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Kulmbach

Solider Baustein für die berufliche Zukunft

140 Absolventen haben in Kulmbach den Abschluss ihrer Berufsausbildung gefeiert. 95 Prozent der Prüfungsteilnehmer haben bestanden.



Festredner Hans-Dieter Groppweis betonte, die tägliche Arbeit müsse Spaß machen.
Festredner Hans-Dieter Groppweis betonte, die tägliche Arbeit müsse Spaß machen.   » zu den Bildern

Kulmbach – 96 Auszubildende aus dem kaufmännischen- und 44 aus gewerblichen Berufen haben am Montagabend in einer Feierstunde in der Dr.-Stammberger-Halle ihre Zeugnisse erhalten. Neun Absolventen haben die Bestnote Eins.

„Insgesamt haben 54 Prozent mit einer Eins oder Zwei abgeschlossen“, freute sich IHK-Vizepräsident Michael Möschel, zugleich Vorsitzender des IHK-Gremiums Kulmbach. Er beglückwünschte die Nachwuchskräfte zu ihrem Erfolg und bestärkte sie darin, ihren beruflichen Weg mutig weiter zu gehen. Für die frisch gebackenen Fachkräfte beginne nun ein spannender neuer Lebensabschnitt. Eine berufliche Ausbildung sei ein solider Baustein für eine erfolgreiche Zukunft. „In Richtung Erfolg gibt es nicht nur den akademischen Weg, es gibt auch den Weg der beruflichen Aus- und Weiterbildung, der für echte Talente in den Unternehmen eine gleichwertige Alternative ist“, betonte Möschel.

Die Festrede hielt der Kasendorfer Unternehmer Hans-Dieter Groppweis, geschäftsführender Gesellschafter der Firmen Maxit Mauermörtel und Johann Bergmann. In seiner Ansprache erinnerte er an seine eigene Schulzeit und Ausbildung, und auch daran, dass ihm seine Eltern bereits mit drei Jahren mitteilten, dass er die Firma zu übernehmen habe. „Ich war einverstanden und ab sofort täglich Beifahrer in unserem Lkw. Unser Fahrer Gottfried hat dafür gesorgt, dass ich unsere Kunden kennenlernte.“

Hans-Dieter Groppweis ist der Meinung, dass heute mitunter die Praxis in der Berufsausbildung zu kurz kommt: „Die jungen Leute beginnen nach dem Abitur ein Hochschulstudium und wissen größtenteils gar nicht, wie es im Alltag, also in der Wirtschaft, im Berufsleben, zugeht.“ Sein Lob galt den 140 Absolventen. „Ihr habt es richtig gemacht. Ihr habt einen Beruf erlernt. Studieren könnt ihr immer noch.“ Allerdings dürfe man nicht aufhören zu lernen. Das ganze Leben sei ein Lernprozess.

Groppweis verwies darauf, dass in seinem Unternehmen am 3. September elf neue Auszubildende ihre Lehre begonnen hätten. „Ich sagte ihnen, seid mit Freude dabei, wir sind ein fröhliches Unternehmen, wir lachen viel. Für Menschen, die den ganzen Tag mit einem grimmigen Gesicht herumlaufen, sind wir nicht die richtige Firma.“ Die tägliche Arbeit, der Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen, das alles solle Spaß machen und Freude bereiten.

Der Redner betonte, dass das ganze Leben ein Lernprozess sei, sagte aber auch: „Bewertet die Zeugnisse nicht über, man hat schließlich auch einmal Pech, Prüfungsangst, einen schlechten Tag und was es so alles gibt.“ Er selbst schaue sich die Zeugnisse bei den Bewerbern nur oberflächlich an. „Viel wichtiger ist das persönliche Gespräch.“ Dann gab er den jungen Leuten an die Hand, entscheidungsfreudig zu sein: „Wenn etwas ansteht, schlaft zwei Nächte darüber. Manchmal ist eine Fehlentscheidung besser als keine. Und wer zu schnell zu viel verändern will, verliert das Ziel aus den Augen.“

Groppweis weiter: „Wenn Sie selbst einmal junge Menschen ausbilden, dann nehmen Sie sich bitte zu Herzen, dass dies Zeit braucht. Auch wenn wir alle unter Erfolgs- und Zeitdruck stehen, darf die menschliche Komponente nie darunter leiden.“

Vor der Auszeichnung der Prüfungsbesten gingen die Absolventen Amelie Brehm und Lukas Küfner in einem Rollenspiel noch einmal auf die absolvierte Ausbildung ein und verglichen dabei den Unternehmensalltag im Ausbildungsbetrieb mit dem Berufsschulbesuch. Beide dankten ihren Ausbildern, Lehrern und Angehörigen für die Unterstützung. Kulmbachs Oberbürgermeister Henry Schramm zollte den Absolventen Anerkennung, auch im Namen von Landrat Klaus Peter Söllner und der anwesenden Bürgermeister. Der Redner ermunterte die jungen Leute dazu, ehrenamtlich tätig zu werden: „Überlasst es nicht anderen. Habt Ideen und bringt euch ein.“

Autor

Gabriele Fölsche
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Veröffentlicht am:
16. 10. 2018
17:20 Uhr

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Gabriele Fölsche

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16. 10. 2018
17:20 Uhr



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