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Kulmbach

Unfall mit Ekel-Faktor: Stinkende Fleischsäfte landen auf der Straße

In der Kronacher Straße kippt ein Container von einem Lkw. Stinkende Schlachtabfälle ergießen sich auf die Fahrbahn.



Nachdem aus einem von einem Lkw gekippten Container Schlachtabfälle auf die Kronacher Straße gekippt waren, musste die Feuerwehr die ekligen Unfallfolgen beseitigen. Foto: Melitta Burger
Nachdem aus einem von einem Lkw gekippten Container Schlachtabfälle auf die Kronacher Straße gekippt waren, musste die Feuerwehr die ekligen Unfallfolgen beseitigen. Foto: Melitta Burger  

Kulmbach – So mancher der eingesetzten Feuerwehrleute konnte sich den Würgereiz bei diesem Einsatz nicht verkneifen. Gegen 11 Uhr am Mittwoch musste ein mit einem Schlachtabfall-Container beladener Lastwagen auf seiner Fahrt stadtauswärts in der Kronacher Straße in Kulmbach an einer Ampel stark bremsen. Dabei kam der Container ins Rutschen, die Bordwand öffnete sich und Teile der ekligen Ladung liefen aus. Eine blutige und furchtbar stinkende Brühe ergoss sich zwischen zwei Reihen von Wohnhäusern auf die Straße.

23.01.2019 - Container mit Schlachtabfällen ausgelaufen - Foto: Melitta Burger

Container mit Schlachtabfällen ausgelaufen
Container mit Schlachtabfällen ausgelaufen
Container mit Schlachtabfällen ausgelaufen

Stadtbrandmeister Michael Weich von der Kulmbacher Feuerwehr leitete den auch für abgebrühte Wehrleute ungewöhnlichen Einsatz. Er berichtet, dass der Unfall bereits gegen 11 Uhr geschehen ist. Allerdings hat wohl der Fahrer zunächst versucht, das Problem selbst zu lösen. Eine halbe Stunde lang versuchten die Mitarbeiter der Firma vergebens, den Container wieder zu befestigen, dann wussten sie sich nicht mehr anders zu helfen als die Feuerwehr zu rufen. 

Die kam umgehend und schaffte es tatsächlich, den Container wieder auf die Ladefläche zu ziehen und so weit zu stabilisieren, dass er zumindest vom Unfallort fortgebracht werden konnte. 
Danach hatte die Feuerwehr eine Aufgabe, die tatsächlich eine Herausforderung darstellte: Die eklige blutige Brühe musste von der Fahrbahn gespült werden. Doch das war noch nicht alles. Auch in die Kanalisation ist etliches von der als Gefahrgut eingestuften Brühe geflossen. 

Die Kulmbacher Kläranlage verkrafte das zwar, lautete die durch die Feuerwehr eingeholte Auskunft von Experten. Aber den Anliegern wäre wohl kaum zuzumuten, dass es noch längere Zeit zu erheblichen Geruchsbelästigungen aus dem Gullideckel kommt. Deshalb nahm die Feuerwehr umgehend auch noch eine Spülung des Kanals vor.

Doch auch das war komplizierter als es sich anhört: Weil es derzeit heftige Minusgrade hat, gefror das Wasser auf der Fahrbahn. Deshalb musste auch der Kulmbacher Bauhof noch mit einer Extra-Ladung Streusalz ausrücken, um die Sicherheit der Autofahrer auf der Kronacher Straße wieder herzustellen. 
Wegen des Vorfalls musste die Kronacher Straße für längere Zeit stadtauswärts halbseitig gesperrt werden. Die Feuerwehr leitete den Verkehr örtlich um. 

Auch eine Fachfirma wurde wegen des Unglücks mit eingeschaltet, um die sachgerechte Entsorgung der stinkenden Brühe zu gewährleisten, informierte die Kulmbacher Polizei.

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Melitta Burger
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Veröffentlicht am:
23. 01. 2019
13:06 Uhr

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23. 01. 2019
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