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Kulmbach

Vom Navi in die Irre geführt

Immer wieder geraten bei Himmelkron Lkw-Fahrer in Not, weil ihr Navigationssystem sie falsch lotst. Doch wie man das abstellen kann, weiß niemand.



Nur für Lkw gibt es Diesel an der IDS-Automatenstation im Frankenring 4a in Himmelkron. Die Möglichkeit, mit Karte günstig zu tanken, nutzen viele Brummifahrer. Doch offenbar lotsen fehlerhafte Navigationsgeräte immer wieder Fahrer auf den falschen Weg und statt ins gutausgebaute Gewerbegebiet in absolut dörfliche Gegenden. Das hat für manche fatale Folgen. Manchmal hilft nur noch der Autokran. Foto: Melitta Burger
Nur für Lkw gibt es Diesel an der IDS-Automatenstation im Frankenring 4a in Himmelkron. Die Möglichkeit, mit Karte günstig zu tanken, nutzen viele Brummifahrer. Doch offenbar lotsen fehlerhafte Navigationsgeräte immer wieder Fahrer auf den falschen Weg und statt ins gutausgebaute Gewerbegebiet in absolut dörfliche Gegenden. Das hat für manche fatale Folgen. Manchmal hilft nur noch der Autokran. Foto: Melitta Burger  

Himmelkron - Ein- bis zweimal die Woche kommt es vor, dass sich ein Schwerlastfahrzeug, meistens aus einem osteuropäischen Land, bei Himmelkron auf die Dörfer verirrt. Es ist schon passiert, dass sich der Fahrer so "verfranst" hat, dass nur noch ein Autokran den Lkw wieder aus der "Falle" befreien konnte, in die er geraten war. Es ist schon vorgekommen, dass Gärten und Wiesen bei verzweifelten Wendemanövern beschädigt wurden. Auch Mauern sollen schon angeschrammt worden sein. Die Ursache ist immer wieder dieselbe. In manchen Navigationsgeräten ist offenbar die Route zu der IDS-Automatenstation im Frankenring 4a in Himmelkron falsch eingespeichert. Wer ein solches System benutzt und den Anweisungen blind folgt, landet unweigerlich im "Aus". Das immer wiederkehrende Ärgernis hat sogar schon mehrfach den Himmelkroner Gemeinderat beschäftigt. Die Gemeinde wollte sogar helfen. Doch weitergekommen ist man bislang noch nicht in dieser Sache.

"Wir hatten dieses Problem schon vor ein paar Jahren", erzählt Bürgermeister Gerhard Schneider. Damals habe sich die Gemeinde an den Hersteller des Navi-Systems gewandt und ihn auf den Fehler aufmerksam gemacht. Er wurde in neuen Versionen der Software behoben. Doch wirklich geholfen habe das nicht, sagt Schneider. Es gebe immer noch viele Lkw, in denen die Navigationsgeräte nicht upgedatet werden. Und so fährt einer nach dem anderen in die Irre. "Wenn ich in Kremitz einen 40-Tonner sehe, halte ich den schon immer an, weil ich weiß, wo er hinwill und schicke ihn zurück nach Himmelkron", sagt Schneider.

Doch der Bürgermeister kann nicht alle rechtzeitig stoppen. Und so überqueren 40-Tonner Brücken, die für sie nicht zugelassen sind und befahren Straßen die man besser wohl als Wege bezeichnet.

Die Route, auf die die ahnungslosen Fahrer geschickt werden, ist eigentlich unglaublich. Sie verlassen die A 9 und werden bis auf 150 Meter korrekt an die Tankstelle in der Nähe des Fichtelgebirgshofs herangeführt. Dann allerdings lotst das System die Fahrer über Seitenstrecken nach Kremitz, Kieselhof und Bad Berneck. Nicht alle kommen ohne Aufregung oder Schaden durch.

"40-Tonner sind auf dieser Strecke fehl am Platz" sagt der Bürgermeister mit Nachdruck. Er hat Verständnis, wenn sich die Anlieger über diese immer wiederkehrenden "Ausflüge" ärgern. "Das ist ein großes Ärgernis" räumt Gerhard Schneider unumwunden ein. Aber noch sei keine Lösung gefunden, vermutlich gebe es keine. Dass die Lkw-Fahrer nicht von selbst stutzig werden, wenn sie auf immer schmalere Straßen gelotst werden, kann Schneider nicht nachvollziehen. "Die fahren einfach blind nach dem Navi, bis am Ende gar nichts mehr geht."

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Melitta Burger
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Veröffentlicht am:
19. 04. 2019
16:42 Uhr

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Melitta Burger

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19. 04. 2019
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