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Kulmbach

Trebgast hat Chancen auf Kita-Preis

Die Initiative "Gemeinde Trebgast" leistet Vorbildliches . Jetzt ist sie sogar Anwärterin auf den "Deutschen Kita-Preis".



Ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit im Bündnis: Die Vorschulkinder der Kita werden von der Förderlehrerin der Grundschule, Vincenza Guadagnano (Mitte hinten), schon mit dem Ablauf in der Schule vertraut gemacht. Rechts KiTa-Leiterin Jacqueline Ramming.	Foto: Dieter Hübner
Ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit im Bündnis: Die Vorschulkinder der Kita werden von der Förderlehrerin der Grundschule, Vincenza Guadagnano (Mitte hinten), schon mit dem Ablauf in der Schule vertraut gemacht. Rechts KiTa-Leiterin Jacqueline Ramming. Foto: Dieter Hübner  

Trebgast - "Herzlichen Glückwunsch. Ihr Bündnis hat uns in der ersten Bewerbungsphase überzeugt und Sie wurden als eines von insgesamt 15 Bündnissen für den ,Deutschen Kita-Preis' nominiert." Diese E-Mail vom Team der "Deutsche Kinder- und Jugendstiftung" (DKJS) Anfang Oktober kam für Bürgermeister Werner Diersch doch ziemlich überraschend.

Der Kita-Preis

Der Deutsche Kita-Preis ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, in Partnerschaft mit der Heinz-und-Heide-Dürr-Stiftung, der Karg-Stiftung und dem Didacta-Verband.

Ziel der Initiative ist es, gemeinsames Engagement für gute Qualität in Kitas und für Kitas sichtbar zu machen und zur Nachahmung anzuregen.

 

Im Frühjahr war er auf den Wettbewerb aufmerksam geworden, bei dem im Rahmen des "Deutschen Kita-Preises" das "Lokale Bündnis des Jahres" gekürt wird. Ende Juni reichte er die Bewerbungsunterlagen ein. Von den rund 200 Anmeldungen schaffte es die Trebgaster Initiative als einzige aus Bayern in die Gruppe der 15 Nominierten in der Kategorie "Lokales Bündnis des Jahres für frühe Bildung". Damit wird beispielhaftes Engagement von Kitas und Bündnissen für frühe Bildung gewürdigt. Ausgezeichnet werden am 3. Mai 2018 Kitas und lokale Bündnisse, die kontinuierlich an der Qualität in der frühen Bildung in ihrer direkten Umgebung arbeiten und dabei die Sichtweise der Kinder in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen stellen. Eine wichtige Rolle bei der Auswahl der Gewinner spielen dabei Mitwirkungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern sowie die Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort.

In einer Pressemitteilung bestätigt die DKJS die beeindruckende Qualität der eingereichten Bewerbungen. "Die Auswahl der Finalisten fiel sehr schwer." Die Riege der Teilnehmer zeigt: Gemeinsames Engagement für die frühe Bildung, Betreuung und Erziehung hat viele Gesichter und ist überall in der Bundesrepublik zu Hause."

Für Trebgast sprach unter anderem die lokale Struktur im Bereich der frühkindlichen Erziehung und Bildung. Kita-Leiterin Jacqueline Ramming nannte als Beispiel den Förderunterricht speziell für die Vorschulkinder. Alle 14 Tage nimmt sich die Förderlehrerin der 20 Meter entfernten Grundschule für die derzeit 18 Kinder eine Stunde Zeit. "Wir wollen die Kinder fit für die erste Klasse machen. Ich sage der Lehrerin, wo ich bei den Kindern Defizite sehe und umgekehrt. Das ist bei uns echt toll, alles geht ineinander über", berichtet Jacqueline Ramming

Überaus positiv sieht das auch die Förderlehrerin der Grundschule, Vincenza Guadagnano: "Wir fördern die basalen Fähigkeiten der Kinder, angefangen von der Sprache über den Wortschatz bis hin zu feinmotorischen und kognitiven Übungen. Ganz wichtig ist es, das phonologische Bewusstsein und Arbeitsweisen zu trainieren. Das dient später dazu, Grundkenntnisse für das Lesen und Schreiben zu erwerben." Die Kinder lernen dabei schon die Lehrer kennen. Vincenza Guadagnano bestätigt, dass die Kinder im Kindergarten schon sehr gut vorbereitet werden. "Die Kinder wollen ja meistens gerne in die Schule. Die Freude auf die Schule wollen wir bewahren."

Wie geht es jetzt weiter? In den nächsten Wochen werden die 15 nominierten Bündnisse durch persönliche Interviews intensiver befragt. Im November werden zehn Finalisten ausgewählt, die ab Ende des Jahres besucht und vor Ort begutachtet werden. Anschließend entscheidet eine unabhängige Jury, wer die fünf Auszeichnungen erhält. Die fünf Preisträger erhalten zwischen 10 000 und 25 000 Euro. Vielleicht wird das Bündnis "Gemeinde Trebgast" dabei sein.

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Dieter Hübner
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Veröffentlicht am:
13. 10. 2017
00:00 Uhr

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Dieter Hübner

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Veröffentlicht am:
13. 10. 2017
00:00 Uhr



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