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Kulmbach

Wenn der biologische Fußabdruck zu groß ist

Manchmal hilft nur noch beten: Und das taten rund 80 Menschen gemeinsam beim ökumenischen Schöpfungsgottesdienst in der Nikolaikirche.



Rund 80 Menschen beteten gemeinsam beim ökumenischen Schöpfungsgottesdienst am Samstagabend in der Nikolaikirche. Das Motto: "Du hast uns deine Welt geschenkt." Foto: Gabriele Fölsche
Rund 80 Menschen beteten gemeinsam beim ökumenischen Schöpfungsgottesdienst am Samstagabend in der Nikolaikirche. Das Motto: "Du hast uns deine Welt geschenkt." Foto: Gabriele Fölsche  

Kulmbach - "Du hast uns deine Welt geschenkt." So lautete das Motto eines Gottesdienstes des Bittens und Betens, des Nachdenkens und auch Klagens. Ein Gottesdienst, der sich an all diejenigen richtete, denen die Bewahrung der Schöpfung ein Anliegen ist. Vorbereitet und ausgestaltet hat ihn ein noch relativ neuer, ökumenischer Arbeitskreis "Schöpfung", der dabei mit dem Kulmbacher Landratsamt, dem Weltladen, der Gemeinschaft innerhalb der Kirche und den Initiatoren der Kulmbacher "Fridays for Future"-Bewegung zusammengearbeitet hat. Pfarrer Traugott Burmann und Dekan Hans Roppelt sowie weitere Vortragende beleuchteten die Zerstörung der Umwelt aus verschiedenen Blickwinkeln. Und auch in den sorgsam gewählten Liedern wurde das aktuelle Anliegen umgesetzt.

Eingangs sagte Dekan Roppelt: "Wenn ein Mensch sehr krank ist, dann hört man öfters den Ausspruch, jetzt hilft nur noch beten. Unser Planet ist ein Patient, der schwer krank ist. Deshalb wollen wir heute gemeinsam beten und Gott um Hilfe bitten, damit er uns die Kraft gibt, etwas Gutes zu tun." Der Dekan hoffte auf Impulse aus dem Gottesdienst: "Wir sollen sie nicht nur im Kopf haben, sondern auch im Herzen, denn nur dann kann man danach handeln." Dann wurden Klagerufe laut. Ingrid Flieger sagte: "Jeder von uns setzt einen biologischen Fußabdruck. Unser Verhalten bestimmt die Größe. Und manch einer ist zu groß für diese Erde. Darüber sollten wir jeden Tag nachdenken." Katrin Geyer klagte die tägliche Zerstörung wunderbarer Natur durch Bebauung an. "In Deutschland wird täglich die Fläche von 100 Fußballfeldern versiegelt", sagte Anita Sack. Lasse Landskron mahnte: "Gott hat gesagt, wir sollen die Schöpfung bewahren. Wir Schüler machen einen kleinen Schritt, wenn wir demonstrieren. Auch wenn die Schuldirektoren etwas dagegen haben." Und Dorle Frey klagte: "Die Welt ist kein Zukunftsprodukt. Nur eine kleine Minderheit bemüht sich um einen umweltfreundlichen Lebensstil." Dekan Hans Roppelt erinnerte im Evangelium an die Bergpredigt und sagte: "Alles was wir tun, soll im Vertrauen auf Gott geschehen. Denn ohne Vertrauen erwächst Resignation, Hass oder Tatenlosigkeit." Pfarrer Traugott Burmann schloss in seiner Predigt an den Text der Bergpredigt an: "Jesus sagte, ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze. Nach dem Gottesdienst, der von Edgar Stübinger auf der Gitarre musikalisch umrahmt wurde, gab es vor der Kirche noch Gelegenheit zum Gespräch.

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Gabriele Fölsche
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Veröffentlicht am:
22. 09. 2019
16:56 Uhr

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Gabriele Fölsche

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Veröffentlicht am:
22. 09. 2019
16:56 Uhr



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