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Kulmbach

Stadt investiert 40 Millionen Euro

Die Kinderbetreuung steht auch im kommenden Jahr in Kulmbach wieder ganz vorne. Ein großer Brocken wird aber auch der Abriss des Kaufplatz-Areals, der nun bald beginnt.



Einmal mehr erweist sich der Haushalt der Stadt Kulmbach als mächtiges Zahlenwerk. Grafik: Frankenpost
Einmal mehr erweist sich der Haushalt der Stadt Kulmbach als mächtiges Zahlenwerk. Grafik: Frankenpost  

Kulmbach - Einstimmig hat der Kulmbacher Stadtrat am Donnerstagabend den städtischen Etat für das kommende Jahr verabschiedet. Der Haushalt ist einmal mehr geprägt von Investitionen. 40,54 Millionen Euro wird die Stadt Kulmbach 2020 in die Hand nehmen, das ist nach dem Rekordjahr 2019 die dritthöchste Summe seit 2010. Wie immer in den vergangenen Jahren wird der Kulmbacher Etat noch im alten Jahr verabschiedet, um Planungssicherheit zu erlangen. Oberbürgermeister Henry Schramm wies in seiner Haushaltsrede auf jüngst abgeschlossene, derzeit laufende und anstehende Projekte hin und machte die gute Entwicklung deutlich, die die Stadt in den vergangenen Jahren gemacht hat. "Kulmbach ist ein Juwel, das wir mit Mut, Tatkraft und Weitblick noch mehr zum Strahlen bringen können, als es das ohnehin schon tut. Wir erleben gegenwärtig die Auswirkungen des Wachstums einer attraktiver werdenden Stadt." Triebfeder dieser Entwicklung ist nach Schramms Überzeugung die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung zur Ansiedlung des Universitätscampus.

Die wichtigsten Zahlen

Das Gesamtvolumen des Haushalts für die Stadt mit Stadtwerken und TuV beträgt insgesamt rund 168 Millionen Euro.

41 Millionen Euro wird Kulmbach im kommenden Jahr investieren.

Das Haushaltsvolumen der Stadt allein insgesamt liegt bei rund 92,8 Millionen Euro, 25,2 Millionen Euro im Vermögenshaushalt und 67,6 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt.

Die Personalkostenliegen im kommenden Jahr bei knapp 12,9 Millionen Euro.

An Umlagen muss die Stadt im nächsten Jahr knapp 17,5 Millionen Euro bezahlen. Mehr als 15,1 Millionen Euro fließen als Umlage an den Landkreis. Das ist die höchste Summe aller Zeiten. 2001 waren es noch knapp 11,3 Millionen Euro.

Knapp 520 000 Euro an Zinsen werden fällig.

Knapp 44,7 Millionen Euro nimmt die Stadt an Steuern ein.

Knapp 6 Millionen Euro werden an Zuweisungen und Zuschüssen erwartet.


Die Kinderbetreuung wird auch im kommenden Jahr einer der großen Schwerpunkte in Kulmbach sein. 2,45 Millionen Euro sind für den Bau des Aqua-Kindergartens im kommenden Jahr eingeplant. Insgesamt wird diese Kita 5,29 Millionen Euro kosten.Auch 1,39 Millionen Euro Zuschuss für die Erweiterung der Kita der Kreuzkirche werden kommendes Jahr als städtischer Zuschuss fließen. Deutliche Schwerpunkte im Bereich der sozialen Betreuung von Kindern und der Angebote für die Familien in der Stadt werden darüber hinaus gesetzt. Für den Kinder- und Jugendbetreuungsbereich sind 2020 mehr als 8,5 Millionen Euro eingeplant; fast 700 000 Euro mehr als noch in diesem Jahr. Der Betrag setzt sich zusammen aus fast 3,6 Millionen Euro für Kinderkrippen, 3 Millionen Euro für Kindergärten, knapp 1,2 Millionen Euro für die Horte, gut 600 000 Euro für Elternbeitragszuschüsse und knapp 170 000 Euro für die Mittagsbetreuung. Auch in ihre Schulen wird die Stadt im kommenden Jahr wieder viel Geld stecken. Knapp eine Million Euro sind vorgesehen, unter anderem für die Digitalisierung der Klassenzimmer.

Ein Riesenbrocken wird der Abbruch und die weitere Entwicklung des Kaufplatz-Areals. Allein für den Abriss werden im kommenden Jahr 7,3 Millionen Euro fällig, die zum Glück hoch bezuschusst werden. Der Abbruch wird so teuer, weil zahlreiche entdeckte Altlasten fachgerecht entsorgt werden müssen. Erste 200 000 Euro sind fürs neue Jahr auch schon für die weitere Entwicklung eingestellt. Wie das Areal künftig genutzt wird, steht noch nicht fest.

Auch in die Freizeiteinrichtungen investiert die Stadt Kulmbach weiter. 225 000 Euro werden unter anderem für die Erneuerung des Außenbereichs am Freibad bereitgestellt, 500 000 Euro sind nahe dem Hallenbad für die Becken und Aufbereitungstechnik des geplanten Aqua-Kindergartens vorgesehen, und auch in die Eisbahn investiert die Stadt kommendes Jahr 125 000 Euro.

Neben den Großprojekten für den Hochwasserschutz, etwa die Flutmulde oder auch die Hofer Straße, stehen auch für den Überflutungsschutz Mittel zur Verfügung. 830 000 Euro stellt die Stadt zur Verfügung, die Stadtwerke investieren 2,5 Millionen Euro unter anderem für die Erneuerung und Erweiterung der Kanäle im Bereich der Weiherer Straße.

Das ist längst nicht alles: Radwegekonzept und das Photovoltaikkataster sowie die Umsetzung der Ergebnisse der Studie über die Innen-Eentwicklungspotenziale werden eine halbe Million Euro verschlingen, ins Straßensanierungsprogramm fließen 300 000 Euro, in die Sanierung der Kühlanlage des Schlachthofs werden ebenfalls 300 000 Euro fließen. Sicher schmerzhaft, aber nötig: Eine Million Euro sind für Altlastenuntersuchungen und -sanierungen im Stadtgebiet eingeplant.

Für den laufenden Betrieb der Stiftung Landschaftsmuseum Obermain stellt die Stadt 332 500 Euro in den Haushalt ein, in die Musikschule fließen 682 000 Euro. Neben den gut 4 Millionen Euro Sanierungskosten für die Volkshochschule werden für den Betrieb 200 000 Euro bereitgestellt, für die Bücherei sind es 523 000 Euro.

Kulmbach soll grünen und blühen. Zur Verschönerung der Stadt stehen 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Rund 933 000 Euro müssen, ohne die Einnahmen für die Fahrkarten, für den Stadtbusverkehr aufgewendet werden. Das sind 14 Prozent mehr als noch im jetzt auslaufenden Jahr. 2019 konnte die Stadt erfreuliche Zuwächse bei den Beteiligungsbeträgen aus Einkommens- und Umsatzsteuer verzeichnen. Nachdem die Steuerschätzungen weiterhin von einem Anstieg ausgehen, konnte Kämmerer Alexander Punzelt fürs kommende Jahr weitere Steigerungen einkalkulieren. Allein 15,2 Millionen aus der Einkommenssteuer und 3 Millionen aus der Umsatzsteuer erwartet die Stadt im Jahr 2020.

"In unserem Kulmbach sollen sich alle wohlfühlen", betonte der OB und bezog ausdrücklich auch Flüchtlinge mit ein. "Hass und Hetze , Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus haben in unserer Stadt keinen Millimeter Platz. Dafür stehe und streite auch ich ganz persönlich mit voller Kraft."

Autor

Melitta Burger
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
28. 11. 2019
20:04 Uhr

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Melitta Burger

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28. 11. 2019
20:04 Uhr



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