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Kulmbach

Schuhfabrik Ott ist bald Geschichte

Noch in diesem Monat wird mit dem Abbruch des alten Industriekomplexes begonnen. Entstehen werden Parkplätze und eine Grünfläche.



Noch in diesem Monat wird mit dem Abriss der ehemaligen Schuhfabrik Ott am Ortsrand von Presseck begonnen. Der Gemeinderat vergab am Montag hierfür den Auftrag.	Foto: Klaus Klaschka
Noch in diesem Monat wird mit dem Abriss der ehemaligen Schuhfabrik Ott am Ortsrand von Presseck begonnen. Der Gemeinderat vergab am Montag hierfür den Auftrag. Foto: Klaus Klaschka  

Presseck - Die Tage der ehemaligen Schuhfabrik Ott in Presseck sind gezählt. Der Gemeinderat vergab in seiner Sitzung am Montagabend den Abriss-Auftrag an das Spezialabbruch- und Erdbauunternehmen Eginolf Reuther in Wallenfels zum Angebotspreis von 139 000 Euro. Mit dem Abbruch soll noch in diesem Monat begonnen werden. Die Beplanung des Geländes nach dem Abbruch ist bereits weit fortgeschritten: Dort sollen Parkplätze entstehen sowie eine Grünfläche bleiben, die bei Bedarf von Gewerbe bebaut werden kann. Außerdem fasste der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss, dass im Waldgebiet hinter dem Heinersreuther Schloss ein Friedwald zur Urnenbestattung unter Bäumen nach dem Vorbild der gleichen Anlagen in Naila und Issigau entstehen soll.

Die rechtliche Situation dieses Friedwalds ist verzwickt, aber lösbar, wie sich bei der abermaligen Besprechung des Vorhabens im Gemeinderat herausstellte: Eine solche Anlage muss grundsätzlich von der Kommune betrieben werden. Die muss den Friedhof aber kostenneutral betreiben. Ein Gewinn daraus wäre schädlich für den Status als Konsolidierungsgemeinde und zudem als Nicht-Pflichtaufgabe der Kommune nicht genehmigungsfähig, ebenso ein Verlust, den sich die finanziell klamme Gemeinde gar nicht leisten kann. Das "Vertrags-Dreieck" zwischen dem Markt Presseck und dem künftigen Betreiber der Anlage, der Reitzenstein‘schen Land- und Forstwirtschafts-GmbH sowie dem Verpächter und Eigentümer des Waldes, der Lerchenfeld‘schen Forstverwaltung wird analog dem der bestehenden Verträge ähnlicher Anlagen in Naila und Issigau gestaltet.

Für Presseck bestanden die Sprecher der SPD-Fraktion, Gerd Leinfelder, sowie Sigmund Stefan für die Freien Wähler noch auf eine Verdeutlichung im Vertrag, sodass der Markt Presseck tatsächlich weder für die Verkehrssicherung zu und von der Anlage noch für den Fall einer Insolvenz haftbar gemacht werden kann. Verwaltet wird der Friedwald im Pressecker Rathaus, wofür die Gemeinde fünf Prozent des Umsatzes zum Abgleich der dadurch entstehenden Kosten bekommen wird. Alles Weitere obliegt dem Betreiber beziehungsweise dem Verpächter. Über den Betreibervertrag hatte der Gemeinderat im Augenblick jedoch noch nicht zu entscheiden. Mit seinem Grundsatzbeschluss zur Errichtung eines Friedwalds machte er nun aber den Weg frei für das bodenrechtliche Verfahren zur Nutzungsänderung beziehungsweise zur Änderung des Bebauungsplan für das betreffende Waldgebiet.

Dass dieser Friedwald ein Gewinn für Presseck sei, darüber bestand Einigkeit im Gemeinderat. Bereits im April dieses Jahres, als das Thema erstmals auf der Tagesordnung stand, riefen Interessenten sowohl im Pressecker Rathaus als auch bei der Lerchenfeld‘schen Verwaltung an, um ihr Interesse an einer Baumbestattung zu bekunden. Ebenso auch jetzt, als das Thema Friedwald für die Gemeinderatssitzung veröffentlicht war. Bürgermeister Siegfried Beyer brachte es deshalb auf den Punkt: "Für Baumbestattungen gibt es eine große Nachfrage, auch von weit her. Wenn es Presseck nicht macht, dann macht es eine andere Gemeinde im Landkreis."

Neben dem Abbruchauftrag für die Schuhfabrik vergab der Gemeinderat im Rahmen des VgV-Verfahren zur Sanierung des Schulhauses den Auftrag für die Architekturleistungen nun an das Büro Drenske in Kulmbach. Zudem bestätigte der Gemeinderat die Kommandanten der Feuerwehr: Jürgen Müller als Kommandant und Jürgen Hohner als dessen Stellvertreter.

Bürgermeister Siegfried Beyer gab außerdem noch bekannt, dass der Zuwendungsbescheid über 50 000 Euro für den Glasfaseranschluss des Schulhauses nun eingegangen sei, ebenso der Bescheid, dass der Markt Presseck für dieses Jahr Stabilitätshilfen über eine halbe Million Euro bekommt.

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Klaus Kaschka

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Veröffentlicht am:
12. 11. 2019
18:02 Uhr

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Klaus Kaschka

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12. 11. 2019
18:02 Uhr



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