet sind. Foto: Melitta Burger  

Kulmbach - Einen ganzen Katalog von Themen hat Oberbürgermeister Henry Schramm, der sich am 15. März erneut um das Amt bewirbt, als Wahlprogramm für die kommenden sechs Jahre vorgestellt. 100 Prozent für Kulmbach will Schramm geben. Sein Motto im Wahlkampf und danach: "Kulmbach leben, Kulmbach lieben". Zusammen mit seinen Stadtratskollegen Heike Schramm und Wolfram Brehm stellte Schramm, der auch von der Kulmbacher WGK und der FDP als OB-Kandidat mitgetragen wird, seine Schwerpunktthemen für die kommende Periode vor. Gemeinsamkeit, auch im Stadtrat, steht dabei nach Schramms Worten für ihn im Mittelpunkt.

Groß genug, um alles zu bieten, klein genug, um familiär zu sein

"Unser Konzept ist sein Konzept, sein Konzept ist unseres." Stadtrat Wolfram Brehm stellt ebenso wie Henry Schramm den Teamgedanken in den Mittelpunkt. Kulmbach stehe wie viele andere Kommunen in einem Wettbewerb der Standorte. "Früher war es der Wettbewerb um Firmen. Heute ist es eher der Wettbewerb um Köpfe. Wir müssen attraktiv sein, auch um der demographischen Entwicklung zu begegnen. Wir müssen sehen, dass wir Menschen in Kulmbach halten und Menschen nach Kulmbach ziehen." Um attraktiver zu werden seien Entwicklungen wie der Campus, die Behördenverlagerungen, die Unterstützung der Wirtschaft und auch die Schaffung von Wohnraum wichtig. "Da hat Kulmbach den großen Vorteil, dass wir im Gegensatz zu anderen Städten groß genug sind, um alles bieten zu können, aber auch klein genug, um noch familiären Charakter zu haben." Kulmbach müsse seine Chancen nutzen. "Wir können das Rad nicht zurückdrehen, und wir können das Klimaproblem nicht lösen, aber wir können unseren Teil dazu beitragen." Durch die Übernahme der Stromversorgung beispielsweise habe Kulmbach die Möglichkeit, dezentral in die Energieerzeugung einzusteigen. Auch im Bereich der Digitalisierung gelte es, bestmögliche Arbeitsbedingungen in der Stadt zu schaffen. Derzeit habe die Wahlgemeinschaft aus CSU, WGK und FDP 21 von 30 Stimmen im Stadtrat. "Das ist eine breite Mehrheit, die wir gerne erhalten wollen."

Heike Vogel kandidiert auf Platz 2 der Stadtratsliste. Sie weist auf die vielen Punkte hin, die im Wahlprogramm stehen. "Da steckt alles drin. Es sind alle Bereiche, alle Sparten und alle Altersklassen abgebildet." Als Expertin vom Bau weist Heike Vogel auf die umfangreiche Bautätigkeit in der Stadt hin. Das Baugebiet in Forstlahm sei bereits fast voll. Für die Handwerksbetriebe in der Region bedeute das Vollauslastung. "Das sichert uns die Arbeitsplätze." Was Heike Vogel besonders freut: Die Anstrengungen, Kulmbach attraktiv zu machen, seien offensichtlich gelungen. Das sehe man daran, wie viele junge Leute, die jahrelang aus Kulmbach weg gewesen sind, zur Familiengründung wieder in ihre Heimat zurückkehren.


Kulmbach liege ihm am Herzen, betont Schramm. Dass er alles tut, um die Stadt gut voranzubringen, habe er in den vergangenen 13 Jahren gezeigt. Die Liebe zu Kulmbach sei eine gute Voraussetzung, sich für die Stadt einzusetzen und, wenn notwendig, auch für sie zu kämpfen. Alle Generationen sollen sich in Kulmbach zu Hause fühlen. Das sei eines der großen Ziele. "Wir wollen Kulmbach zur Heimat für alle machen. Eine Stadt für Generationen schaffen." Alte Menschen sollen sich gut aufgehoben fühlen können, Eltern sollen die Sicherheit haben, dass ihre Kinder gut betreut werden. "Wir haben die Kinderbetreuung in den vergangenen Jahren hervorragend ausgebaut. Wir geben jetzt im Jahr 8,7 Millionen Euro für Kinderbetreuung aus. Als ich angefangen habe, waren es 2,7 Millionen Euro. Heute haben wir in der Kinderbetreuung einen Spitzenplatz in Bayern. An diesen Zahlen kann man die Entwicklung sehr gut erkennen. Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei eines der wichtigen Thema, die er sich auf die Agenda geschrieben habe.

Jede Leistung müsse aber auch verdient werden. "Am Anfang steht dabei natürlich immer die Frage, wie kommt das Geld rein, das wir brauchen, um alles zu finanzieren." Die Unterstützung der Wirtschaft sei ein wichtiger Faktor. "Wir haben seit 13 Jahren keine Steuern erhöht, und wir wollen auch weiterhin niedrige Gebühren und keine großen Belastungen für unsere Unternehmen. Das gilt für die Einzelhändler ebenso wie für die großen Betriebe, die viele wichtige Arbeitsplätze bieten." Neue Chancen sieht Schramm im Bereich der Lebensmittelbranche. Durch die Ansiedlung der 7. Fakultät der Uni Bayreuth in Kulmbach verspricht sich der OB Interesse an Neuansiedlungen oder Neugründungen im Bereich der Lebensmittelwirtschaft. "Ich bin mir sicher, wir werden nicht nur junge Studenten in der Stadt haben, sondern auch neue Arbeitsstellen bieten können, die interessant sind und Kulmbach attraktiver machen."

Als blühende und lebendige Stadt soll sich Kulmbach präsentieren. Spielplätze gehören dazu laut Schramm ebenso wie Freizeitanlagen. "Wir wollen Denkmäler erhalten, natürlich auch das historische Erbe unserer schönen Altstadt." Die Unterstützung privater Investoren für die Sanierung der Häuser sei dabei ein Ansatz.

Raum für Kunst und Kultur werde in Kulmbach gebraucht und derzeit geschaffen. "Das gehört in einer Stadt wie Kulmbach dazu."

Hartnäckig will Schramm dran bleiben, um endlich den Bahnhof barrierefrei zu gestalten. "Das gehen wir jetzt nochmals mit aller Kraft an und können dabei auch auf die Unterstützung von Martin Schöffel und Emmi Zeulner vertrauen." Der OB gibt sich optimistisch, dass in nächster Zeit ein wichtiger Schritt zur Erreichung dieses Ziel gelingen wird.

Auch auf der Plassenburg soll sich etwas tun. Sie sei das Wahrzeichen nicht nur der Stadt, sondern des ganzen Kulmbacher Lands. Für die Museumslandschaft müsse etwas getan werden. Dazu gehöre aber auch eine ordentliche Erschließung der Burg. Schramm plädiert weiter für die Schaffung eines Parkplatzes hinter der Burg., zumal die Finanzierung über den Freistaat laufen könne. Das Thema sei noch nicht vom Tisch. Derzeit werden Gutachten erstellt, informiert Schramm.

Investitionen in die Schulen seien ein weiterer wesentlicher Punkt. Die Digitalisierung müsse voranschreiten, wo Raumbedarf besteht, müsse Abhilfe geschaffen werden.

Vereinen und Verbänden verspricht Schramm Unterstützung. "Das haben wir in der Vergangenheit bereits getan. Durch das Großevent Spartan-Race wird kein einziger Euro weniger für unsere Vereine ausgegeben, im Gegenteil: Wir bekommen neue Impulse."

Die öffnen sich auch nach dem Abriss des Kaufplatzes. "Mein Ziel ist es, den Weißen Main dort aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken und einen Platz mit Randbebauung zu schaffen, wo Jung und Alt zusammen wohnen und damit auch unsere Innenstadt beleben. Natürlich gehört dazu auch, wieder einen Lebensmittelhandel in die Innenstadt zu bringen." Auch das bewährte Straßensanierungskonzept soll ohne zusätzliche Belastung der Bürger fortgeführt werden, betont Schramm. "Und natürlich wollen wir alle Außenorte einbinden. Die sind so wichtig wie die Innenstadt."

Überhaupt sei es wichtig, ein offenes Ohr für die Menschen zu haben. Die Bürger einbinden und sie mitnehmen, gute Initiativen zu unterstützen, sei wichtig für die Gemeinsamkeit, die Schramm in der ganzen Stadt pflegen und fortentwickeln will. Als Beispiel nennt er die Sanierung des Backhauses in Wickenreuth. Das sei nur möglich gewesen, weil Stadt, Denkmalschutz, Fördergeber und die Dorfgemeinschaft an einem Strang gezogen haben. "Mir liegt daran, dass wir einig sind, auch im Stadtrat."

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Melitta Burger
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Veröffentlicht am:
17. 01. 2020
17:46 Uhr

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Melitta Burger

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Veröffentlicht am:
17. 01. 2020
17:46 Uhr



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