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Kulmbach

Stadtsteinach will attraktiver werden

Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept ist auf den Weg gebracht. Bis zum Jahresende soll es vorliegen.



Der 14-jährige Julian Heinz trug sich zu Beginn der Stadtratssitzung in das Ehrenbuch der Stadt Stadtsteinach ein.	Foto: Klaus Klschka
Der 14-jährige Julian Heinz trug sich zu Beginn der Stadtratssitzung in das Ehrenbuch der Stadt Stadtsteinach ein. Foto: Klaus Klschka   » zu den Bildern

Stadtsteinach - Erneut hat sich der Stadtsteinacher Stadtrat mit dem angestrebten Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) befasst. Einen Zwischenbericht gab in der Sitzung am Montag Bürgermeister Roland Wolfrum.

Zum einen fand hierzu im Juni eine Ortsbegehung mit den beauftragten Planern von der Nürnberger Firma DSK im Juni, zum anderen ein Workshop Mitte dieses Monats statt. An beiden Treffen ging es zunächst (wie berichtet) um eine Bestandsaufnahme. Die Informationen hieraus haben die Planer aus Nürnberg zunächst gesammelt. Derzeit wertet DSK die Eindrücke und Wünsche aus. Bis zum Jahresende soll ein Konzept erarbeitet und dann dem Stadtrat vorgelegt werden, sagte Wolfrum.

Der Bürgermeister weiter: "Spätestens nach der Eröffnung der Umgehungsstraße wird sich in Stadtsteinach einiges ändern. Bei weniger Straßenverkehr durch die Stadt könnte man die Situation für die Fußgänger und Radfahrer verbessern." In der Zwischenzeit könnte man aber schon bereits avisierte Maßnahmen in die Tat umsetzen.

Mehr Bürgerbeteiligung an den beiden Terminen hätte sich Stadtrat Wolfgang Martin gewünscht. Man hätte die Veranstaltungen besser bewerben sollen. Man sollte sehr wohl mit den Bürgern in Diskussion kommen, was die Gestaltung ihrer Stadt betrifft, merkte er an. Der Prozess sei zunächst angestoßen worden, entgegnete Bürgermeister Wolfrum. Stadtrat Wolfgang Hoderlein regte an, dass man vielleicht mit kleinen Projekten beginnen sollte und damit zeigen, wie sich die Stadt verändern werde. Das müsste aber auch rechtzeitig kommuniziert werden. Ob sich Bürger in die Planungen einbringen wollen oder nicht, das sei ihre Entscheidung. Zwingen könne man niemanden.

Winfried Hempfling hält den Bau einer Kneipp-Anlage im Stadtpark für ein erstes geeignetes Projekt. Zur Bürgerbeteiligung schlug Knud Espig vor, das Thema "Attraktivere Stadt" auch an die Schule zu tragen und ans Jugendparlament. Als weniger problematisch bezeichneten die Stadträte Martin Baumgärtner und Klaus Witzgall die geringe Bürgerbeteiligung, denn der Stadtrat sei dafür gewählt worden zu entscheiden.

Für die weitere Aktivierung des Lebens in der Stadt, vornehmlich für den Veranstaltungsbereich, ist seit Juli Maximilian Haueis angestellt, zunächst als Vertretung und befristet bis zum Jahresende. Er stellte sich am Montag dem Stadtrat persönlich vor. Der 25-Jährige ist gelernter Veranstaltungskaufmann, war zuvor im Marketing in Berlin beschäftigt, bevor es ihn wieder zurück in die Heimat und an den elterlichen Gast- und Hotelbetrieb im Marktleugaster Ortsteil Hermes zog.

Beschäftigt ist er bereits mit der Umsetzung des Sommerprogramms im Freibad, er hat den "Anzeiger" übernommen und ist zurzeit insbesondere mit der Aktualisierung und Pflege der Homepage der Stadt befasst. Des Weiteren organisiert er die Walderlebnistage, die im September in Stadtsteinach stattfinden werden, und den Tag des offenen Denkmals. Vorbereitet wird auch die Mittelalter-App und es gibt Überlegungen zu einem Mittelalter-Markt oder Mittelalter-Konzerten, denn durch das Steinachtal soll in absehbarer Zeit ja ein Mittelalter-Pfad angelegt werden. Verbessert werden soll auch das Ranking der Gastronomie in Google.

Überhaupt, so Haueis, sei die Internet-Präsenz von Stadtsteinach verbesserungswürdig, wobei ihm Knud Espig zustimmte. Klaus Witzgall schlug in die gleiche Bresche: "Wir vertragen etwas Schwung." Er regte an, weitere Events wie das Faschingstreiben mit aufzunehmen.

Zu Beginn der Sitzung hatte sich Julian Heinz ins Goldene Buch ( der Stadt Stadtsteinach eingetragen. Er hatte, wie berichtet, beim Bundes-Wettbewerb "Jugend musiziert" im Mai einen ersten Preis mit der maximal möglichen Punktzahl erreicht. In Stadtsteinach hatte man zwar im Gruppensport bereits Meister bis in hohe Ränge, stellte Bürgermeister Roland Wolfrum fest. Jedoch keinen Einzelkämpfer.

Bei dieser Gelegenheit stellte Wolfrum auch fest, dass Julian Heinz, bei allem Talent und Fleiß, der nur ihm zuzuschreiben ist, seine musikalische Grundausbildung in seiner Heimatstadt bekommen hatte; zunächst mit Gitarre im Stadtsteinacher Musikinstitut, der früheren Musikschule, anschließend durch den über den Stadtsteinacher Musikverein initiierten Instrumentalunterricht an der Grundschule, durch den er erst an die Posaune kam, und mit der er es in der kurzen Zeit von vier Jahren schon sehr weit gebracht hat. Inzwischen bald in der neunten Klasse am Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium in Kulmbach ist er aber weiter in seiner Heimat musikalisch aktiv: beim Stadtsteinacher Musikverein, in verschiedenen Posaunenchören der Umgebung und beim Kammerorchester in Kulmbach, zusätzlich zur Schule.

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Klaus Kaschka

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Veröffentlicht am:
24. 07. 2018
17:54 Uhr

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24. 07. 2018
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