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Kulmbach

Wald ist mehr als die Summe aller Bäume

Die Staatsforsten laden mit einer neuen Broschüre zum Waldspaziergang ein. Auch der Frankenwald wird in ihr beschrieben.



Die Broschüre "Wald erleben" empfiehlt Forstdirektor Fritz Maier vor allem Familien mit Kindern. Im Bild (von links) Bürgermeister Roland Wolfrum, Landrat Klaus Peter Söllner, Forstdirektor Fritz Maier und Forstdirektor Dr. Michael Schmidt. Foto: Werner Reißaus
Die Broschüre "Wald erleben" empfiehlt Forstdirektor Fritz Maier vor allem Familien mit Kindern. Im Bild (von links) Bürgermeister Roland Wolfrum, Landrat Klaus Peter Söllner, Forstdirektor Fritz Maier und Forstdirektor Dr. Michael Schmidt. Foto: Werner Reißaus  

Stadtsteinach - "Wald erleben", unter dem Titel haben die Bayerischen Staatsforsten eine interessante Broschüre herausgebracht, die einzigartige Wälder, verborgene Schönheiten, sportliche Aktivitäten und kulturelle Entdeckungen in 20 Kapiteln in Wort und Bild präsentiert. Forstdirektor Fritz Maier, Leiter des Forstbetriebes Nordhalben, stellte das Buch, das viel mit dem Walderlebnistag in Stadtsteinach zu tun hat, im Rahmen eines Pressegespräches der Öffentlichkeit vor.

Maier machte deutlich, dass der normale Besucher eines Walderlebnistages vielleicht auf zwei, drei Besonderheiten stoßen wird: "Wir Förster wissen aber, dass es Tausende von verschiedenen Dingen gibt, die man im Wald erleben und machen kann, jeder für sich oder auch miteinander. Vor allem auch in unserer Region gibt es richtig viele Dinge, die man im Wald machen kann." Wie der Forstdirektor weiter ausführte, haben sich die Bayerischen Staatsforsten entschieden, die Menschen in den Wald einzuladen. Die neue Broschüre "Wald erleben" könne jeder über das Internet info@baysf.de bestellen und sich kostenlos nach Hause schicken lassen. Die Broschüre zeige die Vielfalt der Dinge, die es in Bayern, aber auch im heimischen Frankenwald gibt. Forstdirektor Fritz Maier: "Wir haben natürlich Wert darauf gelegt, dass der Frankenwald in der Broschüre vorkommt."

In der Legende der Broschüre wird darauf verwiesen, dass in Bayerns Wäldern rund fünf Milliarden Bäume stehen: "Die Zahl ist gewaltig und beeindruckend und doch nur eine Zahl. Oder auch ein grüner Teppich, der über dem Freistaat liegt. Sobald man näher heranrückt, löst sich das Grün in vielerlei Schattierungen auf, in faszinierende Details. Waldgesellschaften werden sichtbar, einzelne Baumarten und die Lebewesen, die in ihrem Schatten leben, all die Insekten, Vögel und Säugetiere. Doch sieht man genauer hin, ist der Wald nicht nur Lebensraum, sondern viel mehr." Maier verwies in diesem Zusammenhang unter anderem auf die Holzproduktion und die Jagd. Der Wald sei auch ein Ort der Kultur. Im Wald werde der Mensch gesund an Körper, Geist und Seele. Forstdirektor Fritz Maier: "Wir laden sie auf einen Waldspaziergang der besonderen Art ein. Genießen Sie, entdecken Sie und sehen Sie den Wald bei Ihrem nächsten Spaziergang vielleicht mit anderen Augen."

Die Broschüre beginnt mit "Die schönsten Aussichten" wie dem "Berchtesgaden Hochthron" oder der Tannenhütte bei Garmisch-Partenkirchen. Sie beschreibt auch den Gipfel der "Radspitze", die mit einer Höhe von 300 Metern für Gleitschirmflieger beste Bedingungen bietet, oder den Fichtelberg, dem Gipfelturm der "Kösseine". Dort bietet sich dem Wanderer bei entsprechender Witterung eine Rundumsicht vom Bayerischen Wald über die Rhön, den Thüringer Wald bis zum Erzgebirge. Der "Frankenwaldsteig" wird mit seinen 240 Kilometer langen, wunderschönen Wanderwegen beschrieben. Und Striche, Punkte, Pfeile und Buchstaben an Bäumen lassen nicht etwa eine groß angelegte "Schnitzeljagd" vermuten, sondern sind sichtbare Zeichen einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Damit alle im Wald wissen, was Sache ist, setzt der Förster an den Bäumen Markierungen. Die Broschüre enthält eine Auswahl davon. Bei den Kulturdenkmälern wird unter anderem auf den "Bärenfang" am Großen Waldstein bei Zell verwiesen, aber auch auf den "Frankenwald-Dudler", hergestellt aus Giersch.

Bayerns Wälder sind vielfältig. Sie sind Lebensraum, Arbeitsplatz und Rohstoffquelle zugleich. Und nicht nur das: Im Wald können Menschen Ruhe finden. Die Verfasser der Broschüre stellen am Ende fest: "Wald ist eben mehr als die Summe seiner Bäume. Er ist Heimat."

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
16. 06. 2019
16:30 Uhr

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Werner Reißaus

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16. 06. 2019
16:30 Uhr



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