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Kulmbach

Standing Ovations für Henry Schramm

Einstimmig haben sich CSU, WGK und FDP für ein erneutes Wahlbündnis und einen gemeinsamen Oberbürgermeisterkandidaten ausgesprochen. Der Amtsinhaber erhielt viel Lob für seine Arbeit.



Das bürgerliche Lager in Kulmbach will Henry Schramm zum dritten Mal in Folge an die Spitze der Stadt bringen. Nach der einstimmigen gemeinsamen Nominierung freuen sich (von links) auf den Wahlkampf: Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner, Landrat Klaus Peter Söllner, Wolfram Brehm, Jörg Kunstmann, Andrea und Henry Schramm, Kulmbachs Ehrenbürger Hans Albert Ruckdeschel, Dr. Ralf Hartnack und Thomas Nagel. Fotos: Melitta Burger
Das bürgerliche Lager in Kulmbach will Henry Schramm zum dritten Mal in Folge an die Spitze der Stadt bringen. Nach der einstimmigen gemeinsamen Nominierung freuen sich (von links) auf den Wahlkampf: Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner, Landrat Klaus Peter Söllner, Wolfram Brehm, Jörg Kunstmann, Andrea und Henry Schramm, Kulmbachs Ehrenbürger Hans Albert Ruckdeschel, Dr. Ralf Hartnack und Thomas Nagel. Fotos: Melitta Burger   » zu den Bildern

Kulmbach - Es war eine perfekt inszenierte Veranstaltung, an deren Ende Henry Schramm am Montagabend zum vierten Mal zum gemeinsamen Oberbürgermeisterkandidaten von CSU, WGK und FDP nominiert wurde. Gut 150 Menschen, mehr als die Hälfte davon interessierte Bürger, die an diesem Abend gar kein Stimmrecht hatten, harrten knapp zwei Stunden lang in der nur mäßig beheizten alten Industriehalle der Kulmbacher Spinnerei aus, um dem frisch gekürten Kandidaten nach dem Votum mit stehendem Applaus zu gratulieren. Schramm hatte nicht nur deshalb allen Grund zu strahlen: 60 von 61 abgegebenen Stimmen aus den drei Gruppierungen des bürgerlichen Lagers in Kulmbach waren auf ihn entfallen. Ein Stimmzettel war nicht leserlich und deshalb ungültig. Nach der Veranstaltung konnten die Besucher den ersten Wahlprospekt für die Kommunalwahl in Kulmbach mit nach Hause nehmen: "Kulmbach leben" ist das Motto.

Den ungewohnten Versammlungsort in der seit Jahren leerstehenden Spinnerei hatten die drei Parteien bewusst gewählt. Er sollte als Symbol dafür stehen, dass Schramm noch viel zu beenden hat. Erste Arbeiten sind auch in diesem Bereich des alten Industriedenkmals geleistet, das in ein paar Jahren das "Grüne Zentrum" verschiedener Behörden rund um Landwirtschaft und Lebensmittel beheimaten soll. 300 Menschen sollen dort später arbeiten. Der Amtsinhaber wertet auch das als einen weiteren Schritt, Leben in die Stadt zu bringen. "Wir haben schon viel getan, aber wir sind noch lange nicht fertig", machte Schramm deutlich.

Dass er das möglichst mit Perfektion tun will, zeigte Schramm seinen Gästen am Abend der Nominierung in seiner Rede, aber vielleicht noch mehr in vielen kleinen Details in der Industrieruine, die er für die Veranstaltung gewählt hatte. Der raue Handlauf des alten schmiedeeisernen Geländers im Treppenhaus war mit transparentem Klebeband versiegelt worden, um es zu glätten. Unebenheiten im Fußboden waren ausgeglichen worden. Überall waren farbige Lichter installiert, um Stimmung zu erzeugen. Es hat funktioniert. "Das war etwas Besonderes, an das man sich noch lang erinnern wird", sagte einer der Besucher.

Schramm wird auch bei der bevorstehenden Wahl wieder vom Wahlbündnis aus CSU, WGK und der FDP getragen. Das betonten sowohl WGK-Vorsitzender Dr. Ralf Hartnack als auch der Kulmbacher FDP-Chef Thomas Nagel. Das Wahlbündnis hat in der Stadt eine lange Tradition. Dr. Erich Stammberger war in den 1970er-Jahren bereits gemeinsamer Kandidat. Henry Schramm weiß die drei bürgerlichen Parteien hinter sich, seit er im Jahr 2000 erstmals für das höchste Amt in der Stadt angetreten war. Im ersten Anlauf hatte es nicht geklappt für den damals amtierenden Landtagsabgeordneten. 2006 zog Schramm dann mit 52,4 Prozent der Stimmen ins Rathaus ein. 2012 wurde er im Amt des Oberbürgermeisters bestätigt und gewann gegen Ingo Lehmann (SPD) und Hans Dieter Herold (Grüne) im ersten Wahlgang mit mehr als 60 Prozent der Wählerstimmen.

Das Wahlbündnis, sagte stellvertretender CSU-Ortsverbandsvorsitzender Wolfram Brehm, zeige, dass es auch in einer Welt des schnellen Wandels Beständigkeit geben kann. Für Henry Schramm habe das Bündnis nun seit fast 20 Jahren gekämpft und Wahlerfolge gefeiert. Die gemeinsame Arbeit fuße auf Respekt, Sympathie und Freundschaft. "Wir sind uns nicht immer in allen Einzelheiten einig, aber wir haben gemeinsame Ziele." Kulmbach voranzubringen, stehe dabei an vorderster Stelle.

Die vielen Teilnehmer an diesem Abend wertete WGK-Vorsitzender und Bürgermeister Dr. Ralf Hartnack als Zeichen der großen Wertschätzung für Henry Schramm. Als eines von Schramms herausragendsten Talenten bezeichnete Hartnack das Geschick des Oberbürgermeisters, hohe Fördermittel für die Projekte in der Stadt zu generieren. Als eine der größten Herausforderungen sieht Hartnack die Entwicklung des Campus Kulmbach. Die Wählergemeinschaft habe sich auf den auch von ihr getragenen OB immer verlassen können. Die einstimmige Nominierung dokumentiere das. Dem bürgerlichen Lager in Kulmbach rief der WGK-Vorsitzende zu: "Gemeinsam können wir viel bewegen." Kulmbach könne mit der Uni in eine tolle Zukunft blicken.

Dem schloss sich auch Thomas Nagel, Vorsitzender der Kulmbacher und der oberfränkischen FDP, an. Die Wahlgemeinschaft sende ein starkes Signal aus. Der Versammlungsort unterstreiche das. Er stehe für die Gründerzeit ebenso wie für Innovation und Kulmbachs Zukunft. Die Stadt habe an Lebensqualität gewonnen in den zurückliegenden Jahren. Das sei auch Ergebnis des Zusammenhalts der bürgerlichen Mitte. "Henry Schramm hat das Machbare auf beste Weise mit einem großen Netzwerk erreicht. Das nicht mehr zu wollen, wäre töricht", betonte Nagel. Die FDP setze auf Verlässlichkeit statt auf Experimente.

Henry Schramm erinnerte in seiner Rede an die vielen Projekte, die Millioneninvestitionen in Kulmbach möglich gemacht haben: Die Sanierung des EKU-Platzes und der Tiefgaragen, die Erneuerung der Flutmulde und der Hochwasserschutz, der derzeit in der Hofer Straße gebaut wird. Allein am Klinikum Kulmbach werden laut Schramm derzeit 150 Millionen Euro investiert. Ein wichtiger Punkt sei für ihn die Kinderbetreuung. Schon jetzt biete Kulmbach sehr viel in diesem Bereich. Derzeit werde noch eine weitere siebengruppige Kita geplant. Die Entwicklung des Campus fordere weiterhin viel Arbeit. Es sei entscheidend, schnellstmöglich die Grundlage für den Bau auf dem Güterbahnhofsgelände zu legen. Dafür habe die Stadt Bayerns Bauminister Hans Reichart eingeladen. "Wir brauchen diesen Platz. Da müssen wir alle an einem Strang ziehen." Die Universität sei eine Jahrhundertchance. "Die ganze Stadt profitiert davon."

Es gebe aber auch sonst noch viel zu tun. Der Individualverkehr zur Plassenburg müsse endlich geregelt werden. Dann könne man auch eine Modernisierung der Museen auf der Burg anstreben. Auch für die Sanierung und barrierefreie Gestaltung des Bahnhofs müsse eine Lösung gefunden werden. Ein Radwegekonzept sei bereits in Auftrag gegeben, ebenso ein Konzept für geeignete Standorte für Photovoltaikanlagen.

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Melitta Burger
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Veröffentlicht am:
05. 11. 2019
17:04 Uhr

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Melitta Burger

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05. 11. 2019
17:04 Uhr



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