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Kulmbach

Trebgaster fordern Tempo 30

Die Anwohner finden, dass in der Lindauer Straße oft zu schnell gefahren wird. Seit Herbst bemühen sie sich um eine Geschwindigkeitsbegrenzung.



Auf 30 km/h wollen die Anlieger der Lindauer Straße die Geschwindigkeit im Bereich vom Ortseingang bis zur Abzweigung Gartenstraße beschränken. Augenzeugen berichten, dass in den Ort einfahrende fahrende Autos an dieser Stelle sogar die zur Geschwindigkeitsreduzierung errichtete Insel ignorieren und trotz Verbotsschilder auf der linken Seite daran vorbei rauschen. Foto: Dieter Hübner
Auf 30 km/h wollen die Anlieger der Lindauer Straße die Geschwindigkeit im Bereich vom Ortseingang bis zur Abzweigung Gartenstraße beschränken. Augenzeugen berichten, dass in den Ort einfahrende fahrende Autos an dieser Stelle sogar die zur Geschwindigkeitsreduzierung errichtete Insel ignorieren und trotz Verbotsschilder auf der linken Seite daran vorbei rauschen. Foto: Dieter Hübner  

Trebgast - Schwerpunkte für den Trebgaster Gemeinderat sind derzeit die Bauwerke. Bürgermeister Werner Diersch (SPD/WG) gab bekannt, dass die Außenanlagen des Bahnhofs mit einem Mehrgenerationenspielplatz fertiggestellt wurden. Im Innenbereich bereite derzeit die Trockenbaufirma Probleme, da sie seit September immer wieder in Verzug sei. Das Erdgeschoss ist nach Abschluss der laufenden Fliesenarbeiten fertig. Danach kann das Treppenhaus in Angriff genommen werden. Der Zeitplan sieht vor, dass die AWO am 1. Juli einziehen kann. Ein entsprechender Mietvertrag wurde geschlossen. Interessenten für die Nutzung der sechs künftigen Kleinwohnungen, die sich im Ober- und Dachgeschoß befinden, können mit der AWO Kontakt aufnehmen.

Anwohner wollen Tempo-30-Zone: 39 Anwohner der Lindauer Straße wurden bereits im Herbst des vergangenen Jahres im Landratsamt vorstellig und überreichten eine Petition, in der sie ab Einmündung der Gartenstraße bis zum Ortsende eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h forderten. Sie begründeten ihren Antrag mit wachsendem Verkehrsaufkommen und damit verbundener Lärmbelastung von 4.30 Uhr bis spätabends. Abgase, Feinstaub der teilweise rasenden Autos, Schwerlaster, Busse und landwirtschaftliche Maschinen seien unerträglich und wissenschaftlich nachweisbar gesundheitsschädlich. Dadurch sei die Lebensqualität stark beeinträchtigt. Durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung soll die Verkehrssicherheit erhöht, und der Verkehrslärm und die Feinstaubbelastung vermindert werden.

Ein weiterer Antrag zielte darauf ab, zur Entlastung der Lindauer Straße den neben den Bahngleisen verlaufenden Fuß-/Radweg vom Badeseeparkplatz bis zum Bahnübergang auf die Staatsstraße 2183 freizugeben. Zum letzten Punkt erbat das Landratsamt jetzt eine Stellungnahme der Gemeinde.

Fakt ist, dass dieser Weg durch entsprechende Schilder derzeit gesperrt ist, von vielen aber trotzdem als Abkürzung genutzt wird. Die Einstellung des Bürgermeisters dazu ist eindeutig: "Diesen Weg aufzumachen, halte ich für falsch. Ich werde diesen Freizeitweg vom Steinhauerplatz bis zum Badesee vor dem Verkehr schützen." Bei zwei Gegenstimmen wurde beschlossen, dass eine Öffnung des Weiherwegs für den Fahrzeugverkehr nicht gewünscht wird.

Als Entscheidungshilfe zur Einführung einer Beschränkung der Geschwindigkeit in der Lindauer Straße als Kreisstraße hatte das Landratsamt zwei Messungen durchführen lassen, bei der eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp über 50 km/h ermittelt wurde. Zwar gab es einige Ausreißer zwischen 65 und 85 km/h, aber die Mehrheit der Räte ist überzeugt, dass diese Zeitgenossen ihr Verhalten auch bei einem 30er-Schild nicht ändern werden. Als wesentlich sinnvoller werden wöchentliche Polizeikontrollen gehalten, wie sie auch an anderen Stellen im Landkreis praktiziert werden. Ein Sicherheitsproblem gebe es eigentlich nur an einer Engstelle. Und an der gelte bereits Tempo 30. Fazit bei vier Gegenstimmen: Der Gemeinderat würde eine 30er-Zone zwar befürworten, erinnert aber daran, dass die Zuständigkeit beim Landratsamt liegt.

Umbau wird teurer: Die Planungen für den Umbau der Grundschule und den Anbau eines Horts laufen. Der Bürgermeister wies noch einmal auf die Wichtigkeit dieses Vorhabens hin. "Das gesamte Schulensemble mit Krippe, Kindergarten, Grundschule und Hort hat zu einer Attraktivitätssteigerung mit einem idealen Umfeld für Kinder und Eltern geführt. Der Standort entwickelt sich gut, so dass der Platz hinten und vorne nicht mehr reicht."

Nachdem das ursprüngliche Vorhaben der Gemeinde - Anbau von zwei Klassenzimmern und Verlegung des Horts in das Untergeschoss des Schulgebäudes - von der Regierung mit Verweis auf eine bereits vorhandene flächenmäßige Überkapazität abgelehnt wurde, musste die Gemeinde schnell reagieren. Die neue Planung zieht jetzt zusätzliche Umbaumaßnahmen nach sich. Der Barrierefreiheit geschuldet sind demnach der Bau eines Aufzugs, Umrüstung bestehender WC-Anlagen zu behindertengerechten Toiletten, ebenerdiger Zugang zum Haupteingang mittels einer neuen Rampe, und Anpassungen an die Feuerschutzrichtlinien. Dadurch erhöhen sich die Kosten von ursprünglich 740 000 Euro auf 2,1 Millionen Euro.

"Fördertechnisch ist das höchst kompliziert", bemerkte der Bürgermeister, da die für das erste Vorhaben bereits genehmigten KIP-S-Mittel (Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur) auf die Kosten für das erste Vorhaben gedeckelt sind. Für den Rest muss versucht werden, eine Förderungen nach dem Finanzausgleich (FAG) zu bekommen. Die Problemstellung für den Gemeinderat lautet jetzt: Nehmen wir alles gleichzeitig in Angriff oder parzellieren wir die Arbeiten. Fest steht, dass der Hort mit künftig 50 Plätzen oberste Priorität hat. "Wir waren in Trebgast die Ersten, die Schulkind-Betreuung im Kindergarten angeboten haben", argumentier KiTa-Leiterin Jacqueline Ramming. "Dieses Angebot wird überall von den Eltern gesucht. Derzeit liegen bereits 40 Anmeldungen für den Hort vor." Das Gremium einigte sich darauf, Fördermittel für alle Maßnahmen zu beantragen. "Wir müssen deswegen ja nicht alles auf einmal bauen", folgerte Zweiter Bürgermeister Albert Kolb (SPD/WG).

Zusätzliche Parkplätze: Viele Besucher der Theater-Vorstellungen auf dem Wehlitzer Berg kennen die Situation: Vor allem, wenn mehrere Busse anreisen, sind die vorhandenen Parkflächen der Naturbühne regelmäßig überfüllt und die Fahrzeuge müssen an der Kreisstraße geparkt werden. Die Verantwortlichen suchen schon länger nach einer Lösung. Jetzt nahmen sie die Gelegenheit wahr, ein angrenzendes Grundstück zu erwerben und reichten einen Antrag auf Errichtung eines Parkplatzes ein. Die Räte erteilten das gemeindliche Einvernehmen mit der Auflage, das Niederschlagswasser in eine ausreichend dimensionierte Sickermulde einzuleiten, um eine Beeinträchtigung der Nachbargrundstücke zu vermeiden. Nach Auskunft des Vorsitzenden soll das Vorhaben so schnell wie möglich realisiert werden, um die Fläche vielleicht schon für diese Saison nutzen zu können.

Zuschuss für Broschüre: Der Fremdenverkehrsverein Trebgasttal hat einen Antrag auf 50-prozentige Bezuschussung eines Faltblattes gestellt, das in einer Auflage von 5000 Stück gedruckt werden soll, und in dem neben einem örtlichen Gastgeberverzeichnis auch die besonderen Sehenswürdigkeiten der Gemeinde abgebildet werden sollen. Die Kosten dafür liegen nach einem ersten Angebot bei etwa 3300 Euro. Das Gremium sagte einen gedeckelten Betrag von 1500 Euro zu.

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Dieter Hübner
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Veröffentlicht am:
11. 04. 2019
17:06 Uhr

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Dieter Hübner

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11. 04. 2019
17:06 Uhr



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