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Kulmbach

St. Marien auf neuen Wegen

Das Stadtsteinacher Seniorenheim ist in die Gemeinnützige Caritas- Gesellschaft St. Heinrich und Kunigunde eingegliedert. In dem Haus sollen weitere Plätze entstehen.



Das Stadtsteinacher Seniorenheim St. Marien ist seit Anfang Oktober in eine von der Caritas getragenen gemeinnützigen GmbH eingegliedert worden. Das Haus soll von 74 auf 80 Plätze erweitert werden. Dafür soll ein Trakt abgerissen und größer neu aufgebaut werden. Foto: Archiv
Das Stadtsteinacher Seniorenheim St. Marien ist seit Anfang Oktober in eine von der Caritas getragenen gemeinnützigen GmbH eingegliedert worden. Das Haus soll von 74 auf 80 Plätze erweitert werden. Dafür soll ein Trakt abgerissen und größer neu aufgebaut werden. Foto: Archiv  

Stadtsteinach - "Seit 4. Oktober ist die Caritas gGmbH St. Heinrich und Kunigunde im Handelsregister eingetragen", teilt der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg mit. Mehr als 30 sogenannte entgeltfinanzierte Einrichtungen im ganzen Bistum, darunter auch das Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Marien und die Caritas-Sozialstation Stadtsteinach, wurden ausgegründet. Bislang befanden sich die Einrichtungen alle in direkter Trägerschaft der Caritas. In Stadtsteinach, so wird aus dem Haus berichtet, wird sich noch mehr ändern als der Träger: St. Marien soll erweitert werden. Nach einem Umbau sollen dort dann 80 statt bisher 74 Pflegeplätze für Senioren zur Verfügung stehen.

Eine Bündelung und Stärkung der Dienste und Einrichtungen sei mit der Gründung der gemeinnützigen Gesellschaft St. Heinrich und Kunigunde beabsichtigt, erklärt die Bamberger Caritas, warum sie dieses Unternehmen gegründet hat. Als attraktiver Arbeitgeber wolle sich das neue Unternehmen präsentieren. "Als großes Netzwerk", sagt Diözesan-Caritasdirektor Helmar Fexer, "sollte es leichter fallen, Personal zu gewinnen und vorhandene Mitglieder in ihrer Entwicklung zu fördern." Zweite wesentliche Aufgabe der gGmbH sei es, verschiedene Leistungen der Caritas aus einer Hand anzubieten. Deshalb verfolge die Gesellschaft das Ziel, dass in Zukunft weitere karitative Träger aus dem Erzbistum Einrichtungen in die gGmbH einbringen.

Der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg werde sich im Gegenzug auf seine Aufgaben als Spitzenverband konzentrieren, heißt es in der Mitteilung des Caritasverbands für die Erzdiözese Bamberg. Der Verband solle deutlicher "als Anwalt der Benachteiligten auftreten und sich verstärkt in die gesellschaftliche und politische Diskussion einbringen". Diözesan-Caritasdirektor Helmar Fexer erhofft sich davon, dass sich dann Menschen leichter dafür begeistern lassen, sich bei der Caritas sozial und politisch zu engagieren.

Die Caritas gGmbH St. Heinrich und Kunigunde umfasst derzeit 15 stationäre Pflegeeinrichtungen, einen ambulanten Pflegedienst, drei Tagespflegen, drei Kindertagesstätten, eine Jugendhilfeeinrichtung mit mehreren Standorten und das Heilpädagogische Zentrum in Lichtenfels mit acht Einrichtungen und zwei sonderpädagogischen Schulen. In diesen Einrichtungen seien insgesamt rund 1700 Mitarbeiter beschäftigt. Zudem habe die Caritas gGmbH St. Heinrich und Kunigunde die Geschäftsführung für ein weiteres Pflegeheim und fünf Kindertagesstätten. In Trägerschaft des Diözesan-Caritasverbandes verbleiben unter anderem die beiden Caritas-Fachakademien für Sozialpädagogik in Bamberg und Baiersdorf.

Die Arbeitsverträge der bisher beim Diözesan-Caritasverband angestellten Mitarbeiter seien unverändert übernommen worden, informiert die Caritas. Es gelte weiterhin der Tarif der Caritas; die Rechte der Mitarbeitervertretung seien ungeschmälert. Der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg sei hundertprozentiger Gesellschafter der gGmbH und werde auch Mehrheitsgesellschafter bleiben, wenn weitere Träger Einrichtungen in die gGmbH einbringen sollten, teilt der Verband mit. Geschäftsführer sind Friederike Müller und Matthias Ohlms, Aufsichtsratsvorsitzender ist Weihbischof Herwig Gössl.

Der Leiter des Stadtsteinacher Seniorenheims St. Marien, Stefan Tippner, hatte bei der Mitgliederversammlung des Kulmbacher Caritas-Kreisverbandes, unter dessen Trägerschaft das Stadtsteinacher Haus bis vor einigen Jahren gestanden war, von Ausbauplänen für die Einrichtung berichtet. Demnach sei es vorgesehen, einen Trakt abzureißen und größer wieder aufzubauen. Sechs Plätze weniger sollen demnach während der Bauarbeiten zur Verfügung stehen. Wenn alles abgeschlossen ist, werde das Haus dann aber über 80 statt wie bisher 74 Plätze verfügen. Auch mit dem Heimbeirat habe Tippner die Planung bereits besprochen, heißt es Beiratskreisen. Offen ist bislang aber, wann der geplante Um- und Ausbau der Einrichtung beginnen wird.

Autor

Melitta Burger
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
31. 10. 2019
17:26 Uhr

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Melitta Burger

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Veröffentlicht am:
31. 10. 2019
17:26 Uhr



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