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Kulmbach

Wie geht es weiter am Steinhauerplatz?

Das Städtebauliche Entwicklungskonzept sieht den Platz künftig als zentralen Punkt des Ortes. Wie genau es dort allerdings aussehen soll, ist bislang noch offen.



Der Steinhauerplatz in der Trebgaster Ortsmitte soll als Multifunktionsplatz gestaltet werden. Foto :Dieter Hübner
Der Steinhauerplatz in der Trebgaster Ortsmitte soll als Multifunktionsplatz gestaltet werden. Foto :Dieter Hübner  

Trebgast - Zwischen 2015 und 2017 wurde mit Bürgerbeteiligung ein "Integriertes Städtebauliches Entwicklungs-Konzept" (ISEK) für Trebgast erarbeitet und verabschiedet. Ein wesentlicher Auszug daraus ist das Projekt Gestaltung der Ortsmitte vom Bahnhof bis zum Steinhauerplatz. Das Städteplanungsbüro Quaas sieht diesen Bereich als zentralen Raum zur Entwicklung für alle Generationen der Dorfgemeinschaft. Anregungen für Lösungen wurden in der Gemeinde gesammelt und mit dem Büro besprochen. Ausgehend von einer Bestandsanalyse stellte Projektleiterin Anja Thor jetzt in einer städtebaulichen Studie eine grobe Planung mit verschiedenen Alternativen vor.


Steinhauerplatz als Zentrum: In den Planungen nimmt der direkt an der Bahnlinie gelegene Steinhauerplatz einen wichtigen Part ein. Bereits 1851 sind dort im Urkataster ein Wirtshof und zwei kleinere Gebäude aufgezeichnet. Die Bahnhofstraße war da noch eine Aue der Trebgast. Mit dem Bau der Eisenbahn 1853 diente der Platz als Verladestation für den Transport des damals bekannten und begehrten Trebgaster Sandsteins bis nach Berlin und sogar Wien. Eine Idee geht dahin, für Pendler, Wanderer und Gäste Stellplätze für 25 bis 30 Fahrzeuge zu schaffen. Dazu kommen Optionen für ein Zelt für Vereinsfeste mit Serviceanschlüssen, einen Rast- und Sitzplatz für Radtouristen, eventuell mit Anschlüssen für E-Mobilität, eine Verlegung des Standortes für den Maibaum, Zaunsäulen aus Sandstein und Infotafeln zur Erinnerung an die Tradition des Steinhauer-Handwerks. Bei der Frage, ob ein Zukauf von Teilflächen der Bahn sinnvoll erscheint, wies der Bürgermeister darauf hin, dass wegen einer eventuellen Elektrifizierung der Bahn bestimmte Abstände zu berücksichtigen sind. Alles ist dabei immer vor dem Hintergrund zu sehen, dass die großen Feste weiterhin am Badesee stattfinden sollen.


Viele Fragen offen: Weitere Fragen tauchen im Zusammenhang mit dem Vorgehen in der Bahnhofstraße auf. Wie soll das Verhältnis von befestigten zu unbefestigten Flächen sein? Wieviel Grün und wieviel Nutzfläche? Soll das gesamte ehemalige Bankgebäude erhalten werden? Oder reicht der vordere, bisher beheizte Teil, in dem bereits verschiedene Nutzer beheimatet sind, und der hintere Lagerteil wird zurückgebaut? Verliert das Gebäude dann eventuell seinen Charakter? Braucht es einen barrierefreien Zugang? Viele Fragen, die Anja Thor den Gemeinderäten als Hausaufgabe mitgab, und auf die sie bis zum September möglichst viele Antworten erhalten möchte.


Senioren-Tagespflege: Der Umbau des Bahnhofs zu einer Senioren-Tagespflegestätte geht in die letzte Runde. Die restlichen Arbeiten im Innenbereich sollen in der 26. Woche soweit abgeschlossen sein, damit anschließend die Baureinigung erfolgen kann. Am 1. Juli will die AWO als Betreiber der Einrichtung einziehen und mit der Möblierung beginnen. Die Aufnahme des Betriebs im Erdgeschoss ist für den 8. Juli vorgesehen. Für die sechs Wohnungen im Ober- und Dachgeschoss ist die Nachfrage bereits sehr groß. Sie werden im Juli/August fertiggestellt sein.


Mehrkosten in Grenzen: "Die bei den Trockenbauarbeiten entstandene Zeitverzögerung, für die allein die dafür vorgesehene Firma verantwortlich ist, konnte nicht mehr ganz aufgeholt werden", bedauerte Bürgermeister Werner Diersch. "Erfreulich ist aber die aktuelle Kostenübersicht. Sie wird bei der Abrechnung voraussichtlich nur zu einer Mehrung von unter einem Prozent gegenüber der Berechnung vom 20. März 2017 führen." Die entstandenen Mehrausgaben von 4181 Euro bei der Vergabe von sechs Einbauküchen für die Wohnungen wurden nachträglich genehmigt.


Trebgast und seine Brücken: Das Thema Brücken ist eine fast unendliche Geschichte. Im Weiherweg beim Sportplatz kommt jetzt Bewegung in die Planung für die marode Brücke über die Trebgast, die seit Januar 2018 nur provisorisch für Fußgänger und Radfahrer nutzbar ist. Der Gemeinderat ließ sich vom Sachverständigen Peter Ruck über sinnvolle Gestaltungsvarianten für eine anstehende Erneuerung informieren. Ruck zeigte einige Varianten für mögliche Geländer-Konstruktionen auf. Für den Klassiker mit senkrechten Stäben konnte sich niemand erwärmen. Bei waagrechten Streben kam die Frage auf, ob diese nicht als Aufstiegshilfe missbraucht werden könnten. Diersch sagte dazu: "Raufsteigen kann man überall." Peter Ruck konnte diese Bedenken letztlich zerstreuen. Bei der Materialauswahl entschieden sich die Räte, nicht zuletzt wegen der längeren Haltbarkeit, für Edelstahl. Die Höhe des Geländers sollte 1,30 Meter betragen, um auch den Fahrradverkehr abzusichern Die Ausschreibungen sollen im Winter erfolgen.

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Dieter Hübner
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Veröffentlicht am:
18. 06. 2019
17:48 Uhr

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Dieter Hübner

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18. 06. 2019
17:48 Uhr



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