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Kulmbach

Solidarisch seit über einem halben Jahrhundert

Die IG Metall zeichnet in Himmelkron verdiente Mitglieder aus. Lieselotte Baumeister aus Kulmbach ist bereits seit 70 Jahren bei der Gewerkschaft.



Diese Männer und Frauen sind bereits seit über 60 Jahren bei der IG Metall. Fotos: Werner Reißaus
Diese Männer und Frauen sind bereits seit über 60 Jahren bei der IG Metall. Fotos: Werner Reißaus   » zu den Bildern

Himmelkron - Jubilarehrungen standen im Mittelpunkt der jüngsten Zusammenkunft der Gewerkschaft IG Metall Ostoberfranken. Es habe Tradition, wie Volker Seidel, der Bevollmächtigte der IG Metall Ostoberfranken erklärte, Kolleginnen und Kollegen zu ehren, die der IG Metall seit fünf, sechs und auch sieben Jahrzehnten die Treue halten. Seidel: "Ihr seid das, was diese IG Metall ausmacht und ihr habt das ermöglicht, was wir in all den Jahren gemeinsam erreicht haben."

Die Geehrten

Landkreis Wunsiedel

50 Jahre: Dieter Fürtsch, Weißenstadt. Gerhard Schultheiss, Marktredwitz. Herbert Scholz, Röslau. 60 Jahre: Rainer Wydra, Marktredwitz. Lotte Schmidt, Weißenstadt. 70 Jahre: Alfred Geyer, Marktredwitz. Gerhard Eichinger, Marktleuthen. Günter Feist, Marktredwitz.

Landkreis Kulmbach

50 Jahre: Hans Hahn, Untersteinach. Heinrich Müller, Anita Schmelz (beide Wirsberg), Elfriede Fischer, Neuenmarkt, Gerhard Höhler, Kulmbach. 60 Jahre: Lina Vogel, Kulmbach. Alfred Arnold, Elmar Feulner, beide Marktschorgast. Hans Jürgen Ittner, Katschenreuth. Elfriede Rauh, Marktschorgast. 70 Jahre: Lieselotte Baumeister, Kulmbach.

Landkreis Bayreuth

50 Jahre: Werner Schott, Goldkronach. Gerhard Bauer, Weidenberg. Dieter Mann, Bayreuth. Wolfgang Ruhnke, Eckersdorf, Werner Chrzascz, Weidenberg. Siegfried Rutsatz, Plankenfels. Waldemar Schaller, Gefrees. 60 Jahre: Gerfried Neudert, Gefrees.

Landkreis Hof

50 Jahre: Siegfried Pfeiffer, Hof. Waltraud Ernst, Schwarzenbach a. Wald. Günter Weiß, Naila. 60 Jahre: Alfred Hüfner, Issigau. Jürgen Schott, Weißdorf. Klaus Kannheiser, Hof. 70 Jahre: Karl Schödel, Münchberg.

Sonstige

50 Jahre: Ursula Schnappauf, Rosenthal. 60 Jahre : Herbert Janka, Danndorf. 70 Jahre : G. Dippold, Viereth.


Da wurde, wie Seidel betonte, für eine menschenwürdige Arbeit gestritten, für Teilhabe an wirtschaftlichen Erfolgen und für ein Stück Gerechtigkeit in der Gesellschaft: "Vor 35 Jahren erkämpfte die IG Metall die 35-Stunden-Woche in der Bundesrepublik und entschied eine der größten sozialen Machtproben für ihre Beschäftigten. Nach sieben Wochen Streik und Aussperrung brach das Dogma der Arbeitgeber ‚keine Minute unter 40 Stunden‘."

Seidel wies auch darauf hin, dass die IG Metall im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt habe, kampfbereit zu sein und mit eineinhalb Millionen Mitstreitern und Mitstreiterinnen vor den Werkstoren die Arbeitszeit der Beschäftigten gegen den massiven Widerstand der Arbeitgeber flexibler und moderner gestaltet hat.

Kolleginnen und Kollegen in Schicht, mit Kindern oder zu pflegenden Angehörigen haben die Wahl, Geld in freie Zeit umzuwandeln, und profitieren somit von zusätzlichen freien Tagen. Der Bevollmächtige weiter: "Und auch unsere Auszubildenden erhalten vor ihren Abschlussprüfungen zwei freie Tage zur Vorbereitung. Mehr Lohn und Gehalt gab es außerdem - und das nicht zu knapp." Erstmals wurden auch 24-Stunden-Warnstreiks ausgerufen, um die Forderung der IG Metall umzusetzen.

Jeder und jede Einzelne der Jubilare stehe persönlich für die Erfolge der IG Metall. Seidel: "Unsere Tradition ist es, streitfähig zu sein, bei Konflikten um Lohn und Leistung, bei Auseinandersetzungen um Geld und Arbeitszeit und auch bei den Arbeitsbedingungen. Und wenn es um soziale Absicherungen geht, sind wir in der Lage, Lösungen zu finden. Aber, nichts ist sicher und von Dauer, wenn wir unsere erkämpften Meilensteine nicht gemeinsam verteidigen."

Elke Groh vom AGA-Arbeitskreis, der für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit steht, verwies darauf, dass man sich mit sozialpolitischen Themen auseinandersetze: "Außerdem möchten wir mit unserer Arbeit und unserem Projekt ‚55Plus’ versuchen, die Kolleginnen und Kollegen bereits vor dem Ausscheiden aus dem aktiven Arbeitsleben für unseren Arbeitskreis zu gewinnen."

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
01. 10. 2019
17:04 Uhr

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Werner Reißaus

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Veröffentlicht am:
01. 10. 2019
17:04 Uhr



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