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Kulmbach

Taucher fühlen sich zu unrecht angegriffen

Dem Sporttauchclub stößt Kritik, seine Mitglieder hätten andere Gäste des Stadtsteinacher Freibads gestört, sauer auf. Jetzt rudert der Stadtrat teilweise zurück.



Im Stadtsteinacher Freibad bietet der örtliche Sporttauchclub regelmäßig Kurse an. Jetzt gab es aber auch Kritik.
Im Stadtsteinacher Freibad bietet der örtliche Sporttauchclub regelmäßig Kurse an. Jetzt gab es aber auch Kritik.  

Stadtsteinach - Ungewöhnlich gut besucht war die Sitzung des Stadtsteinacher Stadtrats am Montagabend. Neben den üblichen Zuhörern der Sitzung war auch eine große Abordnung des Sporttauchclubs erschienen. Sie ist verärgert über einen längeren Absatz in den Zeitungsberichten am 17. Juli aus der Stadtratssitzung. Stadtrat Wolfgang Heiß (CSU) hatte in der öffentlichen Sitzung Kritik an den Tauchsportlern geübt: Sie würden seit dieser Saison zur besten Badezeit herumtauchen und auch Schwimmer berühren (was er nicht als Absicht unterstellte). Jedoch hätten deshalb auch Frauen das Bad verlassen. Die Taucher hätten vorher doch außerhalb der regulären Öffnungszeiten des Freibads trainiert. Und wenn doch tagsüber, dann wäre für sie eine Bahn abgesperrt worden. Außerdem seien Jugendliche aus dem Sprungbecken verscheucht worden, um es selbst zu nutzen. Bürgermeister Roland Wolfrum (SPD) hatte daraufhin erklärt, mit den Tauchern reden zu wollen.

Dazu hatten die Sporttaucher nun eine Stellungnahme verfasst, die Bürgermeister Wolfrum in der Sitzung verlas. Darin kritisieren Vorsitzender Horst Härtel und seine Vereinsmitglieder die "reißerische Art" auf die sie aus der Zeitung von den Vorwürfen erfahren hätten. - Aber: Es sei nicht so, dass die Taucher "zur besten Badezeit" trainieren, sondern freitags, frühestens nach 19 Uhr, wenn das Becken normalerweise leer ist. Rücksichtnahme gegenüber den verbliebenen Badegästen sei dabei selbstverständlich. Der Vorfall habe sich wohl am 28. Juni ereignet, als der Club einen Tauchkurs abgehalten habe. Dabei habe vermutlich ein wenig erfahrener Tauchschüler versehentlich einen Badegast mit einer Flosse berührt. Dafür entschuldige man sich.

"Enttäuscht sind wir allerdings, dass der Vorfall mit uns nicht in einem persönlichen Gespräch geklärt wurde, standen wir doch für jeden sichtbar mit unseren blauen Vereins-T-Shirts am Beckenrand, waren am Stadtfest (unmittelbar vor der Stadtratssitzung) präsent oder hätten auch per Telefon erreicht werden können." Dies sei deshalb bedauerlich, da man mit der Stadt eine gute Zusammenarbeit pflege und sich an der Putzaktion gegen Algen im Bad mit acht Tauchern beteiligt habe, Unterwasserarbeiten im Bad erledige und am Aqua-Aktiv-Tag mit Schnuppertauchen und Water-Walking-Bällen teilnehme.

Dass die Taucher Badegäste nicht absichtlich stören, räumte Bürgermeister Wolfrum ein und auch, dass sie sich an der Pflege des Badebeckens beteiligen erkannte er an. Ebenso, dass es "geschickter gewesen wäre, dieses Thema im nichtöffentlichen Teil der Sitzung anzusprechen, statt die Taucher im öffentlichen Teil ohne Nachfrage in ein schlechtes Licht zu rücken". Es liege ihm auch fern, den Berichterstatter verantwortlich zu machen; der habe ja keinen Einfluss darauf, "was die Redaktion aus seinem Beitrag macht".

Wolfgang Heiß, der das Ungemach bei den Tauchern ins Rollen gebracht hatte, stellte am Montag nochmals klar, dass er absolut nichts gegen den Verein habe. Der Vorfall habe sich damals vor 19 Uhr abgespielt, als aufgrund des besonders warmen Wetters noch viele Badegäste im Becken waren, so dass man "mit einer Stunde Verschiebung des Kurses die Unannehmlichkeiten" hätte vermeiden können.

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Klaus Kaschka

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Veröffentlicht am:
11. 09. 2019
18:20 Uhr

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11. 09. 2019
18:20 Uhr



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