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Kulmbach

Solarpark entsteht in eisiger Kälte

Die frostigen Temperaturen halten die Investoren nicht auf. Seit Dienstag läuft der Aufbau des umstrittenen Solarparks Dörnhof bei Kupferberg.



Mehr als zwölf Hektar Fläche sollen bei Dörnhof mit Solarpanelen bestückt werden. Das umstrittene Vorhaben inmitten freier Landschaft hat jetzt begonnen. Die ersten Bauteile wurden angeliefert. Foto: Werner Reißaus
Mehr als zwölf Hektar Fläche sollen bei Dörnhof mit Solarpanelen bestückt werden. Das umstrittene Vorhaben inmitten freier Landschaft hat jetzt begonnen. Die ersten Bauteile wurden angeliefert. Foto: Werner Reißaus  

Kupferberg - Monatelang haben Anlieger darum gekämpft, den Solarpark Dörnhof, der zwischen Neufang und Kupferberg entstehen soll, zu verhindern. Im Dezember hatte es, wie berichtet, deshalb sogar einen Ortstermin mit dem Petitionsausschuss des bayerischen Landtags gegeben. Einhellig haben die Kulmbacher Landtagsabgeordneten Martin Schöffel (CSU), Inge Aures (SPD) und Rainer Ludwig (FW) sowie Landrat Klaus Peter Söllner ihr Unverständnis darüber geäußert, dass inmitten einer freien, unverbauten und weit einsehbaren Landschaft eine so große Solarfläche errichtet werden soll. Doch am Ende hat alle Kritik nichts geholfen: Das Vorhaben war genehmigungsfähig. Das Landratsamt hat Ende Dezember dem Vorhaben grünes Licht gegeben. Viel Zeit ließ der Investor nicht verstreichen. Trotz eisiger Kälte sind am Dienstag die ersten Lastwagen mit den Gestellen angerückt, auf denen die Solarfelder installiert werden sollen. Der Bau des Solarparks Dörnhof hat wenige Tage nach dem Genehmigungsbescheid begonnen.

Anlieger Udo Petzoldt lebt in Neufang. Er war einer derjenigen, die mit viel Elan dieses Vorhaben verhindern wollten. 18 Personen insgesamt waren es, die die Petition eingereicht hatten. "Das ist eine bittere, furchtbare Narbe im Gesicht unserer schönen Heimat", kommentiert Petzoldt das Projekt. Er war am Dienstag dabei, als die ersten Lkw anrollten. Er hat inzwischen weitgehend resigniert: "Wir werden das wahrscheinlich hinnehmen müssen", sagte er gegenüber der Frankenpost . Leicht fällt es ihm nicht. Er ist sich sicher: "Wenn das erstmal gebaut ist, fragt sich sicher jeder, der daran vorbeifährt, wie man das nur machen konnte."

Petzoldt befürchtet, dass der riesige Solarpark, der jetzt in Dörnhof entsteht, nur der Anfang ist und weitere Solarfelder mitten in der freien Natur folgen könnten. Er führt an, dass Investoren die Grundbesitzer und Bauern mit immensen Pachtpreisen locken. Bis zu 2500 Euro pro Jahr und Hektar sind seinen Angaben zufolge im Gespräch.

Auch der Kulmbacher Landrat hatte aus seiner ablehnenden Haltung zu dem Projekt kein Geheimnis gemacht. Es gefalle ihm nicht, hat Söllner gesagt. Es gebe aber auch keine Alternative. Das Landratsamt habe das Vorhaben genehmigen müssen. Die Planungshoheit über den Bebauungsplan habe die Stadt Kupferberg. Die habe die notwendigen Änderungen im Flächennutzungsplan im Oktober beschlossen und damit die planerische Grundlage gelegt, die den Bau dieses riesigen Solarparks ermöglicht, begründete das Landratsamt. Die Zustimmung der Behörde habe "zwingend" erfolgen müssen.

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Melitta Burger
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Veröffentlicht am:
22. 01. 2019
17:44 Uhr

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