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Kulmbach

Stadtbus besser im Takt

Stadtteile sind besser eingebunden, die Stadthalle wird wieder angefahren, und es gibt neue Haltestellen: Vom 1. Dezember an ist der Stadtbusverkehr in Kulmbach viel attraktiver.



Vom 1. Dezember an gilt ein neues Stadtbus-Konzept, das viele Verbesserungen mit sich bringt. Verkehrsplaner Volker Griesbach (von links) erläuterte die Neuerungen mit Oberbürgermeister Henry Schramm und Michael Beck vom Kulmbacher Landratsamt. Foto: Melitta Burger
Vom 1. Dezember an gilt ein neues Stadtbus-Konzept, das viele Verbesserungen mit sich bringt. Verkehrsplaner Volker Griesbach (von links) erläuterte die Neuerungen mit Oberbürgermeister Henry Schramm und Michael Beck vom Kulmbacher Landratsamt. Foto: Melitta Burger  

Kulmbach - Als "deutliche Verbesserung" bezeichnet Oberbürgermeister Henry Schramm die Neuerungen, die vom 1. Dezember an im Kulmbacher Stadtbusverkehr gelten. Die Einzelheiten erfahren die Kulmbacher aus dem Fahrplanheft, das die Stadt Kulmbach am Montag vorgestellt hat und in dem die Ergebnisse einer umfassenden Planung und Neuordnung des Stadtbusverkehrs zusammengefasst sind.

Fahrplanheft

Den neuen Fahrplan mit ausführlichen Beschreibungen der Linien und Hinweisen auf alle Veränderungen und Verbesserungen gibt es ab sofort als gedrucktes Heft unter anderem im Kulmbacher Rathaus, in der Tourist-Information, im Landratsamt, in den Stadtbussen und an vielen anderen Stellen in der Stadt.


Für den gibt die Stadt Kulmbach immer mehr Geld aus, informierte OB Schramm. Für das kommende Jahr sei als Differenz zwischen den Einnahmen von Fahrgästen und den tatsächlichen Kosten ein Defizit von mehr als 720 000 Euro zu erwarten. 2017 habe das Defizit noch bei 268 000 Euro gelegen. Trotz einer beinahe Verdreifachung stehe die Stadt zu diesen Ausgaben, damit die Kulmbacher Bürger ihren Stadtbus zu günstigen Preisen nutzen können.

Auch nach den Verbesserungen, die nun greifen, soll es bei 1,30 Euro pro Ticket bleiben, hat der Stadtrat beschlossen. Der OB hofft, dass das erweiterte Konzept künftig mehr Kulmbacher auf den Stadtbus umsteigen lässt. Nach Angaben der Firma Schütz, die den Stadtbusverkehr betreibt, werden jährlich bislang etwa 500 000 Menschen im Kulmbacher ÖPNV befördert.

Die Zahlen, die Henry Schramm nannte, sind beeindruckend. 295 000 Euro hat die Stadt im Jahr 2017 insgesamt für den Stadtbus ausgegeben. 235 000 Euro gingen als Ausgleich für nicht gedeckte Kosten an die Firma Schütz. Fürs kommende Jahr sehen die Kosten nach einer deutlichen Erhöhung der Vergütung für das Stadtbusunternehmen ganz anders aus: Rund 933 000 Euro sind eingeplant, 867 000 Euro erhält der Busunternehmer, der zudem die Gelder aus dem Verkauf der Fahrkarten vereinnahmt. Der Differenzbetrag fließt zum Beispiel in Wartungsarbeiten an den Haltestellen und Wartehäuschen.

In diesem Zusammenhang zeigte sich OB Schramm dankbar, dass der Landkreis Kulmbach nun 212 000 Euro der insgesamt veranschlagten Kosten übernimmt. "Wir wollen den Menschen mehr bieten, aber umsonst ist nichts", erklärte Schramm, der hervorhob, dass die Stadt Kulmbach mit der hohen Summe, die sie jährlich aufwendet, die niedrigen Fahrkartenpreise für die Bevölkerung möglich mache.

Der Stadt Kulmbach sei es, wie der OB ausführte, in Kooperation mit Verkehrsplaner Volker Griesbach, gelungen, Bewährtes zu bewahren und Neues einzuführen: "Dies alles unter der Prämisse, den öffentlichen Personennahverkehr im Stadtgebiet Kulmbach einfacher und attraktiver für die Fahrgäste zu gestalten" machte Schramm deutlich und erläuterte die wesentlichen Verbesserungen. So wurde erstmals ein echter 30-Minuten-Takt für die Innenstadt geschaffen. In diesem Zusammenhang wurde auch dem Wunsch vieler Fahrgäste entsprochen und die Stadthalle mit dem Zentralen Omnibus-Halt an der Alten Spinnerei (ZOB) im 30-Minuten-Takt verbunden. Außerdem hat die Stadt Kulmbach neue Haltestellen, zum Beispiel in der Klostergasse, errichtet, eine neue Einkaufslinie geschaffen sowie eine neue Stadtbuslinie eingerichtet, die auch die Obere Stadt, sowie die Plassenburg anbindet. Den Plassenburg-Express, der bislang ausschließlich vom EKU-Platz zur Burg und zurück pendelte, gibt es dann nicht mehr. Diese Haltepunkte sind Teil der Linie, die auch die Obere Stadt und die Wolfskehle bedient. Der Vorteil: Mit ausgeklügelten Umsteigemöglichkeiten, können jetzt zum Beispiel Menschen aus der Siedlung mit einem Ticketpreis zum Beispiel bis zur Burg fahren.

Schließlich konnte die Stadt Kulmbach die Reisezeiten durch eine Minimierung der Umsteigezeiten verkürzen. Dazu trägt insbesondere auch eine Bevorrechtigung für Stadtbusse an den innerstädtischen Ampeln bei. Diese Möglichkeit, die andere Städte ebenfalls nutzen, wurde mittels technischer Einrichtungen neu geschaffen. Allein rund 120 000 Euro hat es gekostet, die meisten städtischen Ampeln so umzurüsten, dass sie dem Stadtbus Vorrang einräumen.

Auch die Nachhaltigkeit, Stichwort "Verringerung des CO2-Ausstoßes" hatte die Stadt Kulmbach bei ihren Planungen im Blick: In Zusammenarbeit mit dem Landkreis Kulmbach konnten Synergieeffekte genutzt werden und die bisherigen Stadtbuslinien 5 (Innenstadt-Zettlitz-Windischenhaig-Frankenberg) und 6 (Innenstadt-Grafendobrach-Lehental-Oberpurbach) in den ÖPNV des Landkreises integriert werden. "Die Bewohner der Außenorte profitieren hiervon mit einer deutlichen Verdichtung des bedarfsgesteuerten Variobus-Angebotes des Landkreises im Stadtgebiet" machte der Oberbürgermeister deutlich. Man müsse, wenn man in einer Ortschaft lebt, die durch Vario-Busse angebunden ist, lediglich eine Stunde vorher anrufen und ankündigen, dass man zusteigen will, informierte dazu Verkehrsplaner Griesbach. Unter anderem die Menschen in Lehenthal und Windischenhaig profitierten davon, dass in Teilbereichen auch die regionalen Linien mit eingebunden sind. Insgesamt gibt es sechs neue Vario-Buslinien.

Die Stadt Kulmbach und der Landkreis Kulmbach als Aufgabenträger für den ÖPNV haben für den Stadtbusverkehr eine Zweckvereinbarung abgeschlossen, die die Kostenbeteiligung regelt. Träger des Stadtbusverkehrs ist wie bisher die Firma Stadtbus Kulmbach GmbH der Familie Schütz. Das Unternehmen wurde, wie die Stadtverwaltung informiert, über ein europarechtliches Vergabeverfahren zum 1. Dezember 2019 mit der Beförderung betraut. Für die Variobuslinien des Landkreises wird der Kreisausschuss des Landkreises am heutigen Dienstag die Vergabebeschlüsse fassen.

"Die Stadt hat nun mit ihren grundlegenden Verbesserungen bei gleichbleibenden Tarifen eine Grundlage dafür geschaffen, dass die Zahl der Fahrgäste weiter steigen kann", sagte der OB abschließend.

Michael Beck vom Landratsamt wies darauf hin, dass der ÖPNV in Stadt und Landkreis Kulmbach eines der Zukunfts- und Leitthemen der nächsten Jahre sein wird. Von der gemeinsamen ÖPNV-Planung profiterten auch Regionalbusfahrer, die vom kommenden Monat an mit ihrem Ticket ebenfalls kostenlos in den Stadtbus umsteigen können.

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Melitta Burger
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Veröffentlicht am:
25. 11. 2019
17:56 Uhr

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Melitta Burger

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25. 11. 2019
17:56 Uhr



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